USA 1985
Originaltitel:Stuff, The
Alternativtitel:Coissa, A
aka. Stuff
Länge:82:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Nicht geprüft
Regie:Larry Cohen
Buch:Larry Cohen
Kamera:Paul Glickman
Musik:Dwight Dixon, Anthony Guefen, Richard Seaman
SFX:Bret Culpepper, Rick Stratton, Ed French, Michael Maddy u.a.
Darsteller:Michael Moriarty, Andrea Marcovicci, Garrett Morris, Paul Sorvino, Scott Bloom, Danny Aiello, Patrick O’Neal, James Dixon, Alexander Scourby, Russell Nype, Gene O’Neill, Catherine Schultz, James Dukas, Peter Hock, Colette Blonigan, Frank Telfer, Brian Bloom, Harry Bellaver, Beth Tegarden
Vertrieb:Resurrection Pictures/Digital Motion
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der ehemalige FBI-Agent David Rutherford wird angeheuert, um die Herkunft der neuen Eiscremesorte "The Stuff" heraus zu finden. Seine Untersuchungen führen ihn in die abgelegene Stadt Stader, nahe Virginia, wo The Stuff getestet wurde. Zur gleichen Zeit findet der achtjährige Jason heraus, dass The Stuff im Kühlschrank ein Eigenleben bekommt und anfängt sich zu bewegen. Die grausame Wahrheit kommt ans Licht. The Stuff ist ein lebender Parasit, der sich im Inneren des menschlichen Körpers einnistet. Wenn man zuviel davon isst, wird man zum lebenden Toten. David und Jason versuchen zusammen mit der Assistentin Nicole die Verbreitung dieses Parasiten zu verhindern. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn The Stuff breitet sich über die gesamte Bevölkerung aus ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität präsentiert sich in einem sehr gelungenen, anamorphen Transfer, der durch eine natürliche Farbgebung und einem ausgewogenem Kontrast besticht. Der Schwarzwert ist ebenfalls kräftig, aber natürlich ausgefallen und weiß auch in dunklen Szenen zu überzeugen, verschluckt er doch keine wichtigen Bilddetails. Die Schärfe befindet sich konstant auf gutem Niveau, bleibt ausgewogen und unterscheidet sich sowohl in Totalen als auch Nahaufnahmen nicht sonderlich von einander. Anbetracht des Alters des Filmmaterials (16mm) kann man damit durchaus zufrieden sein, wenngleich High-End-Fanatiker das Bild sicherlich befriedigend einstufen werden. Weil man auf starke Nachschärfungen verzichtete, bleibt das Bild weitgehend etwas weich, ist dafür frei von unschönen Doppelkonturen. Die Kompressionen arbeiten völlig unauffällig im Hintergrund und verursachen keinerlei Blockrauschen. Lediglich eine leichte, natürliche Körnigkeit macht sich in dunklen Bildteilen ab und zu bemerkbar. Zudem ist es sehr erfreulich, dass es sich um einen ungemein sauberen Transfer ohne jegliche Defekte oder Verschmutzungen handelt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die DVD bietet sowohl die deutsche Sprachfassung als auch den englischen Originalton, allerdings muss man auf Untertitel verzichten. Die deutsche Tonspur besticht vor allem durch ihre sehr gute Dialogverständlichkeit. Effektgeräusche und Musik sind ebenfalls einwandfrei wahrzunehmen. Hinzu kommt das erfreuliche Erlebnis, den Stereo-Ton völlig rauschfrei hören zu können und sich keine Sorge um Störungen wie Knistern oder Knacksen zu machen. Allerdings kommt es an drei Stellen zu kurzen Tonschwankungen, die sich zum Teil durch leichte Verzerrungen (gegen Ende im Tonstudio) bzw. eine Lautstärkeverringerung (im Fotostudio) bemerkbar machen. Diese Schwankungen dauern aber lediglich wenige Sekunden. Die englische Spur fällt etwas leiser aus, hat aber selbstredend einen natürlicheren Klang was Hintergrundgeräusche betrifft. Da ich hier nur durchgezappt und den Film nicht komplett im Originalton angeschaut habe, will ich mich jetzt für Fehlerfreiheit nicht aus dem Fenster lehnen. Jedoch, das, was ich vernehmen konnte, klang sehr sauber und rauscharm.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:30 Min.)
  • Einleger mit Kapitelindex
 Leider, leider beinhaltet die DVD nur den amerikanischen Kinotrailer. Anscheinend konnten sich RP nicht die Rechte am Audiokommentar von Larry Cohen sichern, der auf der US-DVD zu hören ist. Dafür wird die DVD mit einem schicken weißen Schuber umschmückt, der in schwungvollen Lettern lediglich den Filmtitel präsentiert. Was mich stilistisch immer ein wenig an "Grease" erinnert, ist völlig untypisch für einen Genrefilm. Tolle Idee!


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Fazit
Larry Cohen, der Schöpfer von Interner Link"Q: The Winged Serpent" ("American Monster", 1982) und der "It’s Alive"-Trilogie (Interner Link"Die Wiege des Bösen" [1974], Interner Link"Die Wiege des Satans" [1978], "Die Wiege des Schreckens" [1987]), ist mit seinem 1985 abgedrehten "The Stuff" ein unterhaltsamer B-Film gelungen, der sich liebevoll an Motiven diverser SF-Horror-Trash-Movies der 50er und 60er Jahre orientiert. Die Geschichte um einen Parasiten in Form von köstlicher Eiscreme, der seine Konsumenten in Süchtige verwandelt, von denen nach vollendeter Bewirtung nur noch staubige Hüllen zurückleiben, kann man als eine Mixtur aus "The Blob" (Interner Link"Blob - Schrecken ohne Namen", 1958) und "Quatermass 2" (Interner Link"Feinde aus dem Nichts", 1957) betrachten. Zugleich vermittelt Cohen eine recht anarchische Kritik am amerikanischen Konsumzwang, der Werbegläubigkeit und dem Übergreifen des Fast Foods. THE STUFF ist der Stoff der Massenmanipulation, die aus zunächst normalen Mitbürgern und Familienmenschen willenlose Kreaturen macht. Ein Vergleich zur Zombiethematik wäre etwas weit hergeholt, wenngleich es im weitesten Sinne schon Ähnlichkeiten gibt. Die Charaktere sind reine Karikaturen ohne jeglichen Identifikationsantrieb. Michael Moriarty ist ein Antiheld, wenn auch sympathischer Natur, der ständig ein loses Mundwerk besitzt und sich draufgängerisch ins Abenteuer stürzt; Scott Bloom der durchblickende Teenager, dem der Verlust seiner Familie nur wenig auszumachen scheint, und Paul Sorvino ist ein Paradebeispiel für den extrem konservativen Militarismus. Obwohl der Witz in den zahllosen Sprüchen, die dem Zuschauer um die Ohren gehauen werden, nicht immer treffsicher ist und gegen Ende doch mehr am Ziel vorbeischießt, ist der Spaßfaktor nur wenig getrübt. Die interessante Story fällt nach der ersten Hälfte aber auch etwas ab und das Ende will nicht mehr ganz gefallen, zumal sich mir der Gedanke aufdrängt, dass die Militäraktion ziemlich ruppig ein- und ausgeführt worden ist. Teilweise kommt es sogar zu etwas wirren Szenenfolgen und Schnitten. Atmosphärisch ist der Streifen wiederum aber ganz brauchbar, nur leider ist "The Stuff" im Effektbereich nicht so gewichtig ausgefallen, wie man meinen könnte. Einige trashig aussehende Masken und ziemlich unblutige Effekte gibt es zwar zu sehen, diese sind aber nicht der Hauptbestandteil dieses Films und daher ist für mich auch nicht nachvollziehbar, wieso der Film seinerzeit auf Video geschnitten war.
Insgesamt ist "The Stuff" allerdings ein vergnüglicher Streifen, der auf diesem Bild- und Tonträger des blutjungen Newcomer-Labels eine würdige Veröffentlichung erhält. Bleibt zu hoffen, dass die künftigen DVDs ebenso gelungen sein werden.






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