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HK 1998
Originaltitel:Jui hung 20 nin
Alternativtitel:Zhui xiong 20 nian
aka. Chasing Criminal 20 Years
Länge:87:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Alan Mak
Buch:Joe Ma, Susan Chan
Kamera:Kam Sing
Darsteller:Kathy Chow, Tse Kwan-Ho, Cheung Tat-Ming, Sam Lee, Ruby Siu
Vertrieb:Adrena Film/MC One
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Joyce ist eine Detektivin, deren Mutter vor 20 Jahren von einem niemals gefassten Serienkiller brutal hingerichtet wurde. Jetzt ist ein neuer Mord passiert, und die Vorgehensweise, inklusive Zunge herausschneiden und Vergewaltigung, ist die gleiche wie damals. Schnell wird ein Verdächtiger festgenommen, der die Taten auch sofort zugibt. Doch Joyce traut der Lösung nicht: Der wahre Täter ist nach wie vor auf freiem Fuß und hat sie selber als nächstes Opfer im Visier.

Bild
Format1.78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Asiatische Filme sehen leider immer älter aus, als sie wirklich es sind. Wenn es nicht Bildkratzer sind, die doch recht häufig auftreten, dann liegt es an den Farben, dem Kontrast oder aber an Ghosting. Der Schwarzwert ist hierbei in Ordnung und der Kontrast könnte noch etwas natürlicher sein. Auch die Farbgebung ist in Ordnung, ist für europäische Sehverhältnisse vielleicht etwas dunkel und nicht besonders kraftvoll, das mag aber so gewollt sein. Dass Letterbox-Bildformat ist verschmerzbar, da das Bild aufgezoomt noch einen pässlichen Eindruck macht, ohne großartig an Details zu verlieren. Hier liegt eins der Probleme: Die Schärfe ist zwar ok, sollte aber deutlich besser sein für einen Film neueren Ursprungs. Schuld sind das Rauschen und die Kompression. Ersteres produziert deutliche Bewegung im Bild, die dann wieder ein wenig einfriert. Die Kompression selbst produziert leichte Bildmuster. Beim Aufzoomen auf 16:9 verliert man leider den unteren Teil der Untertitel. Geschätzt sieht der Film aus wie ein Produkt der 80er, das nicht sonderlich gut von Unreinheiten bereinigt wurde. Noch 3 Punkte.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Kant)
SpracheDeutsch, Kantonesisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton macht mir irgendwie überhaupt nicht Spaß. Den 5.1-Modus kann man schon mal knicken, da er eine Mogelpackung ist, ein splitted Upmix inklusive der Musik, sämtlicher Geräusche der Umgebung und aller Dialoge, aber ohne ordentliche echte Effekte. Aber selbst der zurückbleibende, sehr frontlastige Ton (eine Umschaltung auf Stereo ist empfohlen) kann nicht überzeugen, da die deutsche Synchronisation (vor allem die Stimme der Hauptdarstellerin) höchst mittelmäßig abläuft und steril abgemischt ist. Außerdem trägt der Ton einen undefinierbaren Geräuschpegel, als ob wirklich jede Szene von Umgebungslärm geprägt ist. Manchmal klingt es wie ein Rauschen, meist ist es aber undefinierbar. Ein Umschalten auf die Originaltonspur, die sehr dünn, unsauber und ein wenig unverständlich bei den Dialogen ist, zeigt, dass dieser Lärm hier nicht so deutlich zutage tritt. Vielleicht liegt es am dickeren Klangbild des deutschen Tones, denn ein Bass ist hier erstmals spürbar, wenn auch nicht sonderlich präsent. Der deutsche Ton bietet hier bestimmt nichts Besonderes, nicht mal Durchschnittliches. Er ist einzig dafür zuständig, dass man die Dialoge hört, obwohl keine sonderlichen Störungen auftreten. Mehr als 2 Punkte ist mir das nicht wert. Es gibt deutsche Untertitel, meist etwas kompakter als der gesprochene Ton. Diese sind extrem unprofessionell gesetzt, da Satzenden einfach so fehlen und einige Textzeilen nicht auf den Bildschirm passen und daher über den Rand hinauslaufen, selbst dann, wenn man "hinter" den Overscan-Bereich schaut (z.B. am PC).
 ++----

Extras
Extras
  • Trailer (1:55 Min.)
  • Photos (33 Stück)
 Hier bietet man den Trailer und eine Bildergalerie an, was nicht viel ist, zumindest aber sind die Bilder echte "still shots" während des Drehs, die man aus dieser Perspektive nicht innerhalb des Filmes sieht.
 +-----

Fazit
"Nude Fear" eröffnet mit einer beeindruckenden Szene eines kleinen Mädchens, dass ihre im Blut liegende Mutter zu Hause vorfindet. Das kleine Kind realisiert noch gar nicht, was passiert ist und während die Szene langsam abschweift, klingelt das Telefon und das Mädchen beginnt in Ahnung der schlimmen Umstände zu weinen. Leider wird's nie wieder so fesselnd wie hier, denn der Film entwickelt sich zu herkömmlicher Thriller-Arbeit, wie sie unzählige Male verfilmt wurde, jedoch ohne besonders ausgefallene Ästhetik oder bemerkenswerten Bildrhythmus, zumindest aber mit einem eiskalten Zeitgenossen unter den Serienkillern, der die kühle Stimmung des Werkes nachhaltig beeinflusst.
An der Spitze der üblich dämlichen Polizeitruppe, die den haushoch überlegenen, weil intelligenten Mörder, nachjagt, steht eine starke Frau, Joyce, die sich durch hochgespielte Allwissenheit gegenüber ihren Kollegen hervorhebt, aber auch durch ihre schwere Kindheit, denn sie ist das Mädchen aus dem Intro. Die blutige Hatz, die auch Joyce mit einem beinahe lebensgefährlichen Kehlenschnitt fast dahinrafft, geht über einige vermeintliche Täter, die sich letztlich als unschuldig herausstellen. Der schlicht als Onkel bezeichnete Schuldige, der sich durch Gewaltbereitschaft wie auch Fürsorgebedürfnis für eine Reihe junger Mädchen auszeichnet, hat die Lage aber immer im Visier und schlägt hier und da zu. Die Szenerie ist immer HK-typisch grausam ausgestattet in solchen Szenen, selten aber besonders düster oder spannend. Problematisch wird es auch mit der Demaskierung des Onkels, der sich plötzlich von allein präsentiert, getrieben von seinem Bedürfnis nach Joyce Nähe. Hier verschenkt der Film eindeutig Punkte, die er auch durch die spätere Brutalität, wenn der Onkel reihenweise junger Mädchen hinrichtet während Joyce dem hilflos zuschauen muss, nicht wieder einfahren kann. Die Umsetzung der Geschichte passierte auf hohem Niveau, so recht mag vor allem der zweite Teil aber nicht zünden. Im Ersten passen sich noch gute Subplots ein, wie das völlig verwirrte aufgefundene Mädchen, welches vom Onkel nach langjähriger Gefangenschaft frei gelassen wurde und nun die Zivilisation wieder entdeckt, später aber beschränkt sich "Nude Fear" auf die Rolle von Joyce als Spielball des Mörders, was nur stellenweise richtig funktioniert. Stärken des Werkes sind dagegen die verschiedensten Charakterisierungen und die ausgefallene Psychose des Onkels, die sich in unnachgiebiger Gewaltanwendung gegenüber Frauen ausdrückt.
Die deutsche DVD ist nicht besonders gut gelungen was das Bild als auch den Ton angeht. Auch das Bonusmaterial kann nicht wirklich als Kaufanreiz gelten. Eine Empfehlung gilt daher denjenigen, die sich im asiatischen Thriller-Genre noch vortasten und nach soliden Inszenierungen in diesem Bereich suchen. Diese hier vorgestellte DVD mit dem Siegel "Keine Jugendfreigabe" soll übrigens der ebenfalls ungeschnittenen 16er DVD entsprechen, prüfen konnten wir das bisher aber nicht.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Nude Fear - Nackte Angst
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