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USA 1998
Originaltitel:Strangeland
Alternativtitel:Dee Snider's StrangeLand
Länge:83:03 Minuten (gekürzt)
Freigabe:SPIO/JK geprüft
Regie:John Pieplow
Buch:Dee Snider
Kamera:Goran Pavicevic
Musik:Pantera, Megadeth, Anthrax, Marilyn Manson, Dee Snider u.a.
SFX:Digital Illusions, Michael Burnett Productions
Darsteller:Kevin Gage, Elizabeth Peña, Brett Harrelson, Robert Englund, Dee Snider, Linda Cardellini, Tucker Smallwood, Ivonne Coll, Amy Smart, Amal Rhoe, Robert LaSardo, Andrew Cooper
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die Teenager Genevieve (Linda Cardellini) und Tiana (Amal Rhoe) begegnen im Internet-Chatroom dem verführerischen Captain Howdy (Dee Snider), den sie nach seinem Auftreten für einen typischen Schüler halten müssen - er will anscheinend nur ein paar Bräute aufreißen. Sie lassen sich überreden am Abend auf seine Party zu gehen. Das war Tianas letzter Chat: Ihre schrecklich zugerichtete Leiche weist Spuren auf, die in die Tattoo- und Piercing-Szene weisen. Und bald steckt Tianas Vater, Detective Mike Gage (Kevin Gage), auf der Suche nach den Wahnsinns-Mördern in einem Sumpf aus brutalsten Ritualen und perversesten Praktiken, verfolgt von einer unnachgiebigen Bestie ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Film lebt von seinen düsteren Settings, so dass die Farben nicht unbedingt kräftig schillern, meist sogar ein sehr mattes, dunkles Farbbild entsteht. Trotzdem ist in dieser Bereich nicht problematisch, wie einige sehr farbenfrohe Einstellungen zeigen. Der Kontrast schafft ein klares Bild, wenn auch einige Gesichter an Tagszenen etwas heller sein könnten. Das einzig wirkliche Manko dieser DVD sind die immer wieder auftretenden Unschärfen, die den sehr guten Eindruck schmälern. Sonst ist der Detailgrad und die Konturenzeichnung aber auf gutem Niveau, um in der Oberliga mitzuspielen reicht es aber nicht. Ein Bildrauschen tritt eigentlich nicht merkbar auf und auch die Kompression bleibt im Hintergrund. Das auf dem Cover angegebene Bildformat ist falsch, der Film liegt im richtigen Format von 1.85:1 auf DVD vor.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Der Soundtrack rockt ordentlich. Wenn die Bassgitarre einsetzt, merkt man diese auch bis in den letzten Winkel der Bude (Stichwort: Gläser abisolieren!!). Auch das dumpfe Wummern in der Disco-Szene wirkt sehr authentisch. Insgesamt ist das Klangbild gut, da die Aggressivität nicht über den Score hinaus geht. Die Verständlichkeit der Dialoge ist, wie man es von einer Columbia-Scheibe erwarten kann, bestens, im Englischen sogar noch natürlicher, weil weniger gehaucht, aber das stellt kaum eine Einbuße dar. Insgesamt also ein sehr harmonischer, klarer Ton, ohne besondere Eigenschaften wie ein impressiver Surround-Anteil. Hier wird leichte Kost geboten, die Rears füllen sich aber zumindest mit einigen Tonanteilen. Dafür aber hämmert der Bass umso mehr.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Audiokommentar
  • Darsteller & Team:
    • Dee Snider (2 Seiten)
    • Kevin Gage (2 Seiten)
    • Elizabeth Pena (2 Seiten)
    • Brett Harrelson (2 Seiten)
    • Robert Englund (2 Seiten)
  • Trailer:
    • Soundtrack Promotion (14:10 Min.)
    • Soundtrack Promotion Trailer (0:48 Min.)
  • Produktionsnotizen (5 Seiten)
 Naja, viel bietet die DVD nicht, denn das Booklet enthält nur Szenenfotos und eine Kapitelübersicht und die Bio- und Filmografien sind mit zwei Seiten pro Person sehr kurz ausgefallen. Dafür sind im "Soundtrack Promotion"-Feature Dee Snider als Moderator und drei Musikvideos bekannterer Rock/Metal-Acts zu sehen ("Sevendust - Black", "Coal Chamber - Loco" und "Kid Rock - I Am The Bullgod"). Die Produktionsnotizen schildern kurz die Entstehung und die Darstellerwahl für den Film und im Audiokommentar (leider nicht untertitel) darf Dee Snider seine Ansichten zu jeder Szene verbreiten, was durchaus hörenswert ist, da er ein sehr interessanter Charakter ist, wie sein Film zeigt, auch wenn er öfter mal aus dem Kommentar aussteigt. Unter den Filmografien ist übrigens die zum Regisseur falsch verknüpft, so dass beim Anklicken nochmal die "Soundtrack Promotion" beginnt.
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Fazit
Der Traum, auf einer Stufe mit Interner Link"Sieben" oder Interner Link"Das Schweigen der Lämmer" zu stehen, dürfte ein Traum bleiben für Dee Snider, seines Zeichens Frontmann der Rocker von Twisted Sister, dafür passieren ihm einige starke, altbekannte Genre-Patzer, gefallen hat mir "Strangeland" aber doch, weil er letztlich wirklich ein wenig kaputt und seltsam (also "strange") vorgeht. Mit Captain Howdy, ein Freak, für den Schmerz eine Art Religion ist, wird ein gar seltsamer Madman geschaffen, der Snider wirklich auf den mit Tattoos, Brandings und Unmengen Piercings bearbeiteten Leib geschneidert scheint. Sein sadistischer Trieb, sein extravagantes Äußeres und die Art, wie er mit seinen Opfern (hauptsächlich: der Polizist Mike Gage) Katz und Maus spielt, das alles ist verdammt authentisch, auch wenn Snider sagt, dass er persönlich nichts damit gemein ist. Nur leider ist die Geschichte rundrum nur auf Sparflamme gedreht. Howdy entführt zwei Mädchen, wird geschnappt und eingebuchtet, wo er wie er vom totalen Sicko zum Bübchen schrumpft und nachher wegen Verwechslung vom wütenden Mob (an der Spitze ein toll asozialer Robert Englund) aufgeknüpft wird, was ihn zurück zu seiner alten, sehr kranken Existenz leitet, die natürlich nach neuer Belegung für sein Sklavenkabinett schreit. Die Atmosphäre dieses S&M- und Fetish-Schockers ist für ein Debut verdammt gut geworden und lebt vielleicht auch davon, dass man keine billigen Effekte zeigt, sondern nur Folterungen anreißt (zugenähte Lippen, Nadeln an allen möglichen Körperstellen), die meist ungewöhnlichen sexuellen Phantasien entspringen und mit Vorliebe in dunklen, fensterlosen, nur von leichtem Kerzenlicht erhellten Räumen praktiziert werden. Genauso wie die Geschichte auf die kurze Laufzeit hin zwei Neuanfänge anbietet, bricht leider auch der Film in der Mitte ein wenig ein, um sich von dort an neu zu formieren. Das schmälert den Filmspaß ein wenig, ebenso wie das brutale, aber irgendwie doch unbefriedigende Ende und der Hauptdarsteller Kevin Gage, der lustlos introvertiert durch die Szenerie wandelt und nur ein Spielball der Geschehnisse ist. Trotzdem ein guter Serienkiller-Thriller mit leichten Horrorelementen, der die Piercing- und Tattoo-Szene mal nicht ins Lächerliche oder durchs Klischee zieht. Schön so!
Die deutsche DVD galt lange als ungeschnitten, im Vergleich zur Unrated-US-Fassung musste sie aber ein wenig Federn lassen. Es wurden winzige Stückchen entfernt, einige Teile des Bildes überblendet, Alternativszenen genutzt und herangezoomt; und immer so, dass es der Zuschauer fast nicht bemerkt. Bild und Ton erfüllen die Ansprüche an eine gute Umsetzung, der Audiokommentar ist aber wieder mal nicht untertitelt.



Bilder der DVD




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Dee Snider's Strangeland
Dee Snider's Strangeland
Strangeland
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