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JP 2002
Originaltitel:Jisatsu saakuru
Alternativtitel:Suicide Club
Länge:99:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Shion Sono
Buch:Shion Sono
Kamera:Kazuto Sato
Musik:Tomoki Hasegawa
Darsteller:Ryo Ishibashi, Akaji Maro, Masatoshi Nagase, Masatoshi Nagase, Hideo Sako, Takashi Nomura, Tamao Satô, Mai Hosho, Yoko Kamon, Rolly, Kimiko Yo, Tomoe Adachi, Madoka Arai, Yasusuke Hamamoto
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Eine unheimliche Serie von Selbstmorden schockiert Japan. Ganze Gruppen von Jugendlichen stürzen sich voller Begeisterung in den Freitod. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Handelt es sich bei diesem Phänomen um einen unbekannten Kult oder gar um perfide ausgeführte Morde? Der Hinweis auf eine geheimnisvolle Website bringt die Beamten langsam auf die richtige Spur. Während immer mehr Schüler den Freitod wählen, lüftet sich ein grauenhaftes Geheimnis ...

Bild
Format1.78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Mit "Suicide Circle" hat I-On sicherlich reingegriffen, was das Master angeht. Bei den Farben stimmt schon mal fast überhaupt nix, das bemerkt man leider schon ab der ersten Szene, denn den überdeutlichen Grünstich kennt man sonst nur von uralten Actionfilmen aus dem asiatischen Raum. Das Bild ist zu dunkel und hat keinen brauchbaren Kontrast, der aber oft dringend nötig wäre. Damit sind nicht nur die total dunklen Szenen gemeint, in denen beispielsweise der Wachmann durch die Krankenhausgänge schleicht, sondern auch die taghellen Szenen. Die Schatten schlucken hier schnell Details, wie es für eine DVD eher ungewöhnlich ist. Aber auch die Auflösung des Bildes ist betrüblich. Anamorph ist das Bild diesmal nicht und unscharf gibt es sich bereits innerhalb der 4-zu-3-Abmessungen. Das Aufzoomen sollte man dringlichst unterlassen, zum ständigen Bildrieseln kommen nämlich noch stehendes Rauschen und Bewegungsunschärfen sowie Ghosting dazu. Die Kompression ist auch nicht sauber und es gibt wieder einiges an Kantenflimmern. Am schlimmsten ist aber nach wie vor das matschige Bild mit einigen flimmernden Objekten.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Jap)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton ist unproblematisch, was Klangqualität und Verständlichkeit angeht, da gibt es gegenüber dem japanischen O-Ton kaum Verluste, auch wenn ich die Synchronisation mal wieder für mittelmäßig erachte. Seltsam nur, dass der O-Ton im Surround-Modus weitaus raumfüllender ist als der deutsche Dolby Digital 5.1-Ton, der sich selten von der Front löst und sehr leise nur im Surround-Bereich agiert. Zwar kommt der Bass besser zur Geltung, das Original setzt aber zumindest die Musik auf die hinteren Lautsprecher um, was annehmlich klingt. Die japanische Untertitelspur bleibt nach Stichproben leer, enthält aber die deutsche Übersetzung der Popgruppe Dessert, die ein paar Mal im Film auftritt. Bei der kompletten deutschen Untertitelung, wie stark das Gesprochene vom Geschriebenen abweicht.
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Extras
Extras
  • Talkshow (13:10 Min.)
  • Interview mit Shion Sono (23:15 Min.)
  • Info (1 Seite)
  • Trailer (1:36 Min.)
  • Trailershow:
    • City Of Lost Souls (1:32 Min.)
    • Dead Or Alive: Final (1:29 Min.)
    • Dead/Undead (2:12 Min.)
    • Flower & Snake (1:48 Min.)
    • Faceless (2:22 Min.)
    • Ghost (1:36 Min.)
    • Gozu (1:23 Min.)
    • New Blood (2:00 Min.)
    • Save The Green Planet (2:14 Min.)
    • Sympathy For Mr. Vengeance (1:42 Min.)
    • The Scarlet Letter (2:19 Min.)
    • The Happiness Of The Katakuris (2:06 Min.)
    • The Long Lunch (3:44 Min.)
    • To Catch A Virgin Ghost (0:50 Min.)
    • Tough Luck (1:08 Min.)
    • Una de Zombies (1:58 Min.)
    • Unborn But Forgotten (1:42 Min.)
    • Zebraman (1:33 Min.)
 Für diese DVD wurde wieder ein extra Interview (eigentlich sind's zwei) angefertigt, was mit 23 Minuten umfangreich ist und uns den Regisseur und seine Arbeit wiedergibt. Per deutschem Overdub können wir zuhören, wie Shion Sono vor allem über den Export des Filmes und über die zwei Fortsetzungen plaudert. Das zweite Special ist eine Art Fragerunde in einer (Presse?)Vorstellung zum Film, bei der sich zuvor einige Darsteller vorstellen und nachher der Regisseur im Zwiegespräch mit einem Hauptdarsteller anzutreffen ist. Auch hier wurde deutsch übersetzt, nur ist es manchmal schwierig, die Aussagen einem der beiden Sprechenden zuzuordnen. Den Rest machen der Trailer zum diesem Film und 18 Weiteren, sowie eine Infoseite über die Webpräsenz von I-On aus.
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Fazit
Sowas kann nur von den verrückten Japanern kommen! Wenn sich der Regisseur schon als Perverser beschreibt, dann ist klar, dass sein Film nichts für zarte Gemüter ist. Die Verbindung zum zitierten Interner Link"Battle Royale" folgt gleich zu Beginn, wenn sich 54 Schülerinnen Händchen haltend vor einen Schnellzug werfen und dem Zuschauer das Blut um die Ohren spritzt. Ein Fest für Splatterfreunde, das leider nicht mehr so brachial, aber zumindest noch ein paar Mal wiederholt wird. Die Polizei ist ratlos in ihren Ermittlungen - zu Recht: Der Massensuizid ist nicht ergründbar, weil er scheinbar eine Spontanhandlung ist, für die es keinen greifbaren Grund gibt. Beeindruckend ist hierbei die zweite größere Splatterszene, bei der sich mehrere Schüler vom Dach ihres Schulgebäudes stürzen. Die scheinbaren normalen Teens sind von der den Geschehnissen so ergriffen, dass sie sich gegenseitig damit aufheizen, ein Spiel daraus machen, bis sie plötzlich mit erschreckender Gleichgültigkeit den Schritt über die Dachkante wagen. Wie für blutige Thriller aus Japan üblich entwickelt sich die Geschichte anhand der Ermittlungsarbeiten der Cops, die persönlich in die Vorgänge reingezogen werden, aber immer wieder auf Mithilfe Unbekannter, meist junger Personen angewiesen sind.
Bis "Suicide Circle" dann (pseudo-)intellektuelle Pfade einschlägt, die mich wenig zufrieden stellen, weil die Geschichte nun mehr wie ein Flickwerk erscheint. Sowenig wie der Zuschauer weiß, welche Richtung denn als Nächstes verfolgt wird, weiß es auch der Film selbst, der zuerst eine Gruppe Cyberpunks verantwortlich macht, dann im Internet weitersucht und letztlich keine richtige Antwort drauf gibt. So wird es weniger und weniger greifbar, was da geschieht, was schade ist, denn man glaubt mit dem philosophisch gehaltenen Schluss, hier fehlte einfach die Idee, wie man das alles noch rational erklären könnte. Trotzdem ein in vielen Szenen verstörender, auch provokanter Film, der nur ein etwas gradlinigeres, klareres Konzept hätte vertragen können, um mehr Zuschauer anzusprechen. Vielleicht klappt's ja mit Teil 2 und 3, die bereits in Vorbereitung sind und "back to back" gedreht werden sollen.
Ob man zur deutschen DVD im Pappschuber greifen soll? Sie ist als Kauf-DVD ungeschnitten (die Leih-DVD hat einen kleinen Authoring-Fehler, der ein Stück des Filmes verschluckt), hat zwei Interviews zu bieten, Bild und Ton bleiben aber hinter den Erwartungen zurück.



Bilder der DVD




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