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USA 1999
Originaltitel:Corruptor, The
Länge:105:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:James Foley
Buch:Robert Pucci
Kamera:Juan Ruiz Anchía
Musik:Carter Burwell, DMX, Jay-Z, Mystikal u.a.
SFX:Global Effects Inc.
Darsteller:Chow Yun-Fat, Mark Wahlberg, Ric Young, Paul Ben-Victor, Jonkit Lee, Andrew Pang, Elizabeth Lindsey, Brian Cox, Byron Mann, Kim Chan, Bill MacDonald, Susie Trinh, Ho Chow, Olivia Yap, Olivia Yap
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
In New Yorks Chinatown tobt ein gefährlicher Bandenkrieg. Der hochdekorierte Cop Nick Chen (Chow Yun-Fat) hat inzwischen zwar seine eigenen Methoden, um in dem Sumpf von Korruption und Gewalt, Mord und Verrat die Kontrolle zu bewahren. Doch jetzt braucht er Verstärkung. Leider ist der frisch gebackene und scheinbar unerfahrene Polizist Danny (Mark Wahlberg) zunächst keine große Hilfe für Nick. Nach einer Reihe mysteriöser Morde an asiatischen Prostituierten spitzt sich die Lage zu. Plötzlich stehen Danny und Nick selbst unter Korruptionsverdacht. Keiner weiß mehr, wem er noch trauen kann. Und ein Menschenleben ist in Chinatown keinen Pfifferling wert ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Vom ersten Augenblick an ist das anamorphe Bild sehr scharf und hervorragend detailreich. Auf Gesichtern ist jede Pore erkennbar und auch im Hintergrund verliert sich das Geschehen nicht in Unschärfe. Beim Farbverhalten und der dem Kontrast ergibt sich ein ebenso stilisiertes Hochglanzbild, das sehr natürlich und ebenso klar ausfällt. Die Kompression macht keine Anzeichen von Problemen, ein Rauschen ist nur sehr leicht, fast unmerklich vorhanden und Verschmutzungen sieht man keine. Bildtechnisch also eine Glanzleistung.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Deutsch (für englischen Ton)
 Feines für die Augen, da gibt's natürlich auch was Sattes auf die Ohren. "Corruptor" braut sich ein tosendes Tongemisch, das man bei Actionfilmen so mag: Die Front ist vornehmlich für bestens verständliche Dialoge verantwortlich und sobald es etwas zur Sache geht, schreckt ein kräftiger Effekt aus den hinteren Lautsprechern auf. Beispielsweise der erste Shoot-Out verursacht einen ohrenbetäubenden Lautstärkepegel mit jeder Menge pfeifendem Kugelhagel und brausenden, dickbassigen Explosionen, dass es eine wahre Freude ist. Den Hintergrund bilden neben brachialen Effekten aber auch leise Töne, ob nun sachte Umgebungsgeräusche oder Musik, die aber meist sehr aktiv auftritt und eine hervorragende Dynamik einbringt. Die beiden Surroundspuren erbringen da weitaus weniger, sind also völlig überflüssig. Nervig ist, dass die Tonspur nur übers Menu umschaltbar ist und dann beim englischen, dem deutschen gleichwertigen Ton deutsche Zwangsuntertitel erscheinen.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet
  • Audiokommentar von James Foley
  • Making Of: From The (Under)Ground Up (30:47 Min.)
    • Die Recherche: Vorort (3:00 Min.)
    • Die Darsteller: Ost trifft West (5:32 Min.)
    • Die Produktion: "Action" mit Steel (8:36 Min.)
    • Der Regisseur: Nahaufnahme (13:27 Min.)
    • Der Autocrash: Ungeschnittene, unzensierte Version (6:00 Min.)
    • Das Marketing: Entstehung des Trailers (7:01 Min.)
    • Die Fotogalerie: Produktionsdesign und Produktionsfotos (7:01 Min.)
 Auf Kinowelt-Scheiben gibt's eigentlich immer Extras, meist sogar ein paar mehr. Schade, dass es das insgesamt halbstündige, interessante Making Of, welches in 8 separate Passagen unterteilt wurde, nur englischen Ton gibt. Auch der Audiokommentar des Regisseurs, der so einige Dinge zu sagen hat, beispielsweise die Zusammenarbeit mit ehemaligen Gangmitgliedern oder die Schwierigkeiten mit der MPAA, die dem Film einige Schnittauflagen verordnete, hat keine Übersetzung erfahren. Innerhalb des Making Ofs ist übrigens eine etwas längere Car Chase-Szene vorhanden, die das Unrated-Material in hervorragend gemasterter Qualität zeigt. Die hier vorliegende deutsche Fassung ist trotz dass diese Szene so nicht im Film integriert ist, als ungeschnitten zu bezeichnen, denn sie entspricht der US-R-Rated-Fassung. Eine Unrated-Fassung mit wenigen Gewaltszenen mehr ist nicht offiziell im Umlauf. Innerhalb des KeepCase steckt ein Booklet, von dem 5 Seiten mit Produktionsnotizen und Darstellerinfos gefüllt sind.
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Fazit
Die nächste Chow Yun-Fat-Paarung mit einem US-Star ließ einiges hoffen. Allerdings ging's auch nicht noch niveauärmer als mit "The Replacement Killers". Doch hier kommt er akzeptabel zum Einsatz, wenn es um die Macht in Chinatown geht. Hier spielt er den erfahrenen Bullen im von den Triaden kontrollierten Viertel, der mit Marky Mark Wahlberg einen Ami-Bullen und Halb-Frischling vor die Nase gesetzt bekommt.
"The Corruptor" beginnt wie in allerbesten Ballerzeiten mit Schießereien und Explosionen galore, um dann mehr in den Bereich des Polizeithrillers abzurutschen. Dabei wird es zunehmend unübersichtlicher, wer hier gegen wen spielt. Das ist erfreulich, denn so bekommt man in regelmäßigen Abständen immer neue Plot-Twists präsentiert, die dem Geschehen ständig eine neue Richtung geben. Chow ist einerseits gefeierter Beamter, arbeitet aber sonst halb-illegal, da er sich mit den Triadenbossen geeinigt hat und seine Einsätze mit ihnen abstimmt. Wahlberg scheint erst Rookie zu sein, dann erfahrener Bulle, gerät dann in Triadenverhältnisse und gehört plötzlich zu den "Internal Affairs". Das FBI mischt auch noch reichlich mit, indem es Chow kassieren möchte und die Triaden sind unter sich genug zerstritten, um sich gegenseitig zu ermorden. Ständig werden die Karten neu gemischt und das führt den Film von bloßer Action (von der es später weniger, aber regelmäßig was zu sehen gibt) weg, hin zu einem harten Polizeifilm mit hervorragendem Skript. Allerdings erfordern die ständigen Sprünge reichlich Aufmerksamkeit, sonst verliert man schnell den Faden.
Leider ist Chow mit der komplexen Polizeirolle manchmal etwas überfordert, wirkt aber dennoch überzeugender als sein manchmal angewandtes Stone Face. Seine fröhlichen Einlagen sind für US-Gewöhnte auch etwas ungewöhnlich. Wahlberg ist noch recht käsig um die Nase, gewinnt aber langsam aber sicher Profil. Trotzdem ist die Schauspielerwahl die größte Schwäche, denn zwei prägnantere Gesichter hätten den Film noch größer machen können. Leider kann der Film sich zu keiner innovativen Lösung aufraffen, verzichtet auf Happy End und entscheidet sich auch nicht für die zeitgemäße Zynik, sondern überlässt das Handeln seinen Figuren, individuelle Entscheidungen ohne richtige Botschaft.
Ganz hervorragend neben so manchen Gefecht auch Schnitt und Kameraführung, die mal einen ungewohnten Blick auf US-Metropolen geben. Und knallbunt ist das alles noch dazu. Mehr als akzeptabel. Kinowelt hat technisch eine hervorragende Scheibe abgeliefert, die von einigem Bonusmaterial begleitet wird, dem leider die Untertitelung fehlt.



Bilder der DVD




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