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NL 2003
Originaltitel:Van God Los
Alternativtitel:Stir Crazy
Länge:82:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Pieter Kuijpers
Buch:Pieter Kuijpers, Paul Jan Nelissen
Kamera:Bert Pot
Musik:Paleis van Boem
SFX:Harrie Wiessenhaan
Darsteller:Egbert Jan Weeber, Tygo Gernandt, Angela Schijf, Mads Wittermans, Brader Torun, Johnny Lion, Diego Teixeira, Selma Avkapan, Tamer Avkapan, Huub Stapel, Ergun Simsek, Helmert Woudenberg
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Maikel (Tygo Gernandt) liebt das Geld und die Macht. Der skrupellose Dealer hält sich mit kleinen Gaunereien über Wasser, doch als er den ruhigen Stan (Egbert Jan Weeber) kennen lernt, ändert sich alles. Bei einem Einbruch töten die beiden scheinbar mühelos einen Menschen und schrecken auch danach vor weiteren Auftragsmorden nicht zurück. In kürzester Zeit überziehen sie ihre Umgebung mit Mord und Totschlag.
Das sichert ihnen nicht nur den Respekt der örtlichen Unterweltbosse, sondern bringt ihnen plötzlich auch viel Geld ein. Nichts scheint ihren unaufhaltsamen Aufstieg stoppen zu können, bis sie an ein falsches Opfer geraten ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Aufkleber auf dem Kapiteleinleger spricht von "grobkörniger Verwaschenheit", die "vom Regisseur bewusst so gedreht" wurde. Besonders die Rückblicke auf Stans Kindheit sind sehr verrauscht. Hier ist die schlichte, etwas blasse Farbe, meist gehüllt in einen bräunlichen Sepiaton, auch ausnahmsweise etwas freudiger, vielleicht, um Stans sonnige Momente im Leben hervorzuheben, denn sonst sind die Bilder fast schwarzweiß. Dazu passt der etwas schwache Kontrast mit einem zu sanften Schwarzwert. Die Schärfe ist wegen der Grobkörnigkeit für eine frische DVD eher unterdurchschnittlich, selbst leichte Nachschärfungen helfen da nicht viel nach. Die Kompression scheint sich von der starken Partikelbewegung kaum beeinflussen zu lassen und die Vorlage ist nur leicht verschmutzt. Zwar ist das Gesamtergebnis letztlich nur durchschnittlich, die vielen Stilmittel machen es aber doch angenehm zu schauen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Fl), Dolby Digital 2.0 (Deu, Fl), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Flämisch
UntertitelDeutsch
 Wieder einmal unnütze Dolby Surround-Spuren, die in beiden Sprachen jeweils vom Dolby Digital 5.1-Ton ersetzt werden. Die sind in beiden Varianten eine gute Wahl, sind wohltönend und warm im Klang. Sie besitzen sogar ein paar gute Effekte, wobei der Hauptanteil bei der Musik liegt, die sich in guter Form und oftmals hochdynamisch auf die Rears legt, auch wenn sie dann manchmal ein wenig die deutschen Dialoge übertönen. Die DTS-Spur klingt insgesamt etwas kräftiger als der ohnehin schon gute Dolby Digital 5.1-Ton, an der Effektvielfalt ändert sich aber nichts. Es gibt auch deutsche Untertitel, die bis auf eine Stelle, wo der Name des Opfers mit dem des Auftraggebers verwechselt wird, ok sind.
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Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Originaltrailer (1:40 Min.)
  • Slideshow (2:06 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Bully (1:26 Min.)
    • The Locals (1:59 Min.)
    • Cabin Fever (1:23 Min.)
 Wenn "Oppa Unkes Tagebücher" keine Extras hätte, wäre es mir ja wurscht, bei einem so guten Film wie "Godforsaken" vermisst man aber wieder ein paar Zugaben, mit denen man sich noch ein wenig beschäftigten könnte. Hier haben wir nur einen Originaltrailer mit deutschen Zwangsuntertiteln und lausiger Tonspur sowie eine musikalisch unterlegte Slideshow mit Bildern, die man so auch direkt im Film sieht.
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Fazit
Da ich mich bei Gangsterepen wie "Goodfellas" oder Interner Link"Der Pate"-Trilogie immer gut aufgehoben gefühlt habe, fällt es mir nicht schwer, mich mit dem holländischen "Godforsaken" sofort wohl zu fühlen. Regisseur Pieter Kuijpers macht es einem aber auch leicht, denn obwohl er auf junge Darsteller setzt, sind ihm doch kassenfüllende Actionsequenzen im Disco-Stil oder Gewaltorgien am laufenden Band völlig egal, sondern er erzählt seine Geschichte, im klassischen Sinne der Aufstieg und Fall eines jungen Gangsters, aus der Sicht des Protagonisten. Ganz davon abgesehen, dass die Darsteller in ihren jungen Jahren ihre Rollen fest im Griff haben und natürlich wirken, ist es vor allem ein Verdienst der Filmmusik, dass die Stimmung schon in der Aufstiegsphase der Gang leicht bedrückt ist. Immer wieder sorgen familiäre Zwiste oder Unstimmigkeiten untereinander für Probleme, die mit zunehmender Spielzeit über den Kopf wachsen. Auch gibt es keine besonders reißerischen, aufgetakelten Mordszenen oder coole Einzelgänger, die irgendwelchen Drehbuchautoren eingefallen sind, um das Geschehen zu glorifizieren, sondern der Film ist konstant spannend, manchmal ein wenig überraschend, aber eigentlich immer niederschmetternd. Besonders deutlich wird es zum Ende, wenn die Beziehung zwischen Maikel und Anna zur gefährlichen Einbahnstraße wird, Stan mit allen Mitteln helfend aber hilflos zur Seite steht und Maikel schließlich die Kontrolle über sich selbst verliert. Glaubte man noch zu Beginn, es wird schon alles gut gehen und dass die innige Freundschaft zwischen Maikel und Stan nichts auf dieser Welt entzweien könnte, so sind es nun Aussichtslosigkeit und Angst, die das Leben des Gaunertrios beherrschen. Dabei ist es uns selbst überlassen, welche Position wir zu alldem beziehen, ob wir die unterschwellige Sozialkritik akzeptieren oder einfach nur die Charaktere bedauern.
Mit dem experimentellen, verspielten und verrückten Interner Link"Natural Born Killers" hat die Tragik von "Godforsaken" überhaupt nichts zu tun. Es macht nichts, auch der großspurige Vergleich auf dem Cover schmälert nicht die Qualität und kann nicht überdecken, dass "Godforsaken" etwas sehr Eigenes, vielleicht auch Einzigartiges ist, das ich Fans oben genannten Genres schwerstens ans Herz legen möchte.



Bilder der DVD




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