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USA 2005
Originaltitel:Bound By Lies
Alternativtitel:Long Dark Kiss, The
Länge:84:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Valerie Landsburg
Buch:D. Alvelo, Leland Zaitz
Kamera:Maximo Munzi
Musik:James McVay, Kathleen York
SFX:Richard Redlefsen
Darsteller:Stephen Baldwin, Kristy Swanson, Tracy Howe, Charles Malik Whitfield, Natassia Malthe, Julian Acosta, Kevin Chamberlin, Joel Brooks, Gladys Jimenez, Chester E. Tripp III
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die Fetisch-Fotografin Laura (Kristy Swanson) wird Zeugin eines Mordes. Max (Stephen Baldwin), ein hitzköpfiger Cop, übernimmt den Fall. Schon bald erliegt er der Faszination für die fremdartigen, erotischen Fantasien und entwickelt eine Leidenschaft für Laura. Während Max sich zwischen der Verlockung und seinen Pflichten entscheiden muss, schlägt der Mörder wieder zu ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Irgendwas fehlt doch, oder? Yapp, es ist definitiv die Schärfe. Dabei ist der zarte Hauch von Ghosting kaum dafür verantwortlich. Details sind schlichtweg schlecht ausgeprägt, das gesamte Bild wirkt für eine neuere Produktion stellenweise matschig, vor allem, wenn sich die Figuren etwas weiter aus der näheren Umgebung der Kamera bewegen. Aber auch näherer Betrachtung bleibt das Geschehen detailarm. Der Schwenk über den blauen Himmel nach genau 20 Minuten Spielzeit gibt Auskunft über die Ursache: Der Rauschfilter wurde in zumindest hier in einer Intensität angewandt, dass das Bild einer der herrlichsten stehenden Rauschmuster zeigt, die man seit langem gesehen hat. Neben dem nicht ganz ausgeglichenen Kontrast, der irgendwie kaum richtige Schwarzwerte fabriziert, ist das eigentlich das größte Problem des Transfers. Der Rest lässt sich eher der Produktion anlasten, zum Beispiel die mitunter etwas lasche Farbgebung, erinnernd an TV-Krimiserien der 80er. Für einen Thriller ist es zwar durchaus akzeptabel, wenn die Farben etwas heruntergedreht werden, hierbei haben die Gesichter aber stets einen leicht unnatürlichen Anstrich. Die Kompression ist, wie man es von eigentlich von den meisten e-m-s-DVDs gewohnt ist, kaum offensichtlich, nur äußert selten sind weiße Kratzer auf dem Schirm zu sehen und ein Rauschen ist bis auf die zähe Bildbewegung nichts existent. Für einen Film des Jahres 2005 einfach nur schwach.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu, Eng), Dolby Digital 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Obwohl die Dolby Digital 5.1-Spur, die es nur im Deutschen gibt, eigentlich gar nix bringt, was man von einem Raumton erwartet, sieht man von sehr vorsichtigen Lauten aus den Rears ab, find ich sie doch etwas direkter und wohlklingender als den deutschen Analog-Surround. Für was man sich auch entscheidet, beide Varianten haben nichts Aufregendes, wofür man die Anlage einschalten müsste, denn der Center erbringt den Großteil der Leistung. Beim englischen Ton, für den es diesmal keine Untertitel gibt, sind die Aufnahmen nicht ganz so sauber gelungen, teilweise sogar dumpf, was man am besten an den weich kratzigen Stimmen hört, er ist daher Schlusslicht auf dieser DVD.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer
  • Trailer:
    • This Girl's Life
    • Evil
    • Capital Punishment
 Zwar besitzt e-m-s mittlerweile eine Routine, was gutes Menudesign und -übergänge angeht, die Extras sind mit einem Trailer zum Film und ein paar Weiteren aus dem Programm aber dennoch zu wenig. Mag sein, dass hier nicht mehr aufzutreiben wahr.
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Fazit
"Wenn man in dieser kaputten Welt auf eine echte Schönheit trifft, ertappt man sich dabei, sie beschützen zu wollen." (Max Garrett)

Etwas Gutes über diesen Film zu berichten, würde in meinem Falle bedeuten zu lügen. Denn von Erotik-Thriller zu sprechen, ist etwas zu gewagt bei einer Oben-Ohne-Szene, ein paar gut platzierten Push-Ups und einer Bettszene, die zwischen zwei Disney-Filmen kaum auffallen würde. "Long Dark Kiss" ist mit seinem einfallslosen, vor sich hinplätschernden Ablauf ohnehin nicht überragend, Schlaftablette Stephen Baldwin, der es glatt schafft, in beinahe jeder Szene darstellerisch wegzuschlummern, gibt dem lauen Unterfangen aber den Rest. Dabei machen ihm gleich zwei attraktive Damen schöne Augen, die schutzbedürftige Zeugin (warum eigentlich???) verdient ihre Brötchen mit aufreizender Bondage-Fotografie, von der wir im Abspann einige (deutlich professionellere) Beispiele zu sehen bekommen, und im Hause treibt sich neben dem schäbigen Vermieter noch eine reinrassige Schwuchtel herum, wie sie nur ein Drehbuch "made in America" ausdenken kann. Und trotzdem schleicht Baldwin mit diesem "Wir haben alle keine Lust, lasst uns das schnell und ohne Aufwand über die Bühne bringen"-Gesicht durch die Gänge?
Der Nervenkitzel ist auch unterdurchschnittlich; die roten Heringe werden leider so schnell wieder eingesammelt, wie sie ausgeworfen werden, die Nebenrollen haben kaum etwas Besonderes oder gar Sympathisches zu bieten und spannend ist nicht einmal der famos lahmende Schluss. Einzig die Einführung in Serien-Rückblick-Technik bietet ein wenig Action, wobei diese laut IMDb.com aus Teilen von Interner Link"The Corruptor" montiert wurde - und das ziemlich billig. Wenn man also sehen möchte, wie man einen Film unterhalb des TV-Niveaus in den Sand setzen kann und vielleicht wissen möchte, wie es möglich ist, trotz kurzer Nettospielzeit von gerade einmal 80 Minuten nicht eine Minute interessant zu werden, der schaue hier rein. Die deutsche DVD ist leidlich scharf und nicht gerade farbenfroh, der Ton zu sehr auf den Center fixiert und die Disc schlecht ausgestattet. Nichts, was man wirklich hervorheben muss.



Bilder der DVD




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