Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
UK 2004
Originaltitel:Shaun of the Dead
Alternativtitel:Zombie kommt selten allein, Ein
aka. Tea-Time of the Dead
Länge:95:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Edgar Wright
Buch:Edgar Wright, Simon Pegg
Kamera:David M. Dunlap
Musik:Daniel Mudford, Pete Woodhead, Goblin
SFX:Scott McIntyre
Darsteller:Simon Pegg, Nick Frost, Kate Ashfield, Dylan Moran, Lucy Davis, Bill Nighy, Peter Serafinowicz, Penelope Wilton, Mark Donovan, Krishnan Guru-Murthy, Rafe Spall, Jessica Stevenson, Garry Tubbs, Julianne Watling
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Shauns Leben ist ein Witz. Er verschwendet seine Zeit mit Kumpel Ed in seiner Lieblingskneipe "Winchester", hat Dauerstress mit seiner Mutter und vernachlässigt Freundin Liz. Als die mit ihm Schluss macht, will Shaun sein Leben in den Griff kriegen: Er muss Liz’ Liebe zurückgewinnen, mit seiner Mutter ins Reine kommen und sich endlich wie ein Erwachsener benehmen! Dummerweise kommen gerade jetzt DIE UNTOTEN aus ihren Gräbern gekrochen, um die Lebenden zu verspeisen. Für den hochmotivierten Shaun nur eine kleine Hürde auf dem Weg ins Glück. Er hat nur ein Ziel: seine Mutter, nebst ungeliebtem Schwiegervater, Liz und - weil sie schon mal da sind - zwei ihrer Freunde an den einzig sicheren Ort bringen, der ihm einfällt. Das Winchester. Quer durch Zombie-Horden machen sich Shaun und Ed bewaffnet mit Kricketschläger und Spaten auf den Weg ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Unterschiede zur englischen DVD sind hierbei kaum feststellbar und somit überzeugt auch die deutsche Fassung durch eine überwiegend gute Bildqualität. Neben einer kräftigen und satten Farbgebung, sowie einem teilweise kühleren Look, vor allem im ersten Drittel des Filmes, überzeugt uns auch der Kontrast mit einer nahezu perfekten Leistung. Dunkle Szenen stellen hierbei kein Problem dar und werden detailliert wiedergegeben. Lediglich der überwiegend gute Schwarzwert tendiert stellenweise ins Gräuliche. Tageslichtaufnahmen wirken zudem etwas steil, was aber durchweg als Stilmittel zu erkennen ist. Die Schärfe überzeugt hierbei ebenfalls und offenbart uns ein recht detailfreudiges Bild, welches aber keine Höchstwerte erreicht und insgesamt etwas detaillierter hätte ausfallen dürfen. Gerade in den Totalen scheint das Bild gelegentlich etwas zu weich, ist aber niemals unscharf. Die Kantenschärfe ist hierbei überwiegend gut geworden, offenbart aber leichte Treppenmuster und lässt auf eine Nachschärfung schließen. Defekte und Verschmutzungen sucht man vergebens und das leichte Bildrauschen ist lediglich in den dunklen Szenen zu erkennen. Die Kompressionen arbeiten trotz einer durchschnittlichen Datenrate von knapp 6 MBit/sec recht sauber und Blockrauschen oder Kompressionsartefakte stören zu keinem Zeitpunkt.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Türkisch (optional)
 Der DVD-Anbieter verrät es uns zwar nicht, aber beide Tonspuren unterstützen den EX-Kanal und dieser wird auch oft genutzt. Neben einer hervorragenden Sprachverständlichkeit steht die Räumlichkeit an erster Stelle und beide Tonspuren erscheinen sehr dynamisch und sorgen für einen wohligen Raumklang. Die Rearspeaker werden dabei besonders für die passenden Effekte eingesetzt, so dass man das Gefühl bekommt, mitten im Geschehen zu sein. Hier und da knarrt es, dann wieder ein beängstigendes Stöhnen oder einfach nur typische Umgebungsgeräusche. Die Effektlautsprecher sind hierbei stets im Einsatz und auch die Musikabmischung ist gelungen. Abschließend überzeugt hierbei noch der Subwoofer, der für einige wuchtige Basseinlagen sorgt. Leider lassen sich die beiden Tonspuren nicht während des Filmes wechseln, dafür gibt es aber optionale Untertitel in deutsch, englisch und türkisch, welche aber auch nur über das Hauptmenü anwählbar sind.
 +++++-

Extras
Extras
  • Audiokommentar von Simon Pegg und Regisseur Edgar Wright
  • Rohes Fleisch:
    • Edgars und Simons Flipchart (13:27 Min.)
    • Spezialeffekte-Vergleich (2:18 Min.)
    • Make-Up-Proben (2:13 Min.)
    • EPK Featurette (7:03 Min.)
  • Zombie-Galerie:
    • Foto-Galerie (45 Bilder)
    • 2000AD-Comic
    • Poster (10 Bilder)
  • Totenspuren:
    • Fright Fest 2003 Teaser (1:28 Min.)
    • Teaser (1:38 Min.)
    • Trailer (1:49 Min.)
    • 2 TV-Spots (0:42 Min.)
  • Fehlende Stücke:
    • Funky Pete (1:57 Min.)
    • Der Mann, der Shaun sein wollte (0:27 Min.)
    • Handlungslücken:
      • Was Geschah mit Shaun, als er davonrannte? (0:43 Min.)
      • Was Geschah mit Dianne als sie das Winchester verließ? (1:13 Min.)
      • Wie gelangte Ed vom Keller in den Schuppen? (1:17 Min.)
    • Extrastücke / Geschnittene Szenen optional mit Kommentar
    • Outtakes
 Zu allererst sollte das wirklich tolle und sehr einfallsreiche Menü gewürdigt werden. Nicht eine einfache Abfolge von Szenenbilder oder billige Standbilder, sondern eine schöne im Comicstil aufbereitete Menüführung mit einigen netten Einfällen. Zwar nicht komplett animiert, aber immerhin besser als die bekannte Standardware. Vor allem die Idee mit dem Zombie, der vor die Flinte gerät, ist wirklich göttlich und erinnert an die guten alten 3D-Shooter. Die Extras selber lesen sich auf den ersten Blick recht umfangreich, bleiben beim genaueren Betrachten aber recht überschaubar. Angefangen mit dem sehr informativen und erfrischenden Audiokommentar von Simon Pegg und dem Regisseur, welcher Deutsch untertitelt wurde, finden wir unter dem Menüpunkt Rohes Fleisch vier kurze Features. Unter Edgars und Simons Flipchart verbirgt sich ein knapp 13minütiges Filmvorstellung anhand einer "Storyboard"-Präsentation, die mehr Text beinhaltet als Bilder. Vorgestellt von Edgar Wright und Simon Pegg, die Seite für Seite durchgehen, ist das Ganze zwar nicht langweilig, aber dafür auch nicht sehr interessant. Interessanter dürfte da schon der Special Effects-Vergleich sein, in dem man leider nur 2 Minuten mehr über die Special Effects-Arbeit erfährt und anhand von zwei Beispielen gezeigt bekommt, wie man mit Hilfe von Computereffekten einige schwierige Einstellung sauber umgesetzt hat. Weiter geht es mit einem wiederum 2 Minuten langen Einblick in die Kostümproben, sowie ein 7 Minuten langes EPK-Featurette in dem wir neben Interviews und Filmausschnitten auch ein paar Einblicke hinter die Kulissen bekommen.
Unter dem nächsten Hauptpunkt, der Zombie-Galerie, finden wir eine Fotogalerie, sowie Bilder der Kinoposter und den 2000AD-Comic zum Film. Unter Totenspuren findet man zwei Teaser, einen Trailer und zwei TV-Spots. Der leider letzte Punkt im Bonusmaterial heißt Fehlende Stücke und beinhaltet unter dem Titel "Funky Pete" eine verlängerte Version der Szene, in der Shaun und Ed in ihrer Wohnung Musik hören. Unter "Der Mann der Shaun sein wollte" befindet sich eine kurze verpatzte Szene und unter "Outtakes" knapp 10 Minuten an Versprechern, Patzern und Lacher. Ebenfalls sehr witzig sind die "Handlungslücken". Anhand von drei Geschichten im Comicstil erfahren wir wie Shaun vor den Zombies am Pub davonrannte, was mit Dianne geschah als sie das Winchester verließ und wie Ed vom Keller in den Schuppen landete. Unter Extrastücke findet sich knapp 13 Minuten an geschnittenen und zusätzlichen Szenen, welche optional mit Kommentar geschaut werden können. Alle Extras wurden Deutsch untertitelt. Leider fehlen im Gegensatz zur englischen DVD noch einige weitere Extras, sowie 3 Audiokommentare. Weshalb man hier die UK-DVD nicht einfach 1:1 übernommen hat, ist fraglich und zudem sehr schade.
 +++---

Fazit
Über Zombies ist eigentlich schon genug gefilmt worden, über Zombiekomödien ist das letzte Wort auch schon gesprochen worden, nun mischt sich auch noch ein Hauch Romantik in die Untoten-Soße und das Gebräu mundet am Ende wirklich.
Allerdings kann man das nicht mit normalen Maßstäben genießen, denn was Simon Pegg und Nick Frost, die Macher der in England sehr populären Sitcom "Spaced" sich hier zusammengeschrieben haben, spottet jeder gängigen Beschreibung. Am ehesten wird man noch an das Fernsehformat erinnert, wenn im besten britischen Understatement-Humor das Alltagsleben von Shaun (Pegg) gezeigt wird, der nie ganz erwachsen geworden ist, seine Abende fast nur im Pub verbringt und keine Ziele im Leben zu haben scheint. Deswegen hängt ständig sein monströser Kumpel Ed bei ihm rum (eine schlimmere Ausgabe seiner selbst), verlässt ihn seine Liz und kommt er auch nicht mit seinem sonstigen Umfeld klar. In so einer beschränkten Weltsicht ist der Tag dann nur angefüllt durch kleine Erleichterungen wie einige Pints Ale, die Playstation und die immer gleichen Abfolgen des Alltagslebens. Da macht es sich besonders gut, wenn eine Zombieseuche plötzlich über Großbritannien hereinbricht - man merkt es kaum. In ironischer Kontrastierung tauchen die Untoten nach und nach in der Alltagsszenerie auf, in der Shaun vergeblich versucht, seine Beziehung zu retten. Zwischen den "Alltagszombies" in Bus und Bahn oder im Laden fallen sie kaum auf, bis es zu spät ist. Nicht, dass unser Held etwas davon bemerken würde, der Ablauf seines Tages ist auch nach der Apokalypse in jeder Kameraeinstellung der gleiche, es fallen nur feine Unterschiede auf ...
Zum Glück verkommt das nicht zu einer klischeehaften Befreiung des eingezwängten Mittelständlers, der plötzlich in Extremsituationen die besten Einfälle hat. Der Witz besteht darin, dass Shaun und seine Freunde/Bekannten/Verwandten immer die gleichen bleiben, nicht zuletzt auch im intellektuellen Radius. Ergo wird ein Gewohnheitssimpel wie Shaun auch immer versuchen, im Pub Zuflucht zu suchen, anstatt aus der Stadt zu fliehen, weil dieser Platz Sicherheit verheißt. Dass die Idee nicht besonders schlau ist, ist zwar zwischendurch mal auffällilg, aber da alle anderen Begleiter aus Dummheit oder Hysterie sich noch weniger Gedanken machen, geht der Plan auf ... oder eben nicht ...
Die Qualität in dieser Brit-Komödie liegt wie immer, wenn etwas von der Insel kommt, was mit Humor zu tun hat, deutlich in den schrägen Charakteren, aus denen sich dann auch die Witze ableiten, ihr Denken und Handeln lässt uns lachen. Permanentes Grinsen ist die Folge (man sollte britischen Humor schon mögen), bis das letzte Viertel des Films anbricht. Da nämlich wird der Pub in eine Kopie der Belagerungsstellung von Interner Link"Night of the Living Dead" hineingezogen. Leider fiel den Autoren gerade in diesem Moment nichts Besseres ein, als Shaun seiner Probleme nur so ledig werden zu lassen, indem alle seine Begleiter langsam aber sicher verfrühstückt werden. Bei den Eltern geht das noch klar, aber das letzte Gefecht der verbliebenen fünf Freunde hat diese Typen so sympathisch gemacht, dass das Opfern der Figuren wie Verschwendung wirkt. Besonders die Freunde Dianne und David werden ungerechtfertigterweise geopfert, ärgerlich, da das Skript bis dahin Dianne patenter als die verehrte Liz aussehen ließ. Die Schlussgags sind wieder von alter Güte, aber dennoch muss der Overkill am Ende als deutliche Schwäche mit erfrischenden Gore-Einlagen gewertet werden. Wer sonst aber den Rest "englisch" genießt, wird seinen blutigen Spaß haben.

Bis auf das Fehlen einiger Extras der UK-DVD offenbaren sich hier keine sichtbaren Unterschiede. Das Bild überzeugt durch einen schönen Kontrast und einer angenehmen Schärfe, welche in den Details noch ein wenig besser hätte ausfallen können und der in EX vorliegende Dolby Digital 5.1 Track macht für einen Horrorfilm einen mehr als guten Eindruck. Zudem wurde der Kommentar deutsch untertitelt, was etwas über die anderen fehlenden Kommentare hinwegtröstet. Und für alle, die es noch nicht wissen: Trotz einer Freigabe ab 16 Jahre ist "Shaun of the Dead" völlig ungeschnitten.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Shaun Of The Dead
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.