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USA, CAN 1997
Originaltitel:Bleeders
Alternativtitel:Hämoglobin
aka. Descendant, The
Länge:88:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Peter Svatek
Buch:Charles Adair, Ronald Shusett, Dan O'Bannon, H.P. Lovecraft
Kamera:Barry Gravelle
Musik:Alan Reeves
SFX:Maestro Studios, Adrien Morot, André Laforest
Darsteller:Roy Dupuis, Rutger Hauer, Kristin Lehman, Jackie Burroughs, John Dunn-Hill, Joanna Noyes, Felicia Schulman, Janine Theriault, Michelle Brunet, John Harold Cail, Gillian Ferrabee, Pascal Gruselle
Vertrieb:Atlantis/Alive
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
John (Roy Dupuis) und Kathleen Strauss (Kristin Lehman) ziehen an die Ostküste der Vereinigten Staaten. Sie hoffen, in der Heimat von Johns Vorfahren Aufschluss über die tödliche Blutkrankheit zu bekommen, die John umzubringen droht. Nach einem Anfall bringt Kathleen ihren Mann zu Dr. Marlow (Rutger Hauer). Dieser hat den Verdacht, dass John von der berühmt-berüchtigten Sippe abstammt, die schon vor Jahrhunderten für Grauen sorgte. Die Krankheit wandelt die Menschen in menschenfleischfressende Bestien. Als John dieses Schicksal einzuholen scheint, bekommt er obendrein unerwarteten Besuch von seiner "Horrorfamilie".

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Vollbild ist wechselhaft ausgefallen. Außenaufnahmen sind detailliert, bis auf wenige Dropouts sehr rein und auch mit passend herbstlicher Farbstimmung versehen. Zwar wird auch hier schon feines Rieseln und ein wenig stehendes Rauschen in Bewegungen deutlich, das übersieht man aber gern gegenüber den positiven, überwiegenden Faktoren. Bewegt sich die Kamera in überdachte oder dunkle Settings, fallen die Farben wie beim Blick durch eine Sonnenbrille schnell in triste Gefilde ab und das verbleibende Sonnenlicht strahlt etwas zu stark (siehe Szenen mit Rutger Hauer in seinem Haus). In komplett abgedunkelten Szenen stimmt dann der Schwarzwert nicht mehr richtig, das Bild bleibt aber gut durchschaubar und die Schärfe geht nicht verloren. Die Kompression stört das noch gute Bild zu keiner Zeit. Das Bildformat an sich scheint der ungematteten Version zu entsprechen, denn zumindest an einer längeren Stelle hängt das Mikro dort, wo eigentlich schwarze Balken sein sollten.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Warum hat der deutsche Ton keine höhere Lautstärke bekommen? So sanft, wie er erklingt, braucht man schon gute Ohren oder absolute Stille in seiner Umgebung, um alles richtig nachvollziehen zu können. Der Englische ist da weitaus angriffslustiger durch einen deutlich erhöhten Pegel, in dem die Geräuschkulisse bedeutend besser zum Ausdruck kommt, was aber auch mit leichtem Rauschen bezahlt wird. Trotzdem find ich diese Stereovariante besser als die recht gut umgesetzte Synchronisation, da der Surround-Ton nur wenig Bewegung auf die hinteren Lautsprecher bringt und vielmehr so klingt, als ob er als mäßige Bearbeitung des Stereotons entstand. Zumindest ist die Klangqualität bis auf die zarte Lautstärke unproblematisch, fehlerfrei und angemessen klar. Im Bereich des Scores hebt sich sogar hin und wieder der Bass an.
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Extras
Extras
  • Original Trailer (2:10 Min.)
  • Slideshow (1:34 Min.)
  • Filmografien:
    • Rutger Hauer
    • Dan O'Bannon
    • Donald Shusett
    • Peter Svatek
    • Kristin Lehman
    • Roy Dupuis
  • Weitere DVDs:
    • Warlock - Das Geisterschloss (2:12 Min.)
    • Dead Heat (1:35 Min.)
    • Bug Buster (2:21 Min.)
    • The Blackout (1:27 Min.)
    • Ignition (1:34 Min.)
    • I Shot Andy Warhol (1:50 Min.)
    • Baraka (2:36 Min.)
 Die vertretenen Extras sind mit ein paar Trailern, einer Slideshow, ein paar selbstablaufenden Texten zu den Mitwirkenden, die sich weder spulen noch abbrechen lassen, und einigen englischsprachigen Trailern weiterer DVD-Veröffentlichungen nicht gerade etwas Besonderes. Was diese Auflage also so besonders macht, dass sie unter einer Limitierung von 2000 Stück entstand, verschließt sich mir. Zumindest ist die Menugestaltung solide und wenige Extras sind besser als gar keine.
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Fazit
Ein altes Fischerdorf, das auszusterben droht (achtet mal drauf, auf wieviel männliche Insulaner man trifft!), eine seltsame Erbkrankheit und eine Blutsbande, die unseren Hauptakteur zurück seinen unbekannten Wurzeln zieht - das klingt doch schon mal vielversprechend und ist mit guten Ansätzen nach Ideen von Edgar Allan Poe verfilmt wurden. Die gesamte Zeit über bedrängt uns ein ungutes Gefühl, denn das kleine Dorf ist ein abgeschiedenes, ursprüngliches Fleckchen Erde, auf dem sich unerklärliche Vorfälle zutragen und grausige Geschichten um die einstigen Herrscher hier ranken. Irgendwie besitzt "Hemoglobin" eine Stimmung, die ihn zwar nicht sonderlich aufregend, aber passabel schaurig macht, wenn beispielsweise die kleinen, verkrüppelten Kriechmonster, die aussehen, wie die Aliens aus Interner Link"Bad Taste", sich aus ihren Höhlensystem begeben, um im unheiligen Schutz eines tosenden Unwetters die verbliebenen Inselbewohner zu terrorisieren. Natürlich gibt es Problemchen hier und da, da sich alle im Kampf gegen die Bedrohung etwas ungeschickt verhalten und dadurch typische Situationen heraufbeschworen werden, aber die wenigen Hauptakteure schlagen sich doch passabel. Rutger Hauers Rolle ist hier weniger herausragend, aber wie so viele Details sorgt seine Verkörperung des haltlosen Inselarztes, der seine Unzufriedenheit im Alkohol ertränkt, für einige Ecken und Kanten, die die Inszenierung im oberen B-Movie-Bereich ansiedeln. Auch Roy Dupuis hinterlässt allein durch sein Äußeres, das ihm vielleicht mal die klassische Rolle eines Grafen Blutsaugers einbringen könnte, einen markanten Eindruck, wobei ihm die Verkörperung des innerlich zerbrechlichen Charakters gelingt. Regisseur Svatek legt sehr viel Wert auf Natürlichkeit (schlägt leider in einigen Aspekten wie den Nebendarstellern kläglich fehl) und transferiert in seinem Werk ein altmodisches Zeitgefühl, was sich vielleicht negativ auf die eher unspektakuläre Monsteraction, dafür aber umso mehr positiv auf das runde Gesamtbild auswirkt. Übrigens ist der Vergleich mit dem deutlich mehr Horror lastigen Interner Link"Lurking Fear" hinfällig, da hier völlig andere Töne angeschlagen werden und nur ein Teil der Geschichte aufgegriffen wird. Trotzdem sind einige Szenen enthalten, die deutlich mit Effekten prahlen, wie die Obduktion Eines der Spezies, der zuvor in eine Schiffschraube gelangte. Das Effekt orientierte Publikum, das Geschehnisse Schlag auf Schlag verlangt, wird "Hemoglobin" deswegen aber trotzdem nicht ansprechen.
Die limitierte DVD-Edition ist nicht unbedingt etwas Besonderes, aber wer am Film Interesse hat, macht hier nichts sonderlich falsch, wenn man sich auf B-Movie-Ware in ebensolcher Umsetzung einstellt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Hemoglobin
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