Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA, MEX, ESP 1987
Originaltitel:Walker
Länge:90:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Alex Cox
Buch:Rudy Wurlitzer
Kamera:David Bridges
Musik:Joe Strummer
SFX:Rocco Gioffre
Darsteller:Ed Harris, Richard Masur, René Assa, Rene Auberjonois, Keith Szarabajka, Sy Richardson, Xander Berkeley, John Diehl, John Diehl, Marlee Matlin, Alfonso Arau, Pedro Armendáriz Jr., Roberto López Espinoza, Gerrit Graham, Helene Farber, William O'Leary, Blanca Guerra, Miguel Sandoval
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2,4,5



Inhalt
Die Story zeigt den Aufstieg und Fall des Idealisten William Walker (Ed Harris) - Arzt, Anwalt und Journalist - der im Auftrag des skrupellosen Kapitalisten Cornelius Vanderbilt (Peter Boyle) eine brutale, blutige Invasion in Nicaragua anführt. Aus der Überzeugung heraus, dass Amerika das moralische Recht besitzt, 'unsere Nachbarn vor Unterdrückung zu schützen', lässt Walker sich kurzerhand zum Präsidenten des Landes erklären. Doch seine Glückssträhne ist nur von kurzer Dauer ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Wer hätte es gedacht, dass "Walker" Baujahr 1987 gut 15 Jahre später nochmal so fein aussieht. Das Bild entstammt natürlich einer anamorph abgetasteten und fast fehlerlosen Vorlage, die besonders in taghellen Szenen einen hervorragenden Eindruck macht. Satte Farben und eine Schärfe, die das Alter kaum verrät, dominieren hier. Schon die erste Szene prägt diesen Detailreichtum, der nur in einigen Szenen etwas abnimmt. Dabei ist das Bildrauschen dezent im Hintergrund und selbst die Kompression kommt mit dem hoch aufgelösten, leuchtenden Bild gut klar. Manchmal ist der Bildstand leicht unruhig, die geringen Fehler lassen aber eine Wertung von 5 Punkten zu.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Spanisch, Türkisch, Arabisch, Russisch, Norwegisch, Schwedisch, Italienisch, Griechisch, Hebräisch, Französisch, Portugiesisch, Holländisch
 Den Ton gibt es in fünf verschiedenen Sprachen und mit insgesamt 16 verschiedenen Untertiteln. Am wichtigsten ist, dass der deutsche Ton ohne Störungen auskommt und eine gute Akustik bietet. Lediglich einige Fragmente des Originaltones zischen. Im Englischen macht sich das noch eine Spur stärker bemerkbar, denn hier sind die Dialoge zusätzlich etwas dumpf und die Musik weniger sauber. Die Synchronisation im Deutschen ist aber hervorragend gelungen und sehr klar.
 +++---

Extras
Extras-
 Rein gar nichts ... oder doch: Das Menu ist animiert.
 ------

Fazit
Politische Satire ist ein heikles, schwieriges Gebiet und so verwundert es nicht, dass Alex Cox' Versuch, sich der US-außenpolitischen Verfehlungen anzunehmen ein seltsamer Mix aus Abenteuerfilm, Komödie und Drama geworden ist. Um es zu vereinfachen, greift er auf die biografische Verfilmung des intellektuellen Eroberers William Walker zurück, der bereits Mitte des 19. Jahrhunderts beispielhaft den giftigen Einfluss der Expansionspolitik US-Amerikas verdeutlichte. "Marlboro Man" Ed Harris leiht diesem sein kantiges, eisernes Gesicht, das von Durchsetzungsvermögen und Stärke zeugt. Während eines verlustreichen Feuergefechts, einem der vielen Momente, in denen die Brutalität des Krieges mit literweise Blut ausgeschmückt wird, durchschreitet er starrsinnig voran, ohne sich um sein eigenes Leben oder das seiner bunt zusammengewürfelten Truppe von Herumtreibern und Draufgängern zu kümmern. Doch seine Willensstärke schlägt immer mehr in Verblendung um, der einstige Demokratiegedanke weicht der Machthungrigkeit und gefährlicher Selbstsicherheit, so dass Walker den Blick für die Realität völlig verliert und alle beschwichtigenden Vorschläge seiner Berater in den Wind schlägt. Die Diktatur, die u.a. die Wiedereinführung der Sklaverei anstrebt, findet ihr bitterböses Ende in einer der groteskesten Szenen der Filmwelt: Walker befiehlt, seinen Regierungssitz dem Boden gleich zu machen und alle Einheimischen zu erschießen. Ein lodernder Flammenteppich durchzieht die Szenerie, Verwundete schleppen sich zwischen den Leichenbergen hindurch und Walker ist immer noch überzeugt vom Guten seiner Sache - eindrucksvoller geht es wohl kaum!
Dabei ist Erzählung zu Beginn wirr, stabilisiert sich dann ein wenig und überrascht uns immer wieder durch wesensfremde Details. Ein Wichtiges davon sind die dargestellten Anachronismen, denn neben Sonnenbrille, Maschinengewehr und U.S. Navy-Kampfhubschrauber mitsamt Besatzung überrascht vor allem der in einer Szene eine Kutsche überholende Edel-Benz. Cox möchte wohl immer wieder darauf hinweisen, dass sein Film zwar Geschichtsunterricht ist, der auf patriotischer Seite sicherlich auf tiefste Abneigung traf, der aber nie den Bezug zum Entstehungsjahr verlieren möchte.
Durchaus ein Film, der wegen aktueller Ereignisse der Weltpolitik nicht an Bedeutung oder Relevanz verloren hat. Die deutsche DVD ist leider "bare bones", ist dafür aber technisch fast makellos. "Walker" ist sicherlich sehr speziell und die Stilistik mag nicht jeden schmecken, die Art, wie er seine Inhalte vermittelt ist aber so ausgefallen, dass ich ihm Fans des absonderen Kinos gern empfehlen möchte.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.