Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
JP 2000
Originaltitel:Freeze Me
Alternativtitel:Freezer
Länge:102:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Takashi Ishii
Buch:Takashi Ishii
Kamera:Yasushi Sasakibara
Musik:Goro Yasukawa
Darsteller:Harumi Inoue, Shingo Tsurumi, Kazuki Kitamura, Shunsuke Matsuoka, Naoto Takenaka
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die hübsche Chihiro fühlt sich in ihrem Job und mit ihrem Freund Nogami gerade glücklich, da wühlt ein Ereignis ihre Vergangenheit wieder auf: Kojima, einer der drei Männer, die sie vor Jahren vergewaltigten und dabei filmten, steht eines Tages vor ihrer Tür. Eingeschüchtert von seiner brutalen Art, lässt sie ihn gewähren und ihn in ihrem kleinen Appartment wohnen. Doch die Erniedrigungen des ungebetenen Gastes, der auf die Ankunft der anderen beiden Verbrecher wartet, werden immer sadistischer und unerträglicher, Chihiro verliert sowohl ihren Geliebten als auch den Job und sämtliche Freiheiten. Das Maß ist voll, beschließt Chihiro und greift zu ungewöhnlichen Mitteln ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild ist eine deutliche Schwachstelle der DVD, da hier nur Unterdurchschnittliches geboten wird, trotz anamorpher Abtastung und neuerem Produktionsjahr. Die meisten Makel dürften bekannt sein, denn neben einem schwachen Kontrast, der keinen richtigen Schwarzwert zustande bringt, dunkle Szenen sehr undifferenziert und beispielsweise die nächtliche Skyline als grau schattierte Unkenntlichkeit darstellt, fällt leichtes Ghosting auf, das besonders dann stört, wenn vom Himmel fallender Schnee gezeigt wird. Neben einigen weißen Kratzern und eher selten auftretenden Linien im Bild sind auch ungewöhnliche Fehler vertreten: Die Farben laufen an den Konturen aus, zwar nicht weit, aber doch so, dass man es gut sehen kann. Gerade Hautfarben haben selten eine klare Kontur und oftmals besitzen diese einen Heiligenschein. Die Farbwahl bleibt auch blass, so dass die Szenerie sehr angegraut und langweilig wirkt. In Bewegungen ist dann noch ein deutliches stehendes Rauschen zu verzeichnen, wobei die Partikelbewegung in ruhenden Aufnahmen ohnehin recht hoch ist. In schnellen Bildwechseln tritt die Kompression durch Verpixelungen und Blockbildung hervor, hier liegt aber weniger das Problem. Alles in allem kein befriedigendes Bild mehr und einzig die durchschnittlich gute Schärfe, die sich im Detail etwas auflöst, kann überzeugen.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Jap)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Surround-Ton bietet nur ein wenig Ambiente auf den hinteren Lautsprechern, die Einspielungen dort, die zum größten Teil aus dem Score bestehen, sind aber deutlich genug. Gegenüber dem japanischen Originalton ist die Abmischung aber wesentlich leiser, so dass die Umgebung subjektiv schwächer und weniger lebendig im deutschen Ton wirkt. Die deutsche Synchronisation fällt in einigen Stimmen (besonders die drei Verbrecher) unpassend zum Film aus, aber den Originalton kann man gern mit deutschen Untertiteln genießen. Trotzdem ist der Klang sauber, wenn auch nicht sonderlich aufregend. Blitz und Donner gegen Ende des Filmes treten nur auf der Front auf, wobei grad hier ein raumfüllendes Signal angebracht wäre und auch der Basston überzeugt nicht, daher nur 3 Punkte.
 +++---

Extras
Extras
  • Interview mit Kazumi Inoue (61:53 Min.)
  • Interview mit Takashi Ishii (20:16 Min.)
  • Bildergalerie Kazumi Inoue (42 Bilder)
  • Audiokommentar mit Ishii und Inoue (46:19 Min.)
  • Trailer (1:57 Min.)
  • Trailershow:
    • Elysium (1:52 Min.)
    • Eternal Blood (1:29 Min.)
    • H (1:55 Min.)
    • Hiruko (1:45 Min.)
    • Dead Or Alive - Final (1:08 Min.)
    • Save The Green Planet (2:13 Min.)
    • Tough Luck (1:39 Min.)
    • Unborn But Forgotten (1:42 Min.)
  • Info (1 Seite)
 Beim Bonusmaterial hat man ordentlich zugeschlagen. Schon die beiden exklusiv geführten Interviews mit der Hauptdarstellerin und dem Regisseur, beide im Originalton mit deutschen Untertitel, bringen es auf eine Gesamtlänge von über 80 Minuten. Die sehr sympathische Inoue erzählt über ihren Fotoband, bekommt kurzen Deutschunterricht und darf sich im lockeren Gespräch über Regisseure und Filme äußern. Ishii selbst erzählt dann sehr Interessantes zum ursprünglichen Skript des Filmes, welches sicherlich zu einer sehr obskuren Verfilmung geworden wäre. Der Audiokommentar ist keine zusätzliche Tonspur zum Film, sondern eine auf ca. 47 Minuten zusammengeschnittene Erläuterung, der Ishii und Inoue beiwohnen. Die Reihenfolge der Szenen wurde dabei oft vertauscht und es werden auch einige Schlüsselszenen gezeigt, so dass man dieses Feature wirklich erst anschauen, wenn man mit dem Hauptfilm durch ist. Zuletzt gibt es noch eine aufreizende Bildergalerie von Inoue, einen Trailer und eine Trailershow mit weiteren Titeln von I-On. Die Menus wurden in den Übergängen animiert, mit der Filmmusik unterlegt und die DVD ziert ein stabiler Pappschuber.
 ++++--

Fazit
- "Hier drin ist es kalt. Kalt und wunderschön." (Chihiro)

Takashi Ishii, bisher mehr ein Inbegriff für knallharte und herausstechende Yakuza-Actionfilme, trifft mit "Freeze Me" aufs Rape'n'Revenge-Genre und hinterlässt gleich einen bleibenden Eindruck. Vielleicht weil sein Werk von gerade mal 5 Darstellern und einem grundlegenden Setting (Chihiros Wohnung) getragen wird, ist der Spannungsaufbau so gelungen. Der Beginn scheint unerträglich, wie Chihiro in ihrer hilflosen, unterwürfigen Art ihren unheimlich dreist auftretenden Peinigern immer wieder ausgesetzt ist. Umso befreiender und süßer ist die Rache, die für alle ihrer "Verehrer" mit Gefrierbrand in einer der riesigen Kühltruhen endet. Wer gern mit asiatischer Filmkunst anbändelt, dem dürfte die direkte und unverblümte Umsetzung sämtlicher Gewaltszenen, die es zwar nicht überschwenglich, aber sehr realistisch zelebriert werden, nicht neu sein. Aber auch hier darf man froh sein, dass "Freeze Me" ungekürzt eine Freigabe ab 16 Jahren erhielt, denn zimperlich ist's nicht, was man da erblickt. Dazu darf Hauptakteurin Harumi Inoue, die mittlerweile eine psychotische Bindung zum Inhalt des Eisfaches aufbaut, ihren Edelkörper in allerlei Duschszenen präsentieren, was jeweils im Kontext der Handlung sehr ansehnlich oder grad auch abstoßend (Vergewaltigung) wirkt. Nur fehlt ein wenig das wirklich Schockierende an der Geschichte, verliert die Vergeltung ihren Reiz und nachhaltige Emotionen werden zugunsten niederer Unterhaltungsziele beiseite gelegt. Das bitte nicht falsch verstehen, denn "Freeze Me" ist vielen Thrillern weitaus überlegen, doch ist er nicht so ein unbequemer Gnadenhammer wie beispielsweise Interner Link"Sympathy For Mr. Vengeance", dafür aber auch sehr viel einfach zu konsumieren.
Der Eindruck der deutschen I-On-DVD ist zwiespältig. Zwar fetzt das Bonusmaterial durch aufreizende Bildergalerie, insgesamt 80minütigen Interviews mit Darstellerin und Regisseur und einem 47minütigen Audiokommentar, aber dem Bild fehlt es an Kontrast, etwas Schärfe und klaren Konturen. Der Ton dagegen ist wieder sehr solide.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Freeze Me
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.