Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1977
Originaltitel:Worm Eaters,The
Länge:86:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Juristisch geprüft/Strafrechtlich unbedenklich
Regie:Herb Robins
Buch:Herb Robins
Kamera:Willis Hawkins
Musik:Theodore Stern
Darsteller:Lindsay Armstrong Black, Mike Garrison, Robert Garrison, Barry Hostetler, Herb Robins, Joseph Sacket
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der verschrobene Einsiedler Herman Umgar lebt in einer alten Windmühle. Dort hält, pflegt und vermehrt er liebevoll seine "Haustiere": Regenwürmer, denen er Namen gegeben und sogar ein kleines Terrarium samt Wohnungen gebaut hat. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er mit zahlenden Touristen, die auf seinem Grund und Boden campen. Doch den Behörden ist Umgar ein Dorn im Auge. Sie würden die Fläche lieber für Neubesiedlungen oder Gewerbeflächen nutzen. Doch Umgar stellt sich quer. Als aus Versehen einer seiner Regenwürmer in das Essen eines Touristen gelangt, mutiert dieser zu einer Art Riesenwurm. Umgar sieht die Chance, sein Eigentum zu retten ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Zunächst erschrocken über die Vielzahl von analogen Defekten und Kratzern in der Vorlage, kann man nach ein paar Sekunden wieder etwas durchatmen. Zwar verschwinden die Verschmutzungen nicht, treten aber zum Glück nicht immer in solch einer geballten Form auf, wie zu Beginn des Filmes. Von nun an blitzt es mal hier und mal dort und es gibt hin und wieder ein paar Haarrisse und stärkere Kratzer, sowie hin und wieder extreme Verschmutzungen (siehe Bild). In Anbetracht des Alters ist das Ergebnis aber durchaus akzeptabel. Die Farbgebung ist recht natürlich ausgefallen und überzeugt durch seine saubere Farbsättigung. Der Kontrast bietet einen ordentlichen Schwarzwert und kann sich auch so, bis auf kleinere Ausnahmen (in dunkleren Szenen werden die Details leicht verschluckt) durchweg sehen lassen. Die Schärfe gibt sich hierbei recht wechselhaft und lässt den anamorphen Transfer in den Totalen recht weich und stellenweise unscharf wirken. Dazu trägt auch noch der eingesetzten Rauschfilter bei, der zum einen für stehende Rauschmuster sorgt und zum anderen dem Bild an Schärfe raubt. In Nahaufnahmen befindet sich die Detailschärfe auf einem überraschend guten Niveau. Die Kompressionen arbeiten nicht immer ganz sauber und offenbaren leichtes Blockrauschen im Hintergrund und auch der Bildstand wirkt nicht immer sehr ruhig. Alles in allem aber ein ordentlicher Transfer, welchen man Aufgrund des Alters und der Tatsache, dass es sich hier um eine Low-Budget-Produktion handelt, die straken Defekte und Verschmutzungen verzeihen kann.


In einigen Szenen voller Defekte und Verschmutzungen ...


...überwiegend aber ein recht sauberer, jedoch etwas unscharfer anamorpher Transfer.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Montoton wurde auf Stereo aufgepumpt und bietet zwar eine gute Dialogverständlichkeit, klingt aber insgesamt sehr dumpf und gedrungen. Dafür fällt kein störendes Rauschen auf und Defekte sind ebenfalls nicht auszumachen. Die englische Tonspur klingt natürlicher und klarer als die deutsche Spur, rauscht dafür aber deutlicher und Knackser sind ebenfalls auszumachen. Optionale deutsche Untertitel gibt es leider nicht.
 ++----

Extras
Extras
  • Audiokommentar von Ted V.Mikels
  • Vollbildfassung in Deutsch und Englisch (86:11 Min.)
  • Bildergalerie (12 Bilder)
  • Original-Kinotrailer (1:42 Min.)
  • CMV-Trailershow:
    • Die Leichenmühle (2:10 Min.)
    • Treffpunkt Los Angeles (2:26 Min.)
    • Die Blutorgie der Satansjünger (2:24 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Neben einem leider nicht deutsch untertitelten "Audiokommentar" von Produzenten Ted V. Mikels, welcher nicht gerade der größte Redner ist, gibt es noch eine "alternative Vollbildfassung" des Filmes in deutsch und englisch, sowie eine "Bildergalerie" und den "Original-Trailer". Abgerundet werden die Extras durch drei weitere Trailer aus der CMV-Trash Collection. Insgesamt natürlich nicht sehr viel und es ist schade, dass beim Kommentar deutsche Untertitel fehlen, aber es ist schon schön, bei solch einem Film überhaupt Extras zu haben.



 +++---

Fazit
Also, wenn das nicht mal Trash par excellence ist, ja dann weiß ich es auch nicht mehr. Was Herb Robin hier erschaffen hat, ist dermaßen von ekelig und genial, dass kann man es kaum beschreiben kann. Ohne "Guts & Gore" schafft er es dank den unzähligen Nahaufnahmen von Menschen, welche mit Genuss ihr durch Würmer angereichertes Essen vertilgen, den Zuschauer ein Ekelgefühl zu vermitteln, wie es kein Fulci-Horror jemals könnte. Minutenlange Aufnahmen von kauenden Protagonisten, in deren Münder sich die Würmer regen und winden, dürfte selbst den stärksten Magen umkrempeln. Aber vielleicht sind die Würmer nicht eimal das Eklige an den Szenen, sondern vielmehr die extremen Zooms auf die vorgekauten Hot Dogs, Kuchen oder Spaghetti. Aber Herb Robin und seine Crew hatten sichtlich Spaß bei den Dreharbeiten und so übernahm er gleich noch die Hauptrolle des Herman Umger, dem Wurmliebhaber. "Die Wurmfresser" ist eine Tortur für den Magen, ekelig, abgrundtief böse und gemein. So dermaßen genial daneben, dass es eine helle Freude ist, dem Treiben beizuwohnen.
Tolle Darsteller mit einem starken Hang zum Overacting, viel unfreiwillige, sowie freiwillige Komik und einfache aber effektive Spezialeffekte. Mehr kann man kaum wollen, auf jedenfall nicht von einem Film dieses Kalibers. Trash durch und durch. Verrückt, anarchisch und so bekloppt, dass man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. Ich bin fürs Lachen und wer dann auch noch den Soundtrack zu hören bekommt, wird einfach aus dem Häuschen sein, denn so etwas schräges und einprägsames gab es bisher nur selten. Somit ist Autor und Regisseur Herb Robins eine Trash-Granate gelungen, welche in keiner Sammlung fehlen sollte und sogar der Trailer sorgt auf Partys für richtig Stimmung.
Die DVD bietet eine dem Alter des Materials entsprechend solide Bildqualität, deren Vorlage jedoch sehr Defekt belastet ist, sowie einen recht dumpfen deutschen Monoton beinhaltet. Die Extras gehen durchaus ok, deutsche Untertitel bei dem Audiokommentar hätten aber drin sein müssen, ebenso deutsche Untertitel für den Film. Aber abgesehen davon ist die DVD für Fans eine Pflichtanschaffung und erscheint wie die anderen Teile der CMV Trash Collection auch in einer kleinen Buch-Hartbox, mit dem orginalen deutschen Cover-Artwork. Wir wünschen euch guten Appetit, vor allem nach dem Genuss diese Filmes.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Die Wurmfresser" - Trash Collection #07 im Mai
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.