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IT 1971
Originaltitel:Coda dello scorpione, La
Alternativtitel:Case of the Scorpion's Tail
aka. Cola del escorpión, La
aka. Scorpion's Tail
aka. Tail of the Scorpion
Länge:90:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Sergio Martino
Buch:Eduardo Manzanos Brochero, Ernesto Gastaldi, Sauro Scavolini
Kamera:Emilio Foriscot
Musik:Bruno Nicolai
Darsteller:George Hilton, Anita Strindberg, Ida Galli, Alberto de Mendoza, Janine Reynaud, Luigi Pistilli, Tom Felleghy, Luis Barboo
Vertrieb:X-Rated
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Nachdem der jungen Witwe Lisa (Ida Galli) eine Versicherungspolice von einer Million Dollar ausgezahlt wird, scheint ein Wettlauf um das Geld zu beginnen. Menschen sterben, die Polizei ist ratlos und ein maskierter Killer treibt sein erbarmungsloses Unwesen. Jeder verdächtigt jeden, doch die Wahrheit ist viel schlimmer!

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Zwei Sachen kann ich nicht so recht glauben, wenn ich die Aussagen des Covers und dann den Film betrachte: Es ist die Rede von "wenigen Verschmutzungen", die "so gut wie möglich bereinigt" wurden. Dann frage ich mich, was man denn unter "viele Verschmutzungen" versteht. Einen alten Stummfilm mit Charlie Chaplin? Sicherlich sind einige Szenen recht frei von Kratzern, in anderen wiederum aber toben sich die kleinen weißen Unreinheiten richtig aus. Eine weitere Ungereimtheit ist das Bildformat, welches zwar dem Format von 2.35:1 entspricht, aber vertikal gequetscht erscheint. Gesichter sehen dadurch zu breit aus. Der Kontrast stellt dunkle Farbtöne akkurat dar, spätestens beim ersten Spaziergang durch den Park ab der 8. Minute sieht man aber, dass der Himmel deutlich zu hell ist und überstrahlt. Die Farbwahl dagegen präsentiert sich prächtig, manchmal mit etwas kräftigen Rotanteil, und verhilft dem optisch reizvollen Film zu gutem Aussehen. Beides unterliegt aber Schwankungen, die leichte Farbänderungen innerhalb von Szenen hervorrufen. Bei all dem muss man bemerken, dass der Film bereits 30 Jahre überdauert hat und der Detailgrad bis auf einige verwischende Szenen gelungen ist. Aber selbst die Kompression ist dem körnigen Rauschen nicht gewachsen und produziert eine zusätzliche Bildmaserung. Die Restaurationsbemühungen sind insgesamt eher gering ausgefallen, weswegen es nur 3 Punkte gibt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Italienisch
UntertitelEnglisch (fest beim italienischen Ton)
 Das filigrane Titelstück wird durch den deutschen Ton hervorragend wiedergegeben und verzerrt nicht. Auch die Dialoge, wenn gleich nicht ganz so klar, klingen noch ganz gut. Probleme treten hier selten auf, nur ein sanftes Rauschen begleitet das Klangbild und hin und wieder auch mal ein ploppendes Geräusch oder Rascheln. Kein Vergleich zum sehr schlechten italienischen Originalton, der nicht ausblendbare englische Untertitel enthält. Hier leiert schon die Titelmusik stark, die Stimmen klingen dann seltsam blechern und kaputt und das Rauschen ist auch nicht zu überhören. So wird selbst der O-Ton-Liebhaber keinen Spaß dran haben.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:03 Min.)
  • Neu auf DVD:
    • Raw Head Rex (1:09 Min.)
    • Killerbus (2:16 Min.)
    • Straflager der Geschändeten (1:30 Min.)
    • Nonnen von Clichy (2:07 Min.)
    • Rossa Venezia (2:15 Min.)
    • Stimme des Todes (1:35 Min.)
 Leider keine Extras zu diesem Titel außer Trailer.
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Fazit
"Der Schwanz des Skorpions" besitzt alle guten Eigenschaften, um als Giallo der frühen 70er das Publikum zu erfreuen: Ein maskierter Messermeuchler, jede Menge aufgeschlitzte Kehlen, die in bester italienischer Manier nicht mit realistischen Bluteffekten geizen (eine zerschlagene Flasche findet beispielsweise den Weg in ein Auge), aber auch ein Funken Humor, eine wundervolle Kameraführung, die farbenfrohen Schauplätze weit einfängt und sich durch ungewöhnliche Winkel und Fahrten ausmacht, und ein intelligentes Drehbuch, bei der jede Szene durchdacht und jede Figur charakterstark ausgeprägt ist. Die Motivation des schwarzgekleideten Mörders, der von Polizei, Interpol, einem Versicherungsagenten (sehr souveräner Frauenschwarm George Hilton) und einer Reporterin (sehr sexy: Anita Strindberg) nach bekannter Whodunit-Masche verfolgt wird, sind hier weniger ausgefallener Natur, wie es beispielsweise ein Argento auf eine kranke Psyche zurückführen würde. Dafür hält man die Spannung einheitlich auf hohem Niveau, gesteht den Staatskräften einiges an intelligenter Vorgehensweise ein und lässt zwischenzeitlich Hilton und Strindberg als wild turtelndes Paar inner- und außerhalb des gemeinsamen Bettes die Fährte aufnehmen und präsentiert einige sehr schöne Außenaufnahmen, die von einem packenden Score untermalt werden. Von Langweile keine Spur, da von den üblichen Verdächtigen in kurzen Abständen jeder das Zeitliche segnet und das Drehbuch trotzdem genügend Überraschungen bietet, um den Mythos um den Mörder aufrecht zu erhalten, ja sogar bis zum Ende auf raffiniertem Wege durchzieht und keinerlei Logikfehler begeht.
Die traumhafte Umsetzung profitiert in allen Aspekten von Sergio Martinos handwerklichem Geschick, das merkt man in jeder Szene als auch in der Zusammenfügung dieser zum gesamten Film, weswegen ich "Der Schwanz des Skorpions" Fans italienischer Gialli höchstens empfehlen möchte - ihr dürftet entzückt sein! Die deutsche DVD ist diskussionswürdig, da gerade beim Bild nicht das erreicht wird, was wünschenswert wäre und es keine echten Extras gibt. Die Aufmachung der Hartbox mit der seitlichen Nummer 12 spricht aber wieder für sich und sollte bei entsprechender Preislage eingesteckt werden.



Bilder der DVD




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