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USA 2002
Originaltitel:Cabin Fever
Länge:88:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Eli Roth
Buch:Eli Roth, Randy Pearlstein
Kamera:Scott Kevan
Musik:Angelo Badalamenti, Nathan Barr
SFX:Robert Kurtzman, Gregory Nicotero
Darsteller:Jordan Ladd, Rider Strong, James DeBello, Cerina Vincent, Joey Kern, Arie Verveen, Joe Adams, Eli Roth
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Party, Pot und Poppen: Paul, Karen, Marcy, Jeff und Bert haben den College-Abschluss in der Tasche. Zur Belohnung starten sie zu einer einwöchigen Mega-Fete in einer einsamen Holzhütte. Doch was keiner der Teenager ahnt: Im Gehölz lauert der Tod. Ein fleischfressender Virus hat sich in der Abgeschiedenheit eingenistet. Als ein infizierter Jäger Blut spuckend Hilfe bei dem Partyvölkchen sucht, geraten die Kids in Panik. Mit Knüppeln und Fackeln jagen sie den Kranken in die Flucht. Jetzt haben sie es nicht nur mit einem tödlichen Virus. sondern auch mit einer Horde rachsüchtiger Hinterwäldler zu tun.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Widescreen-Transfer macht wirklich einen überraschend guten Eindruck. Neben einer sauberen und kräftigen Farbgebung, welche hin und wieder durch dezente Stilmittel etwas verfremdet wird, ist auch der Kontrast wirklich hervorragend anzusehen und zeigt so gut wie keine Schwächen. Lediglich in Nachtaufnahmen wirkt dieser etwas zu hart und verschluckt in einigen wenigen Szenen einige Details. Ebenfalls die Schärfe befindet sich auf einem hohen Niveau, zeigt aber deutliche Spuren von Nachschärfung, was man vor allem an den harten Konturen bemerkt, welche leider nicht immer zu hundert Prozent zu überzeugen wissen und hin und wieder leichte Treppenmuster zeigen. Überwiegend erscheint dadurch das Bild aber angenehm plastisch und schön knackig scharf und das, obwohl die Detailschärfe leider nicht immer die besten Werte hervorbringt. Hier merkt man wiederum, dass mit Rauschfiltern gearbeitet wurde, denn selbst in den unzähligen Nachtaufnahmen oder auf hellen Flächen ist so gut wie kein Rauschen zu erkennen und nur ganz selten wirkt das Bild etwas grobkörnig. Dies hat dann aber zufolge, dass feine Details etwas verschluckt werden und das Bild in den Halbtotalen, sowie in den Totalen etwas zu weich wirkt. Dies stört aber in Kombination mit der nahezu perfekten Grundschärfe kaum. Defekte und Verschmutzungen, sowie störende Kompressionsartefakte fallen hierbei nicht auf und somit vergeben wird gute fünf Punkte und es ist lediglich der etwas schwachen Detailschärfe zuzuschreiben, dass wir keine Höchstnote vergeben.
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Ton
FormateDTS 5.1, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton liegt wie immer in Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 vor, ohne dass zwischen den beiden Tonvarianten große Unterschiede festzustellen sind. Dabei wird uns dann eine recht räumlich wirkende, aber zu Beginn nicht sonderlich vielseitige Abmischung geboten. Zwar denkt man in den ersten Minuten noch, man bekommt ein dynamisches und sehr räumliches Klangbild geboten, doch beiden Tonspuren halten sich eher bedeckt und erscheinen dabei eine ganze Spur zu frontlastig. Die Effektlautsprecher kommen lediglich für den Score und einzeln verstreute Umgebungsgeräusche zum Einsatz und auch die Stimmen erscheinen in der deutschen Version etwas zu steril, sind dafür aber gut verständlich. Es dauert dann eine ganze Weile bis der Mix an Drive gewinnt und sich in sauber abgemischten 5.1 Track verwandelt, welcher weder mit gut ortbaren Effekte, noch mit perfekt platzierten Schockmomenten geizt. Auch der Subwoofer bekommt etwas mehr zu tun und unterstützt das Szenario durch einen tiefen und kraftvollen Bass. Hier sei vor allem die Szenen mit Regisseur Elli Roth als Landstreicher empfohlen, der in der 22. Minute für einen tollen Schockmoment sorgt, bei dem das Publikum mit Sicherheit seine Getränke über die Couch verteilt. Im weiteren Verlauf des Filmes scheint die Abmischung immer besser zu werden, was aber auch so gewollt sein könnte, denn was uns in der letzten halben Stunde an Dynamik und Druck geboten wird, ist kaum zu überbieten. Die Atmosphäre wird voll ausgeschöpft und die Rears bekommen ordentlich etwas zu tun. Teils brachial, dann wieder direktional in allen Belangen überzeugend, gibt der deutsche Track eine wirklich gute Figur ab, auch wenn die Abmischung zu Beginn irgendwie zu brav wirkt. Der englische Track unterscheidet sich kaum von der deutschen Tonspur, wobei das ganze Klangspektrum hierbei nicht so harmonisch wirkt und der 5.1 Track eine Spur zu hell wirkt, was vor allem in den Dialogen etwas unangenehm auffällt. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
DVD 1: Hauptfilm
  • Einleitung von Eli Roth (1:43 Min., englisch mit deutschen Untertiteln)
  • Audiokommentar mit Eli Roth (englisch)
  • Audiokommentar mit Eli Roth und Rider Strong (englisch)
  • Audiokommentar mit Eli Roth, Lauren Moews, Evan Astrowsky, Scott Kevan und Sam Froelich (englisch)
  • Audiokommentar mit Eli Roth, James de Bello und Joey Kern (englisch)
  • Audiokommentar mit Eli Roth, Cerina Vincent und Jordan Ladd (englisch)
  • Trailershow:
    • Haus der 1000 Leichen (1:37 Min.)
    • The Locals (1:58 Min.)
    • Bully (1:25 Min.)
    • The Devil´s Reject (1:13 Min.)
DVD 2:
  • Familienfreundliche Version (1:11 Min., englisch mit deutschen Untertiteln)
  • Pancakes - Matthew Helms & Music Video (4:37 Min.)
  • 3 Episoden "Rotten Fruits" (12:22 Min.)
  • 2 Trailer (2:42 Min.)
  • Making of (2:57 Min.)
  • Chatting with Eli Roth (13:05 Min.)
  • Naked News (4:54 Min.)
  • Fotogalerie (98 Bilder)
 Eli Roth ist ein Mann der Worte, zumindest hört er sich gerne reden, denn wenn man die 5 Audiokommentare durch hat, gibt es wohl nichts mehr, was man nicht über ihn und seinen Film "Cabin Fever" weiß. Neben einem Kommentar mit ihm allein, holt er sich zudem noch viermal Verstärkung ins Boot. Zum einen Rider Strong, einen der Hauptdarsteller des Films, sowie die Produzentin und den Kameramann. Weiter geht es mit Eli Roth und den "Mädels". Damit sind Jordan Ladd und Cerina Vincent gemeint, die mit ihm über die gesamte Laufzeit des Filmes am Plaudern und Kichern sind. Der letzte Kommentar besteht aus den "Jungs" und lässt neben dem Regisseur noch die Darsteller James De Bello und Joey Kern zu Worte kommen. Alle der Kommentare haben einen sehr hohen Informationsgehalt und Unterhaltungswert. Manchmal witzig, bis hin zu ironisch, dann wieder einfach nur banal und die üblichen Lobeshymnen fabrizierend, sollte man nach diesen 5 Kommentaren wirklich nahezu alles aus dem "Cabin Fever"-Universum wissen. Schade, dass man diese Kommentare nicht deutsch untertiteln ließ. Damit war es das, bis auf vier weitere Trailer aus dem Sunfilm-Programm und einer "Einleitung" von Eli Roth vor dem Hauptfilm an Bonusmaterial, zumindest für die erste Disc.
Auf der Bonus-DVD geht es munter weiter mit der "Familienfreundlichen Version" des Filmes inkl. Einleitung des Regisseurs. Das Ganze geht nur noch knapp 1 Minute und ist ein netter Joke und Seitenhieb auf die Zensurbehörden. Im Menüpunkt "Pancakes" bekommen wir mehr von Matthew Helms zu sehen, der den bissfreudigen, blonden Jungen Dennis im Film darstellt. Unter "Matthew Helms - Swordfighter" gibt er eine Kostprobe seines Könnens und obgleich das ja schon recht gut aussieht, wirkt das alles nicht unbedingt professionell genug, um wirklich zu überzeugen. Aber der Junge scheint von sich selbst überzeugt zu sein. Dies zeigt auch sein peinliches "Amateur Musik-Video", in dem er zu der Musik der Gruppe Electric Six mehr seiner "Künste" zeigt. Nicht unbedingt sehenswert.
Unter "The Rotten Fruit" finden sich drei kurze Animationsfilme von Eli Roth, welche nicht nur sehr brutal sind, sondern auch absolut anarchisch daher kommen. Es handelt dabei um eine aus Früchten bestehende Rockband, welche gefallen dran finden, ihre Konkurrenten auf brutale Art und Weise auszuschalten, sowie ihre Fans, die ihre Musik aus dem Netz ziehen, zu bestrafen. Dies macht unheimlich viel Spaß und wurde optional deutsch untertitelt.
Unter "Dokumentationen" finden wir ein knapp 29minütiges Making Of mit dem Titel "Beneath the Skin". Ein durch und durch interessantes Featurette mit einigen Interview-Blöcken, Einblicke hinter die Kulissen, sowie zum Glück recht wenigen Filmausschnitten. Zudem erfahren wir, dass es solch ein ähnliches Virus wie im Film wirklich gibt und bekommen gezeigt, dass es einige Special Effects nicht in den fertigen Film geschafft haben. Von Werbelastigkeit ist hier so gut wie keine Spur. In dem 13minütigen Featurette "Chatting with Eli Roth" kommt der Regisseur erneut zu Wort und erzählt noch einmal eine Menge über die Produktion, sowie deren Hintergründen und erweist sich dabei als sehr sympathischer Kerl. Gewürzt wurde das Ganze mit einigen kurzes Ausschnitten aus den Film. Wer die Audiokommentare bereits alle gehört hat, wird hier nicht viel neues entdecken. Weiter geht es dann noch mit dem englischen und deutschen "Trailer", einer sehr umfangreichen Bildergalerie mit knapp 100 Bildern, sowie dem Nudisten-Feature "Naked News", welches einmal in der männlichen Version und in der weiblichen Version vorliegt. Gespickt mit Filmausschnitten, wird hier wahlweise von einem Mann oder einer Frau über den Film gesprochen. Eine typische Promotion-Geschichte wie wir es aus VIVA oder MTV kennen, mit dem kleinen Unterschied, dass die Moderatoren hier komplett nackt sind. So könnten Nachrichten öfters sein ...
Insgesamt ein wirklich umfangreiches und durchweg interessantes Bonusmaterial. Das Fehlen der Untertitel bei den Kommentaren ist zwar wieder sehr ärgerlich, aber da kann man wohl nichts gegen machen. Wer nach soviel "Cabin Fever" noch Lust hat, der kann noch zwei Hidden Features suchen gehen. Wo? Na, das findet mal schön selber heraus ...
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Fazit
"Bert was willst du mit dem Gewehr?"
"Ich schieß ein paar Eichhörnchen."
"Warum schießt du Eichhörnchen?"
"Weil die schwul sind."


Bei wohl kaum einem Film der letzten Jahre gingen die Meinungen so auseinander wie bei "Cabin Fever". Einige halten ihn für genial, von einem neuen Interner Link"Tanz der Teufel" oder "dem besten Horrorfilm der letzten 20 Jahre" war da die Rede, die anderen können so gar nicht verstehen, was Peter Jackson, David Lynch oder Quentin Tarantino an Eli Roths Regiedebüt finden. Sicher ist aber: "Cabin Fever" bietet ordentlichen Diskussionsstoff und schon das hebt den Film aus der Masse ähnlicher Genreproduktionen wie z.B. Interner Link"A Crack in the Floor" heraus. Mit einem Einspiel von 22 Mio. Dollar allein in den USA (bei Kosten von gerade mal 1,5 Mio.) war der Streifen zumindest kommerziell einer der Überraschungserfolge 2003.
Die Story ist sicherlich nicht neu, Jugendliche, die in einem Waldhäuschen campieren und nacheinander von etwas Unbekannten befallen werden - das kennt man natürlich aus Klassikern wie "Tanz der Teufel". Jedoch leugnet Regisseur Roth diese Nähe zu den zitierten Genrevorbildern zu keiner Zeit. Vielmehr noch erweitert er bestimmte Muster um eigene und mitunter sehr makabere Ideen, wobei vor allem ein ganz eigener, zynisch-skurriler Humor zum Vorschein kommt, der sicherlich nicht jedermanns Sache sein mag, aber seine Wirkung nicht verfehlen dürfte, wenngleich dieser auch unfreiwillig daher kommt. Insofern geht der Film über das bloße Rezitieren hinaus und liefert eigenständige Ansätze, wobei natürlich trotzdem weder die guten alten Rednecks, noch die sich etwas dumm anstellenden Teenies fehlen dürfen. Der besondere Reiz an "Cabin Fever" liegt aber in der Ausarbeitung des zentralen Themas: Dem Virus. Roth gelingt es in beklemmender Art und Weise ein abneigendes Ekelgefühl zu erzeugen, wobei er im Subtext dessen auch die psychologische Kehrseite anschneidet - wie man sich selbst verhalten würde, wenn die eigenen Freunde mit etwas unbekannten infiziert wurden. Graphisch wird das ganze dementsprechend mit äußerst blutigen und besonders direkten Einfällen von den Jungs der K.N.B. umgesetzt. Bestimmte Szenen besitzen diesbezüglich bereits jetzt schon einen gewissen Kultstatus (für eine saubere Rasur ist es doch nie zu spät) und haben zu einem etwas höheren Bekanntheitsgrad des Films geführt. Überhaupt aber ist Roths Werk in Anbetracht des geringen Budgets optisch erstaunlich gelungen, die Bilder erzeugen wahrlich eine genial-eklige Atmosphäre und auch der Score von Angelo Badalamenti (Interner Link"Twin Peaks") versteht es, das Gezeigte klanglich wirkungsvoll zu unterstreichen. "Cabin Fever" mag vielleicht nicht der innovative Genrefilm sein, den einige Fans angesichts der positiven Kritiken im Voraus erwartet hatten. Man kann jedoch nicht abstreiten, dass es sich um ein stilistisch gelungenes und erstaunlich eigenständiges Regiedebüt handelt. Und für einen ordentlichen DVD-Abend reicht das allemal. Zudem bietet die deutsche DVD-Special Edition neben einer hervorragenden Bild- und einer überzeugenden Tonqualität, reichlich Extras und kommt in einem hübschen Digipack mit Schuber daher. Wenn man hier etwas bemängeln möchte, dann die fehlenden Untertitel bei den Audiokommentaren.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Cabin Fever 2 (Uncut Version)
Cabin Fever 2
Cabin Fever (Special Edition)
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