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UK 1971
Originaltitel:Jason King
Länge:ca. 1294 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Roy Ward Baker, Paul Dickson, Cyril Frankel , Jeremy Summers
Buch:Harry W. Junkin, Gerald Kelsey, Dennis Spooner, Tony Williamson, Robert Banks Stewart, Philip Broadley
Musik:Laurie Johnson
Darsteller:Peter Wyngarde, Anne Sharp, Ronald Lacey, Dennis Price, Richard Marner
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Jason King, Schriftsteller, Ganovenjäger und Charmeur, der durch seine Vorliebe für Hochgeistiges am frühen Morgen und durch seine flotten Sprüche ungeniert die Damenwelt flachlegt, löst die schrägsten Fälle. Ihn kann nichts aufregen - es sei denn, man serviert ihm ungekühlten Champagner oder labbrige Erdbeeren.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Ups, kann man dazu nur noch sagen, denn die Bildqualität ist gelinde gesagt schlecht. Diesen Schuh muss sich zwar Koch Media nicht anziehen, denn bei dieser englischen Serie aus den 70er Jahren war einfach nichts mehr herauszuholen. bzw. hätte sich eine aufwendige Restauration wohl kaum gelohnt. Machen wir uns nichts vor, "Jason King" hat mit Sicherheit seine Fangemeinde, aber sollte sie gerade in Deutschland sehr gering sein. Dementsprechend kann man es verstehen, dass hier nicht noch Tausende von Euros in das Remastern gesteckt wurden. Dieser DVD lag ein deutsches TV-Master zugrunde, was man an den deutschen Credits sehen kann. Lediglich die damals nicht in Deutschland erschienenen Folgen, mit dementsprechend englischen Credits scheinen eine etwas "bessere" Bildqualität aufzuweisen und deutlich weniger Defekte und Dropouts aufzuzeigen, von denen man in der deutschen Fassung mehr als genug sieht. Die Farben wirken aber bei beiden blass und ausgewaschen (in der englischen teilweise sogar noch mehr) und auch der Kontrast ist mehr schlecht als recht ausgefallen. Zudem ist das Rauschen extrem, so extrem dass man Details vergessen kann. Die Schärfe ist ebenfalls eine Katastrophe und leidet sichtlich unter dem starken Rauschmuster, was zur Folge hat, dass man hier teilweise nichts mehr erkennt. Ebenfalls sehr pikant ist die heftige Bewegungsunschärfe. Jeder Kameraschwenk hatte einen schlimmen Nachzieheffekt zur Folge, der stellenweise üble Ausmaße annimmt. Dies ist in den englischen Fassungen nicht der Fall, das Bild leidet zwar ebenfalls unter einer starken Unschärfe und Rauschmustern, es wirkt aber alles nicht so schlimm wie in dem deutsche Master. Die 13 nie in Deutschland gezeigten Szenen bieten deutlich weniger Defekte, etwas weniger Rauschen und eine bessere Schärfe. Hier stellt sich uns die Frage: Warum hat man nicht komplett die englischen Master genommen und dort nur den deutschen Ton drauf gelegt.

Ein Vergleich zwischen einer der nie in Deutschland gezeigten Episoden und einer der alten deutschen Folgen:

 +-----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (optional nur bei 13 Folgen)
 Ganze 13 Folgen wurden aufgrund des "brisanten" Inhaltes nie in Deutschland ausgestrahlt und dementsprechend nicht synchronisiert. Hier ist der englische Ton aber auch der bessere von beiden. Dieser klingt deutlich klarer und weniger übersteuert wie die deutsche Rainer Brandt-Synchronisation. Die deutsche Sprachfassung klingt recht dumpf und stellenweise blechern. Sie zischt und kratzt, aber auch Rauschen ist auszumachen. Hier hat der Zahn der Zeit deutlich dran genagt. Die 13 englischen Fassungen wurde optional deutsch untertitelt, lassen aber den Wortwitz der deutschen Synchronisation vermissen. Deutsche Untertitel für die anderen Folgen gibt es leider nicht.
 +-----

Extras
Extras
  • Interview mit Synchronsprecher Jürgen Thormann (27:25 Min.)
  • 8-teiliges Postkartenset
 An Extras war hier wohl nichts mehr zu holen, weshalb man uns ein 8teiliges "Postkarten Set" beilegte und uns auf der letzten DVD ein neu produziertes Interview mit der deutschen Synchronstimme von Jason King spendiert. In knapp 28 Minuten erzählt uns Jürgen Thormann bereitwillig alles über seine Karriere und natürlich der "Jason King"-Serie. Dies macht das Fehlen an weiteren Interviews etc. wieder wett.
 ++----

Fazit
"Jason King", seines Zeichen ein Spin-Off der britischen Krimiserie Interner Link"Department S", schaffte es nicht an seinen großen Bruder heran und nach gerade mal 26 Folge wurde die Serie um den Kriminalautor und Geheimagenten wieder eingestellt. Davon waren seinerzeit lediglich 13 Folgen in Deutschland zu sehen, der Rest wurde wegen dem "brisanten" Inhalt nie veröffentlicht. Das Vergnügliche an der Serie ist natürlich wieder die Rainer Brandt-Synchronisation, welche aber nicht so flapsig und frisch rüberkommt wie z.B. bei Interner Link"Die Zwei". Für Fans des Charmeurs dürfte schon heute Weihnachten sein, denn erstmals liegt uns die Serie komplett unzensiert mit allen Folgen vor. Zwar sind die 13 "Lost Episodes" nur deutsch untertitelt, aber anders wäre es auch kaum möglich gewesen. "Jason King" hat mit Sicherheit eine kleine Fan-Gemeinde und immer wieder las man in Internet-Foren, dass man diese Serie auf DVD haben wolle. Für "Neulinge" dürfte die Serie aber bei weitem nicht so reizvoll sein, wie für die Fans, die mit dem Briten aufgewachsen sind. Dafür ist die Serie einfach zu speziell und dürfte für einige etwas zu "dröge" wirken, obgleich einige Folgen wirklich toll sind. Viel dürfte aber auch die deutsche Synchronisation dazu beigetragen haben, in der nur Kings Dialoge abgeändert wurden um mehr Humor in die Serie zu bringen.
Wie man auch zu der Serie stehen mag, Fans wird es erfreuen. Leider ist die Bildqualität alles andere als angenehm ausgefallen und ich weiß ja nicht wie das Material vorher aussah, aber der Begriff "Digital Remastered" trifft hier nicht zu. Auch wenn "Jason King" nur auf 16mm-Film gedreht (bei "Department S" waren es noch 35mm) hätte man sich einen etwas besseren Transfer gewünscht oder zumindest durchweg das englische Master, welches etwas schärfer ist und weniger rauscht. Der Ton ist dem Alter entsprechend und bis auf ein wirklich tolles Interview gibt es kein brauchbares Bonusmaterial. Für Fans der Serie mit Sicherheit eine Anschaffung, die sich lohnt, denn anders werden wir "Jason King" wohl nicht mehr zu Gesicht bekommen und ein Referenzbild war von Anfang an nicht zu erwarten. Dennoch in Anbetracht des doch recht hohen Preises wäre eine Restaurierung dieses 8teiligen Digipacks mit Schuber wünschenswert gewesen. Aber wie oben schon erwähnt, dürften die potentiellen Käufer verhältnismäßig gering auffallen als das man hier Tausende von Euros in die Restauration stecken könnte.



Bilder der DVD




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