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IT, FR 1970
Originaltitel:Città violenta
Alternativtitel:Cité de la violence, La
aka. The Family
aka. Violent City
Länge:103:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Sergio Sollima
Buch:Massimo De Rita, Gianfranco Galligarich, Arduino Maiuri, Sauro Scavolini, Sergio Sollima, Lina Wertmüller
Kamera:Aldo Tonti
Musik:Ennio Morricone
Darsteller:Charles Bronson, Jill Ireland, Telly Savalas, Michel Constantin, Umberto Orsini, George Savalas, Ray Saunders, Benjamin Levy, Peter Dane, Goffredo Unger
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:03.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Profikiller Jeff (Charles Bronson) ist in einen Hinterhalt geraten, den er beinahe mit seinem Leben bezahlt hätte. Den Attentäter und seine geheimnisvolle Geliebte (Jill Ireland) kann er bis nach New Orleans verfolgen und dort seine Rache vollziehen. In der brutalen Stadt wird Jeff von dem mächtigen Mafia-Boss Weber (Telly Savalas) erpresst, der den unabhängig operierenden Killer vor eine folgenschwere Entscheidung stellt: Entweder er arbeitet für das Syndikat oder Weber hetzt seine Meute auf den Einzelgänger. Jeff entscheidet sich gegen Weber - ein gnadenloses Katz- und Maus-Spiel nimmt seinen Lauf.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild ist im Originalformat und enthält verhältnismäßig wenige Defekte. Etwas deutlicher ist da das feine Rieseln, das wohl nicht weiter zu unterdrücken war. Ein wenig hat man daran gearbeitet, stehende Rauschmuster ziehen sich nämlich durch beinahe jede Bewegung, sind aber nicht sonderlich störend. Die Schärfe ist für diesen betagten Film gut bis sehr gut, obwohl sie ein wenig vom Rauschen angegriffen wird. Natürlich sind Rückprojektionen etwas verschwommen und blass, das ist aber kein großes Problem. Auch die Farben sind sehr kräftig, wobei der Schwarzwert ebenso hervorragend ist. Nur einige Szenen sind gelblich alt und der Kontrast tendiert zu einigen überhellten Flächen. Die Kompression kommt mit der feinen Bildbewegung erstaunlich gut zurecht. Mit dem Altersbonus reicht es noch für 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Den deutschen Ton gibt es in Mono und er klingt, wie sollte es anders sein, etwas dünn, kratzig und markant kernig. Wenn die Musik leiser spielt, ist sie gleichzeitig einem leichten Flattern unterlegen, sobald sie aber kräftiger in Erscheinung tritt, merkt man ihr nur noch wenige Makel an. Mit den leichten Verzerrungen kann man gut leben, der Ton ist sonst gut verständlich und enthält keine spontanen Störungen und auch kein dauerhaftes Rauschen. Die englische Tonspur schaltet in einigen Szenen auf den deutschen Ton um, weil die US-Fassung immer gekürzt war und deshalb nie eine komplette Synchronisation bekommen hat. Bei Stichproben ist mir aufgefallen, dass zumindest in der 75. Minute der deutsche Ton auf der englischen Spur deutlich asynchron zum Film läuft.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Dt. Kintrailer (3:28 Min.)
  • Engl. Kinotrailer (3:50 Min.)
  • Bildergalerie (5:05 Min.)
  • Sollima Featurette (28:12 Min.)
  • DVD-Credits
VerpackungDigiPack
 Die DVD von Koch sieht wieder mal sehr schick aus. Das robuste DigiPack sitzt in einem Pappschuber und enthält ein 4seitiges Booklet, wovon die Hälfte für Linernotes von Wolfgang Luley genutzt wurde. Auch für diese DVD wurde ein halbstündiges Interview mit Regisseur Sergio Sollima produziert, der einige sehr schöne Aussagen über das Filmemachen, die Unsitte, in fremden Ländern Filme zu verändern und natürlich über Bronson macht. Der, so sagt Sollima treffend, müsse bestimmte Rollen nicht spielen, sondern holt "den Ausdruck aus dem Inneren" und ist damit für derlei Rollen wie in "Brutale Stadt" geboren. Als weitere Extras sind eine Bildergalerie mit Aushangmaterial und Bildern aus dem Presseheft und zwei Trailer vorhanden. Schön wäre es noch gewesen, wenn man Morricones traumhaften Soundtrack, von dem man ausführlich im Menu hört, mit auf DVD gebracht hätte.
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Fazit
- "Woran liegt das? Immer wenn ich mit dir zusammen bin, endet es in einem Meer von Blut und Gewalttätigkeit." (Vanessa)

Bronsons Charakter ist einmal mehr ein Einzelgänger und Querkopf, nur schafft es Sollima zusammen mit ihm der Rolle etwas mehr zu extrahieren als das übliche Schema des wortkargen Profis. Möglicherweise liegt es daran, dass ihm hier eine Frau, Jill Ireland, ein blondes Gift sondergleichen und tatsächlich Bronsons Ehefrau, den Kopf verdreht, was dem sonst ultracoolen Auftragsmörder Jeff, der in einer Szene seelenruhig eine saftige Spinne über sich hinwegkrabbeln lässt, Fehlbarkeit und Menschlichkeit einbringt. "Brutale Stadt" schreitet gemächlich voran, bringt seine spektakulärsten Inhalte gleich zu Beginn an, nämlich eine rasante Verfolgungsjagd durch enge Gassen einer kleinen Südseeinsel und das am Originalschauplatz aufgenommene Autorennen, lässt den Zuschauer aber immer ein kleines Thriller-Kribbeln verspüren, denn wie seinen Hauptdarsteller lässt Sollima eher Taten statt Worte für sich sprechen. Großen Anteil daran haben Morricones deftige Kompositionen, die für sich allein schon Nervenkitzel versprechen und natürlich die aufreizende Jill Ireland, für die verschiedenste Männer bereits sind, über Leichen zu gehen. Aber auch die Geschichte an sich ist aufregend gestaltet und läuft nicht ganz so durchsichtig ab, wie vielleicht erwartet. Dazu reiht sich etwas spät Telly Savalas ein, der den Gangsterboss mimt und in seiner Rolle unglaublich sympathisch und auch ein wenig komisch veranlagt ist. Die Ausstrahlung dieser drei Hauptpersonen reicht im Grunde, um einen guten Film abzuliefern, die pikante Situation zwischen ihnen garantiert aber dafür.
Nachdem Koch Media bereits eine gekürzte Fassung des Filmes veröffentlichte und aufgrund der Indizierung von einer Uncut-Version absah, dürfen wir uns nach knapp 2 Jahren des Wartens endlich über die völlig unzensierte Version von "Brutale Stadt" freuen, welche aber leider immer noch auf dem Index steht, weshalb man auf Börsen nach dem Titel Ausschau halten muss. Aber das Suchen lohnt sich ...



Bilder der DVD




Druckbare Version
Brutale Stadt
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