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JP 2003
Originaltitel:Kibakichi
Länge:95:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tomoo Haraguchi
Buch:Mugi Kamio
Kamera:Shôji Ebara
Musik:Kenji Kawai
Darsteller:Ryuji Harada, Miki Tanaka, Mubu Nakayama
Vertrieb:AFN/Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Kibakichi ist ein einsamer Schwertkämpfer aus Yokai, dem Land, in dem einst Monster und Menschen friedlich miteinander lebten. Auf seiner Suche nach dem Guten unter den Lebewesen findet sich Kibakichi in einem verlassenen Dorf wieder, in dem gerade der uralte Widerstreit zwischen Gut und Böse neu entfacht. Hier verwandeln sich Geishas zu monströsen Spinnen, Samurais zu Werwölfen und geisterhafte Monster verwandeln sich in Menschen. Kibakichi, der bei Vollmond ebenfalls zum Werwolf mutiert, kommt nun nicht umhin, sich in den Krieg der Monster einzumischen. Wenn Monster und Menschen miteinander verschmelzen, wird sich der Himmel teilen und ewige Dunkelheit die Erde überschatten ...

Bild
Format1.66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Größtes Manko bei diesem Transfer dürfte der Kontrast sein, welcher zu stark gewählt wurde, in den vielen dunklen Szenen die nötigen Details vermissen lässt und den Zuschauer stellenweise im Dunklen tappen lässt. Die Farbgebung präsentiert sich sehr erdig und Brauntöne dominieren das Geschehen. Natürliche Farben lassen sich hier nicht finden, was aber vom Regisseur so gewollt sein dürfte. Weiterhin ist die Schärfe gerade mal als befriedigend anzusehen. Überwiegend weich und teilweise unscharf in den Totalen, können Nahaufnahmen zwar etwas mehr Details offenbaren. Jedoch arbeiten die Kompressionen sehr unsauber, so dass selbst in den Nahaufnahmen die Details oftmals verschwimmen und nebenher deutliche Blockbildung in Erscheinung tritt. Zudem zieht das Bild in Bewegung nach. Defekte und Kratzer sind ebenfalls auszumachen, halten sich aber in Grenzen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Surround
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch (optional)
 Die 5.1-Abmischung gibt sich recht frontlastig, bietet uns dafür aber eine gute, obgleich stellenweise etwas zu spitze Sprachverständlichkeit. In den Kampfszenen kommen die Effektlautsprecher hin und wieder recht ordentlich zum Einsatz, ansonsten werden die Rears aber überwiegend für die Umgebungsgeräusche und den Score eingesetzt. Letzterer kann dann auch für einen B-Movie wie "Kibakichi" wirklich überzeugen und sorgt für eine angemessene Atmosphäre und wurde recht sauber und kräftig auf alle Kanäle gelegt. Als Beispiel sollte die 7. Minute genannt werden, in der der stimmige Soundtrack kraftvoll aus den Lautsprechern hallt. Unterm Strich eine recht gute Soundabmischung, wenn man bedenkt, dass der japanische Originalton viel zu Center fixiert ist, leicht verrauscht wirkt und selbst für einen Surroundtrack deutlich zu dumpf erscheint. Der deutsche Track bietet zudem noch einen ordentlichen Basseinsatz, hätte insgesamt aber vielleicht eine Spur dynamischer ausfallen können. Aber wie gesagt: Für eine Independent-Produktion eine ordentliche Abmischung mit einer guten Synchronisation.
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Extras
Extras
  • Interview (10:30 Min.)
  • Trailer (2:01 Min.)
  • Trailer 2 (0:19 Min.)
  • Trailer 3 (1:33 Min.)
  • Trailer 4 (1:33 Min.)
 Die Extras beschränken sich auf 4 Trailer, sowie ein knapp 10minütiges Interview mit Regisseur Tomoo Haraguchi, in dem wir auch Einblicke in die Special Effects-Arbeit bekommen. Kurzweilig, aber sehr informativ und zudem noch deutsch untertitelt. Dennoch hätten wir uns etwas mehr an Extras erhofft.
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Fazit
"Kibakichi" ist ein reiner B-Movie und als solcher funktioniert er ganz gut, hat aber einen starken Hang zum Trashfilm. Die Geschichte um den einsamen Schwertkämpfer bietet viele gelungen Ansätze, zeigt sich aber überwiegend zäh umgesetzt. Mit einer Laufzeit von knapp 95 Minuten wirkt Tomoo Haraguchis Mischung aus Samurai-Fantasy und Horrorfilm immer noch zu lang und scheint in vielen Momenten recht langweilig. Dafür werden wir hin und wieder mit einigen netten, noch dazu blutigen Schwertkämpfen belohnt, dessen düsterer Grundtenor vor allem zu Beginn das Publikum vor dem Bildschirm bannt. Man will mehr über den den geheimnisvollen Kibakichi erfahren und hofft auf einen düsteren Fantasy-Film aus dem Land der untergehenden Sonne, bis zu dem Zeitpunkt als die ersten Monster auftauchen. Von nun an fühlt man sich in die Welt eines Jim Hanson zurückversetzt oder um es anders auszudrücken: "The Lone Wolf" meets Interner Link"Basket Case" vs. Interner Link"Muppet Show". Bei den Monstereffekten kommt man einfach nicht umhin, an die "großen" Vorbilder des Trash- bzw. Monsterfilms zu denken. Unfreiwillig komisch, aber irgendwie auch charmant dürfte es am besten treffen. Aus einem augenscheinlich ernsten Film wird eine giftige Mischung aus allem, was das Genre zu bieten hat, verzichtet dabei auf eine rasante Inszenierung, bremst das nötige Tempo andauernd aus und schafft eine schmale Brücke zwischen gelungenen B-Movie und nicht ernst zu nehmendem Trashfilm. Belanglos oder genial, langweilig oder interessant? Dies muss jeder für sich selbst herausfinden. Unterhaltsam ist "Kibakichi" allemal, dürfte aber selbst für Asia-Fans recht schwer zugänglich sein.

Die deutlichen Schwächen im Bild macht der recht gelungene deutsche Dolby Digital Track wieder wett. Vor allem der tolle Score von Kenji Kawai (Interner Link"Ring 1 & 2", "Avalon" und Interner Link"Bloody Mallory") entwickelt sich schnell zu einem wahren Ohrwurm. Die Extras sind dürftig, aber zumindest das 10minütige Interview mit Einblicke in die Special Effects-Arbeit ist interessant ausgefallen. Da die Japan-DVD technisch gesehen nicht besser sein soll, der O-Ton mit optional deutschen Untertiteln hier vorhanden ist, braucht man sich nicht nach einer anderen Veröffentlichung umschauen, sondern sich, wenn, direkt für die DVD aus dem Hause Asia Film Network entscheiden. Zudem wurden die Untertitel einmal optional für 4:3-Fernseher und 16:9-Geräte erstellt. Soetwas gibt es leider viel zu selten.



Bilder der DVD




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