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USA 1971
Originaltitel:Blood Shack
Alternativtitel:Chooper, The
aka. Curse of the Evil Spirit
Länge:55:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Not rated
Regie:Ray Dennis Steckler
Buch:Ray Dennis Steckler
Kamera:Ray Dennis Steckler
Musik:Frank A. Coe
Darsteller:Carolyn Brandt, Ron Haydock, Jason Wayne, Laurel Spring, John Bats, Steve Edwards, Linda Steckler, Laura Steckler
Vertrieb:Shriek Show
Norm:NTSC
Regionalcode:1



Inhalt
Eine alte, verlassene Ranch in der Einöde ist besessen vom uralten, wütenden, indianischen Geist "The Chooper", der droht, mit seinem mächtigen Schwert jeden Eindringling, der die Schwelle zu diesem verfluchten Wohnplatz überschreitet, niederzumetzeln.
Eine hübsche, junge Frau (Carolyn Brandt) erbt das 150jährige, heruntergekommene Grundstück und wird sofort von den Anwohnern vor den um sich greifenden, mysteriösen Morden des legendären Choopers gewarnt. Doch willensstarke neue Besitzerin ist skeptisch über diese Ammenmärchen, zieht in das Anwesen ein, schlüpft in einen weißen Mini-Rock und Go-Go-Stiefel und erforscht erstmal ihren zerfallenen Besitz. Wird sie die Begegnung mit dem Klingen schwingenden, schreienden Chooper überstehen? Wird sie weiterleben, um weitere heiße Duschen nehmen zu können und ihre neue Heimat in ihren engen Jeans beglücken zu können? Nicht, wenn der Chooper naht ...

Bild
Format1.851 (anamorph)
NormNTSC
 "Blood Shack" ist ein Low Budget-Film aus den 70ern, da darf man froh sein, wenn die DVD ein grad noch befriedigendes Bild (inklusive dem Altersbonus) hat. Der Kontrast wirkt in Außenaufnahmen überstrahlend, in dunklen Szenen nicht besonders deutlich, die Farben sind angenehm kräftig, aber auch etwas unnatürlich und das Material hat durch das extrem hartnäckige Rauschen und die häufigen Defekte einen groben Anstrich. Über die Kompression lässt sich nichts Schlechtes sagen, man würde sie ohnehin nicht besonders herauserkennen. Zumindest ist die Schärfe in Anbetracht all dieser schlechten Eigenschaften noch recht bekömmlich, viel kann man aber auch hier nicht erwarten. Grad noch 3 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Der Ton bringt kaum etwas Besonderes hervor. Einige Stellen des Monotracks sind sehr dumpf, einige wieder etwas klarer, insgesamt bekommt man aber einen moderaten Ton geboten, der leichtes Zischen und Rascheln enthält und oftmals deutlich als Liveton identifiziert werden kann. Da ich kaum glaube, dass der Film jemals ins Ausland gebracht worden ist, existieren auch keine weiteren Synchros, aber auch keine Untertitel. Nun ja, geredet wird sowieso nicht besonders viel und gut verständlich ist es größtenteils ...
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Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Intro with Joe Bob Briggs (6:08 Min.)
  • Commentary with Ray Dennis Steckler
  • Bonus Second Feature "The Chooper" (70:38 Min.)
  • Comedy Commentary with Joe Bob Briggs for "The Chooper"
  • Interview with Director Ray Dennis Steckler (14:02 Min.)
  • Interview with Actress Carolyn Brandt (10:40 Min.)
 Um das Bonusmaterial etwas auszuweiten, befinden sich auf dieser DVD gleich zwei Komödianten, die ihre Späße zum Film aufführen. Einer davon, der Filmkritiker Joe Bob Briggs, darf eine hingebungsvolle Ansprache zum Film halten und einen Audiokommentar zu "The Chooper" sprechen, der gleichfalls amüsant wie interessant ist. "The Chooper" ist übrigens ein anwählbarer Bonusfilm, der die damals veröffentlichte Kinofassung darstellt. Regisseur Steckler plante seinen Film zwar als einstündigen Horrorfilm, wurde aber durch den Verleih gezwungen, ihn auf 70 Minuten zu strecken und einen neuen Score zu nutzen, wobei seine 56minütige Version (hier mal als Director's Cut bezeichnet) um knapp 15 Minuten mit unwichtigen Füllszenen gestreckt wurde. Der als Hauptfilm aufgebrachte "Blood Shack" entspricht dem kürzeren Director's Cut. Zu diesem kann man den anderen Komödianten hinzuschalten, und zwar - Überraschung - den Regisseur selbst. Der Kommentar ist eine absolute Wucht, denn Steckler vertont den Film nebenbei als gekonnter Geräuschimitator noch mal neu und macht sich herrlich abfällig über jede Szene bemerkbar, sogar jene, in denen seine damals noch sehr jungen Töchter mitspielen. Trotzdem merkt der Zuhörer, dass ihm die Arbeit am Film genauso viel Spaß gemacht hat wie die jetzige, erneute Sichtung. Streckenweise scheint es sogar so, als ob er überaus stolz auf "Blood Shack" sei, was durchaus nachvollziehbar ist. Er selbst kommt dann noch in einem 15minütigen Interview zu Wort, das im Wesentlichen auf die Entstehung des Namens "The Chooper" (ein Geräusch, was einer seiner Charaktere in seinem früheren Film "The Lemon Grove Kids" erzeuge) und die Idee zum Film eingeht. Ganz locker spricht er darüber, wie er noch ein paar hundert Dollar übrig hatte, dieses alte Haus in der Wüste fand und er doch gern mal etwas über einen Indianerfluch drehen mochte. Hauptdarstellerin Carolyn Brandt wurde ebenfalls interviewt (von Steckler selbst) und dieses Special ist dahingehend interessant, dass es wie ein Klassentreffen wirkt, bei dem die Ehemaligen nostalgisch ihre Erinnerungen hervorkramen. Die zwei Audiokommentare, die Interviews und der "Bonusfilm" dürften so ziemlich das Höchste aller Dinge sein, was man von einem Film dieses Kalibers erwarten kann, daher 4 Punkte für die Extras.
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Fazit
Ihr steht auf Filme, in denen ein mit Schwert bewaffnetes, maskiertes Monster (aka. "The Chooper") zu psychedelischer Musik in ein Haus stürmt und dort das kreischende, leicht bekleidete Mädchen abmurkst? Das war fast schon die beste Szene des Filmes, denn die absolut minimalistische Umsetzung mit einer handvoll Darsteller, einem Setting von 2 Häusern mitten in der Wüste und grundsätzlich kaum Ausstattung setzt sich über die nächste Stunde fort. Ray Dennis Steckler macht seinem Ruf als famoser Murksdreher alle Ehre, denn weder kann man das Ganze als Backwood-, noch als Horror- oder Trashfilm zählen. Selbst für Trash ist das kurze Martyrium zu zäh und höchstens die Ankunft des Mörders, der zwar ein indianischer Rachegeist sein soll, eigentlich aber nur ein Mensch im schwarzen Cape ist, sorgt für unfreiwillige Lachsalven. Ansonsten darf man kleinen Kindern beim Spielen, großen Kindern beim Rodeoreiten oder Arbeiten und Carolyn Brandt (gleichzeitig Name der Darstellerin als auch des Charakters) beim Denken zuschauen. Die wandelt nämlich die gesamte Zeit über auf ihrem Grundstück umher und kommentiert die Frage, warum man ihr denn ihre frisch geerbte Farm auf so penetrante Weise abkaufen möchte. Der Blutgehalt reduziert sich auf ein paar plumpe Blutbeutel und die Spannung ist praktisch nicht existent. Fällt auch schwer, sich ins Genre hinzuversetzen, wenn der Mörder am hellichten Tag angreift und die Musik aus lustigem Country-/Dixiegedudel besteht, als ob jeden Moment der Roadrunner aus der Wüste preschen würde. Dies sind auf jeden Fall nochmal Stärken des Filmes, denn diese Szenen animieren zum Gröhlen und Mitfeixen, auch wenn sie sicherlich nicht so geplant waren. Wie bemerkt Joe Bob Briggs doch so schön dazu in seiner leicht zynischen Ansprache: "Was kann von einem Film erwarten, bei dem der Regisseur 3 Mitglieder seiner Familie castet?" Recht hat er, nicht sonderlich viel ...
Die Qualität des Filmes ist nicht mehr die Beste, in Anbetracht der Tatsachen aber zufriedenstellend. Beim Bonusmaterial hat man wieder erstaunlich viel produziert, so dass sich die DVD auf jeden Fall lohnt, wenn man ein wenig Interesse am Film hat.



Bilder der DVD




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