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IT 1984
Originaltitel:Murderock - uccide a passo di danza
Alternativtitel:Todestanz, Der
aka. Frauenmörder mit der Hutnadel, Der
aka. Giallo a disco
aka. Murder Rock - Dancing Death
aka. Slashdance
aka. Uccide a passo di danca
aka. Demon is Loose, The
aka. Dancing Death
Länge:88:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Luico Fulci
Buch:Gianfranco Clerici, Roberto Gianviti, Vincenzo Mannino
Kamera:Giuseppe Pinori
Musik:Keith Emerson
Darsteller:Claudio Cassinelli, Olga Karlatos, Ray Lovelock, Janna Ryann, Cosimo Cinieri, Christian Borromeo, Al Cliver, Lucio Fulci, Robert Gligorov
Vertrieb:Cult Cinema International
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Kommissar Borgess steht vor einem Rätsel. In einem Tanzinstitut geschieht ein Mord nach dem anderen. Vier wunderhübsche, hochbegabte Mädchen werden auf grauenvolle Weise umgebracht. Der Täter geht mit einer riesigen Hutnadel vor! Wer ist der Täter? Wer ist das nächste Opfer?

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Im Gegensatz zur Interner Link"Horror-Express"-DVD bekam "Murder Rock" einen anamorphen Transfer spendiert, welcher teilweise auch recht gelungen ist. Jedoch wirkt das Bild nie sonderlich scharf und kann nur in wenigen Einstellungen als wirklich gut bezeichnet werden. Der Rest scheint recht schwammig und teilweise unscharf. Lediglich in Nahaufnahmen bekommen wir einige detaillierte Szenen geboten. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass gewisse Einstellungen gewollt unscharf erscheinen und man diese getrost als Stilmittel des Regisseurs anrechnen kann. Jedoch zeigt der Transfer Anzeichen einer Nachschärfung und kann im Bereich der Kantenschärfe nicht immer so überzeugen, wie man es sich wünschen würde. Die Farbwiedergabe ist dafür gut gelungen und bietet eine recht kräftige Farbsättigung. Die Wahl der Farben fielen hier auf einen grünbräunlichen Ton bis hin zu einem kalten Blau und sollen die Atmosphäre des Filmes untermauern. Dieser Einsatz von Farbfiltern hat auch zufolge, dass der Schwarzwert nicht immer hundertprozentig ist, sondern teilweise etwas ins Grünliche tendiert. Ansonsten gibt auch der Kontrast eine ordentliche Leistung ab, obgleich er in einigen Szenen etwas zu hart wirkt. Nötige Details gehen hierbei aber nicht verloren. Unangenehm macht sich hier aber das recht starke Bildrauschen auf sich aufmerksam, welches der Schärfe an einigen Stellen reichlich zusetzt. Verschmutzungen halten sich dafür überwiegend zurück, dürfen zum Ausgleich aber in gewissen Sequenzen das Höchstmaß an Kratzer und Defekte aufzeigen. Die Kompressionen könnten etwas sauberer arbeiten und offenbaren im Hintergrund unschönes Blockrauschen und in Bewegungen zeigt sich leider allzu oft leichtes Nachziehen. Insgesamt also ein recht solider Transfer mit einigen Mängeln, die man trotz des Alters (und so alt ist der Film nicht) hätte ausmerzen können. Vor allem die Schärfe und das grobkörnige Bild würden schon genügen, um das Testergebnis zu beeinflussen. So bleiben aber drei gute Punkte.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch
UntertitelDeutsch (nicht optional)
 Reichte es damals nicht schon, dass man bei den DVDs der 20th Century Fox die Sprachfassungen nicht während des Filmes wechseln konnte, so dürfen wir dieses Manko jetzt auch bei einem Independent-Anbieter erleben, der uns somit zwingt fürs Wechseln der Tonspuren immer wieder ins Menü zu wechseln. Ärgerlich! Abgesehen davon klingt die deutsche Monospur sehr verständlich. Weder Defekte noch Rauschen fallen hierbei unangenehm auf; lediglich leichtes Verzerren in den Stimmen, dies ist aber nicht weiter störend. Die englische und italienische Tonspur liegen uns mit festen deutschen Untertiteln vor, was aus lizenzrechtlichen Gründen leider nicht anders möglich war. Die italienische Tonspur klingt in den Dialogen recht dumpf und sehr kratzig. Hier empfiehlt sich die deutsche Spur oder alternativ die englische Synchronisation.
 ++----

Extras
Extras
  • Bonusszene (0:14 Min.)
  • Deutscher Trailer (2:32 Min.)
  • Visueller Audiotrack (2:15 Min.)
  • Bildergalerie (34 Bilder)
 Die Extras sind recht mager ausgefallen. Neben dem deutschen "Trailer", einem am Ende einfach abgebrochenen "Audiotrack", sowie einer "Bonusszene" in schlechter Qualität gibt es lediglich noch eine Bildergalerie mit knapp 34 Screenshots auf der DVD und ein recht interessantes Booklet mit Linernotes. Insgesamt weniger beeindruckend, jedoch scheint es einfach nicht mehr Bonusmaterial zu geben.
 +-----

Fazit
Diese unserem Test vorliegende DVD ist in einer limitierten Auflage in einer Hartklappe erschienen und wird auf dem Cover noch als "ungeprüft" verkauft. Mittlerweile ist "Murder Rock" von der FSK aber völlig ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben. Alternativen zu dieser DVD-Auswertung gibt es noch: eine auf 500 Stück limitierte Promotion-Hartboxauflage und in ein paar Tagen erscheint im Vertrieb von Splendid eine Kaufhaus-DVD, die aber leider keinerlei Bonusmaterial enthalten wird. Da dies allerdings wenig umfangreich ausgefallen ist, dürfte die Kaufhaus-DVD, welche die Nummer eins der "Sammler-Edition" von CCI darstellt und in einem schönen Einheitscover erscheint, nicht uninteressant sein. Zudem fällt die DVD ins Nice-Price-Segment und ist in einigen Shops bereits für unter 10 Euro erhältlich. Für Lucio Fulci-Fans ist "Murder Rock" eine nette Ergänzung in ihrer Sammlung, obgleich die "Flashdance"-Einlagen mehr als nur gewöhnungsbedürftig sind und ebenso nerven wie die schräge Synthesizer-Musik. Die typischen Merkmale Fulcis (Schärfewechsel, Augenaufnahmen und Kameraführung) werden nur durch eine sehr plumpe Inszenierung der Mordszenen überschattet, sowie das allzu fixierte Draufhalten auf die Hinterteile der Tänzerinnen. Hier vermisst man vor allem Fulcis harte Effekte und seine kreativen Morde und muss sich stattdessen einem dilettantischen Mix aus Giallo und "Flashdance"-Variante hingeben, die weder Spannung noch Interesse beim Publikum erzeugen dürfte. Einzig die Besetzung sollte von Interesse sein. Neben Fulci als Werbeagent dürfen wir noch Claudio Casinelli (Interner Link"Die weiße Göttin der Kannibalen"), Ray Lovelock (Interner Link"Invasion der Zombies") und Olga Karlatos (Interner Link"Woodoo") bewundern, die den Film erträglicher machen.
"Murder Rock" ist der Tiefpunkt in Fulcis Karriere und im Grunde nur der letzte Aufschrei eines Genres, was zu diesem Zeitpunkt schon längst im Sterben lag. Fulci verpasst ihm den Todesstoß und lässt zur Trauerfeier übelsten 80er Jahre Synthesizer-Pop durchlaufen, bis einem Hören und Sehen vergeht, was selbst für eingefleischte Fans ein zähes und vorallem unblutiges Stück Filmgeschichte sein dürfte.



Bilder der DVD




Druckbare Version
  
News"Murder Rock" als limitierte Edition im Mai
Murder Rock
Murder Rock
IMDb.com OFDb.de







 
 
Marc Schulz am 30.05.2006
Bewertung:

Tödliches Flashdance
Als Grundlage diente in diesem Fall nun auch noch die Kaufhausfassung aus dem Hause CCI (Cult Cinema International) welche überall für einen Preis von 9,99 bis 14,99 Euro erhältlich ist. Ob man an diesem späten Werk von Fulci gefallen findet, sei mal dahingestellt, da er sich stark von seinen alten Werken unterscheidet. War man anfangs gewohnt, dass man förmlich im Blut ertränkt wird wen man sich seine Filme anschaut ist gerade dieser Vertreter wohl eine seiner harmlosesten Arbeiten. Bis auf zwei kleine blutige Szenen gibt es nichts an Effekten zu sehen. Wo wir auch schon beim Film selber wären. Auch in diesem gibt es nichts Interessantes zu sehen. Lucio Fulci präsentiert uns mit "Murder Rock" nur seine Version von "Flashdance". Mit anderen Worten: "Flashdance" trifft Giallo. Aber auch für einen Giallo ist dieser Film eher uninteressant. Die Handlung ist eigentlich stark vorhersehbar, so dass der geübte Filmkenner den Täter recht schnell erkannt hat. Spannung kommt leider so gut wie nie auf, da die Geschichte zu wenig hergibt. Wie oben schon gesagt gibt es leider auch keine Effekte zu begutachten, da die Morde fast unblutig durch einen Nadelstich ins Herz getätigt werden. Einzig die kleinen Farbspielereien sind etwas hervorzuheben und machen als Stilmittel ein wenig Freude da man sich in die guten alten Argento-Zeiten versetzt fühlt. Schön ist auch das Wiedersehen mit alten Bekannten aus der Blütezeit des italienischen Horrorfilms. Claudio Casinelli ("Die weiße Göttin der Kannibalen"), Ray Lovelock ("Invasion der Zombies") und Olga Karlatos ("Woodoo") sind nämlich mit ein Teil der Darstellerriege und auch Fulci selber hat einen Cameoauftritt wie in fast jedem seiner Filme. Ansonsten sollte man noch einen kurzen Satz zum Soundtrack verlieren, da dieser einfach nur nervig daherkommt. Die Songs sind alles andere als gut und man ist froh wenn man ein weiteres Lied überstanden hat. Natürlich ist Synthesizer-Musik nicht jedermanns Sache nur ist diese Musik einfach fehl am Platz.
Alles in allem ein eher schlechter Vertreter im Bereich Giallo allerdings auf einer tollen DVD produziert. Man erhält als Bonus einen Trailer, eine Bildgalerie mit Szenen aus dem Film sowie einen kurzen Audiotrack mit Filmbildern. Qualitativ gibt es in meinen Augen auch nichts zu meckern, da bis auf kleinere Verschmutzungen keine Negativaspekte vorhanden sind. Zudem liegt die Kaufhausfassung ebenfalls komplett ungeschnitten vor. Was dann noch ein zusätzlicher Kaufanreiz wäre, ist der hübsche Schuber, der die Amaray-Hülle verbirgt. Fulci- und Giallo-Komplettisten werden sicher zuschlagen, allen anderen würde ich raten mit anderen Filmen in den Bereich des Giallofilms vorzustoßen. Ein guter Einstieg ins DVD-Geschäft von CCI, wenn auch mit einem schwachen Film.



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