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USA 1999
Originaltitel:The Rage: Carrie 2
Alternativtitel:Carrie 2
aka. Carrie 2, Say You're Sorry
Länge:100:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Katt Shea
Buch:Rafael Moreu
Kamera:Donald M. Morgan
Musik:Danny B. Harvey
SFX:Ron Bolanowski, Thomas R. Burman
Darsteller:Emily Bergl, Jason London, Dylan Bruno, J. Smith-Cameron, Amy Irving, Zachery Ty Bryan, John Doe, Gordon Clapp, Rachel Blanchard, Charlotte Ayanna, Justin Urich, Mena Suvari, Elijah Craig, Eddie Kaye Thomas, Clint Jordan
Vertrieb:MGM
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Über 20 Jahre ist es her, daß Carrie White den Abschlußball der High-School mit ihren telekinetischen Kräften in ein blutiges Inferno verwandelte. Jeder im Ort erinnert sich an die Nacht des Grauens, doch keiner weiß, daß Carries Erbe lebt - in ihrer Halbschwester Rachel, die wie Carrie die Außenseiterin ihres Jahrgangs ist. Und ihre Mitschüler, die Rachel bei jeder Gelegenheit das Leben zur Hölle machen, ahnen nicht, daß sie ein gefährliches Spiel mit dem Feuer spielen..."

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Neben einer kräftigen Farbgebung bietet uns der anamorphe Transfer einen sauberen Kontrast, der mit einem satten Schwarzwert aufwarten kann und selbst in dunklen Szenen keinerlei Details vermissen lässt. Rauschen ist hierbei nur selten auszumachen und lediglich bei stilistisch verfremdete Aufnahmen wie z.B. Amateurkameras oder Schwarzweiß-Rückblenden bekommen wir ein etwas stärkeres Rauschen zu Gesicht. Die Schärfe ist hierbei jedoch meist sehr gut ausgefallen und wirkt stets sehr detailliert und sauber. Vor allem Nahaufnahmen bieten eine sehr gute Detailschärfe, welche der Transfer in den Totalen leider nicht ganz halten kann und das Bild an einige Stellen etwas weich erscheinen lässt. Hier merkt man einen leichten Einsatz von Rauschfiltern, was unter anderem auch an dem leichten Nachziehen bei schnellen Kameraschwenks zu erkennen ist. Zudem fallen deutliche Doppelkonturen und Ausfransungen an den Kanten auf, welche auf Nachschärfung schließen lassen. Die Kompressionen arbeiten hierbei aber sauber im Hintergrund und Blockrauschen ist nicht auszumachen. Auch Defekte und Verschmutzungen sind hier nicht aus zumachen und schlussendlich bleibt ein sauberer und recht guter Transfer mit leichten Mängeln.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Dänisch, Polnisch, Schwedisch, Finisch (alles Untertitel optional)
 Der deutsche Dolby Digital-Spur bietet eine dominante Frontabmischung, deren Dialoge zwar gut zu verstehen sind, jedoch recht dumpf klingen und zudem deutliche Schwächen in den Höhen zeigen. Die Rears werden lediglich für die Musik und einige Nebengeräusche eingesetzt, es passiert aber nicht selten, dass die Effektlautsprecher gänzlich stumm bleiben. Zudem werden sämtliche Dialoge über den Center wiedergegeben und präsentieren keinerlei direktionale Effekte. Lediglich im Finale bekommen wir einige nette, jedoch immer noch recht unspektakuläre Surroundeffekte geboten und somit kommt in den letzten Minuten noch etwas Räumlichkeit auf. Der Rest ist einfach zu unspektakulär, dumpf und die fehlende Sub-Unterstützung wollen den Ton nicht schmackhaft machen. Der englische Dolby Digital Track wird in den Dialogen wesentlich klarer und natürlicher. Diese sind nicht mehr so frontlastig und passen sich besser dem Gesamtbild ab. Auch wird der gesamte Track wesentlich räumlicher und bietet eine saubere und recht kräftige Effektabmischung. Zwar immer noch nicht perfekt, aber im Gegensatz zur deutschen Spur deutlich besser. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Einleitung "Gelöschte Szenen" (2:28 Min.)
  • Gelöschte Szenen (7:09 Min.)
  • Alternatives Ende (1:03 Min.)
  • Originaltrailer (2:04 Min.)
 Als Extras wird uns ein recht informativer Audiokommentar der Regisseurin Kate Shea geboten, welches aber nicht deutsch untertitelt wurde. Ebenso die gelöschten Szenen. Zwar zeigt der Player deutsche Untertitel an, aber diese werden bei der Einleitung zu den Szenen noch bei dem optional zuschaltbaren Kommentaren gezeigt. Hier hat man wieder am falschen Ende gespart. Zum Schluss gibt es noch den "Original-Kinotrailer", sowie ein "Alternatives Ende" mit Kommentar. Aber auch hier keine deutschen Untertitel.
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Fazit
De Palma zeigte damals, dass man mit wenig Mitteln einen Gerne-Klassiker schaffen konnte, der noch dazu einer der besten Verfilmungen einer Stephen King-Geschichte darstellt. Wieso man dann nach über 20 Jahren eine Pseudo-Fortsetzung drehen muss, bleibt fraglich. "Poison Ivy"-Regisseurin Katt Shea nahm die unehrenhafte Bürde auf sich, um in Brain de Palmas Fußstapfen zu treten. Dass diese einn Nummer zu groß sind, sollte niemand wundern, dennoch ist "Carrie 2" eine gut inszenierte Version der Kingschen Geschichte, für die Neuzeit aufgefrischt mit mehr Sex, Gewalt und harter Musik. Jedoch macht man den großen Fehler und versucht eine logische Fortsetzung zu kreieren anstatt einfach nur ein Remake zu drehen. So spielt Amy Irving als Sue Snell wieder mit, welche mittlerweile Direktorin der Schule ist und als erstes bemerkt, dass mit Rachel etwas nicht stimmt. Genau, ihr habt richtig gelesen. Die Protagonistin heißt nicht Carrie, wie es uns der Titel suggerieren möchte, sondern Rachel und ist die jüngere Halbschwester von Carrie White, dessen Vater gleich zwei Frauen schwängerte. Ab hier wird es dann storytechnisch wirklich zu viel des guten und diverse Einblendungen aus Interner Link"Carrie" versuchen beide Filme miteinander zu verbinden. Dieser Mix aus Remake und Fortsetzung ist absolut unpassend und störend, die Charaktere uninteressant und man fühlt sich an diverse Teen-Serien erinnert, was zum einen an der Wahl der Darsteller liegt und zum anderen, dass Katt Shea zu klischeehaft an den Stoff heran geht. Bis es zum wirklich blutigen Finale kommt, bietet "Carrie 2" kaum Spannung und stellenweise gute Ansätze, ohne aber an die Klasse des Originals anzuknüpfen. Das Ende dürfte für Horrorfans einige nette Special Effects zu bieten haben, passt jedoch überhaupt nicht in den ansonsten ruhigen Film hinein. Man wird das Gefühl nicht los, als wolle man die langatmige erste Stunde dadurch kaschieren und an die Blutgeilheit des Publikums appellieren. Leider dürften sich gerade bei "Carrie" die wenigsten Gore-Fans finden lassen und schätzt man De Palmas subtilen Horrorschocker gerade wegen seinem langsamen Spannungsaufbau bis zum feurigen Finale, ist genau dieses gorige Finale die falsche Lösung und wird dem Original einfach nicht gerecht. Hier hätte man sich für eine Sache entscheiden müssen. Remake oder Fortsetzung. Aber beides gleichzeitig geht in die Hose.

Neben einer guten Bildqualität wird uns leider nicht viel geboten. Der deutsche Ton ist sehr zurückhaltend, sowie frontlastig abgemischt und wird gerade in den Dialogen sehr dumpf. Die Extras sind zwar nett, aber für viele dank fehlender deutscher Untertitel uninteressant. Für einen günstigen Kurs ist die DVD sicherlich keine Fehlinvestition, aber ausleihen würde auch reichen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Carrie (Gold Edition)
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