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USA 2003
Originaltitel:Mindhunters
Länge:101:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Renny Harlin
Buch:Wayne Kramer, Kevin Brodbin
Kamera:Robert Gantz
Musik:Tuomas Kantelinen
SFX:Scott McIntyre
Darsteller:Val Kilmer, LL Cool J, Christian Slater, Eion Bailey, Will Kemp, Jonny Lee Miller, Clifton Collins Jr., Kathryn Morris, Patricia Velazquez, Trevor White, Daniël Boissevain, Antonie Kamerling, Jasmine Sendar
Vertrieb:Universum Film
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Eine nebelige Nacht in einem abgelegenen Waldstück: Die FBI-Agenten J.D. Reston (Christian Slater) und Sara Moore (Kathryn Morris) observieren eine verfallene Villa. Sie sind Profiler, also für psychologische Täterprofile zuständig, und suchen nach zwei vermissten Mädchen und ihrem vermeintlichen Mörder. Plötzlich zerreißt ein Schrei die unheimliche Stille. Sara und J.D. stürmen mit Pistolen und Taschenlampen bewaffnet in das Haus. Düstere Gänge, in denen von Fliegen umschwirrte Tierleichen von den Decken hängen, führen sie in den Keller. Doch die beiden kommen zu spät: zwei Mädchen liegen tot in einer Badewanne, der gesuchte Täter sitzt daneben. Er ist ebenfalls tot. Gerade als Sara zum Funkgerät greift, um der Zentrale Entwarnung zu geben, wird sie von hinten angegriffen. J.D. greift noch nach seiner Waffe, doch es ist zu spät. Mit einem zweiten Täter hatten die beiden Agenten nicht gerechnet, und diese Unvorsichtigkeit kostet sie das Leben.

Sekunden später gehen die Lichter an, Kameras surren, Sara und J.D. stehen wieder auf. Sie haben in ihrem Übungsfall kläglich versagt. Erst wenn man auf dem Weg nach Hause ist, sei die Situation gesichert, bläut ihnen der FBI-Ausbilder Jake Harris (Val Kilmer) in seiner Standpauke ein. Doch die beiden sollen eine letzte Chance bekommen. Gemeinsam mit dem Technik-Ass Bobby Whitman (Eion Bailey), dem misstrauischen Rollstuhlfahrer Vince Sherman (Clifton Collins jr.), dem sarkastischen Briten Rafe Perry (Will Kemp), dem nachdenklichen Lucas Harper (Jonny Lee Miller) und der taffen Nicole Willis (Patricia Velasquez), fünf weiteren Trainees der FBI-Akademie in Quantico, Virginia, sollen sie auf einer unbewohnten Insel ihre Abschlussprüfung bestehen. Und nur wer sich dort keine Fehler erlaubt, wird beim FBI einen Platz als psychologischer Ermittler bekommen ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Beim anamorphen Transfer hat man sich wirklich Mühe gegeben. Neben einer hervorragenden Farbgebung, welche stilistisch oftmals verfremdet wurden und von Blautönen dominiert wird, bekommen wir meist natürliche und satte Farben geboten. Auch der Kontrast lasst keinen Wünsche offen und präsentiert sich selbst in dunklen Szenen sehr detailliert und wartet mit einem hervorragenden Schwarzwert auf. Der Knackpunkt bei diesem Transfer ist aber wieder einmal die Schärfe, welche sich hier zwar überwiegend auf einem guten Niveau befindet, insgesamt aber zu weich wirkt. In den Detailaufnahmen kann man dann wieder von einem guten bis befriedigenden Ergebnis sprechen. Jedoch hätte man hier deutlich mehr herausholen können. Bildrauschen ist hier nur selten auszumachen, was auf den Einsatz von Rauschfiltern zurück zu führen ist. Die Kompressionen arbeiten ebenfalls unauffällig im Hintergrund und lassen nur selten Blockrauschen erkennen. Defekte und Kratzer sind dem Transfer fremd und so kann man von einer ordentlichen Bildqualität sprechen, welche durch die wechselhafte Schärfe leider nur noch ein gut bekommt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch (optional)
 In der ersten Stunden kann der deutsche Dolby Digital Track nicht so wirklich aus den Vollen schöpfen. Zwar wird hier schon eine gute Räumlichkeit und Score-Abmischung gezeigt und auch die Dialoge sind sehr gut und klar zu verstehen, jedoch bleibt der Film überwiegend Front betont und es scheint, als hätte man den Center noch einmal etwas hochgeregelt. Direktionale Effekte sind hier eher selten auszumachen und das gesamte Szenario beschränkt sich auf den Score und leichte Umgebungsgeräusche. Erst zum Finale hin bekommt der Track etwas mehr Kraft und wartet verstärkt mit richtigen Surroundeffekten auf, welche noch für eine gute Wertung sorgen. Der englische Track unterscheidet sich kaum von der deutschen Variante, klingt sogar in den Dialogen etwas schlechter und verzerrt an einigen Stellen etwas. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Making Of
  • Musik-Video:"Marrakech"
  • Internationale Trailer + TV-Spots
 Manchmal möchte man meinen, dass ein gefloppter Film auf DVD nur wenig Liebe in der Umsetzung erfährt. Bei "Mindhunters" musste das Bonusmaterial dran glauben, welches uns bis auf "zwei Trailer", "zwei TV-Spots" und ein Musikvideo nichts an Extras bietet. Achso, doch! Ein "Making-of", welches extra für das deutsche Fernsehen produziert wurde und wieder all dies enthält, was man von einem überlangen Promotion Clip erwartet.
 +-----

Fazit
Renny Harlin is back in Action und bannt uns nach seinem Megaflop "Driven" einen routinierten und durchaus spannenden Thriller auf Zelluloid, der zwar kein Meisterwerk an Filmkunst darstellt, aber zumindest 100 Minuten zu unterhalten weiß. Die Geschichte nicht gerade innovativ gewählt und dem typischen "Zehn kleine Negerlein"-Prinzip nacheifernd. Harlin schafft es schon direkt zu Beginn den Zuschauer hinters Licht zu führen und hält den Kurs auch die nachfolgenden Filmminuten an. Ohne Klischees außer acht zu lassen, Charaktere absichtlich ins falsche Licht zu rücken, um zum Schluss ein etwas verworrenes und unlogisches Ende zu präsentieren, bietet Harlin uns einen gut fotografierten und inszenierten Thriller, der neben den visuellen Spielereien mit Licht und Kamera noch mit einer Riege an bekannten B-Stars aufwarten kann, welche aber dank einer schwachen Charakterisierung nur oberflächliche Stereotypen bleiben. Val Kilmer bekommt in seinem kurzen Cameo kaum die Chance sich als talentierter Darsteller zu beweisen und auch Christian Slater, den man viel lieber in einer der anderen Rollen gesehen hätte, bietet eine kaum bemerkenswerte Leistung und verflüssigt sich viel zu schnell aus dem Drehbuch. Versucht Harlin das Slasher-Genre mit dem eines Action-Thriller zu kombinieren, so schafft er dies zumindest im Bezug auf die einfallsreichen Fallen, welche unseren FBI-Agenten stark zusetzen. Die Geschichte mit der Uhrzeit ist ebenfalls recht nett, jedoch wirkt das Motiv zum Schluss einfach zu aufgesetzt und in Kombination mit den Morden etwas zu überdreht, als dass es wirklich überzeugen könnte. So schafft es Harlin zumindest einen gut funktionierenden Genre-Beitrag abzuliefern, der optisch einiges hermacht, inhaltlich aber immer noch zu weit von dem entfernt ist, was man sich gewünscht hätte. Aber Renny Harlin ist mit "Mindhunters" auf den richtigen Weg zu seiner alten Form zurückzufinden.

Die DVD aus dem Hause Universum bietet eine recht gute Bildqualität und eine passende Soundabmischung, welcher aber gerade im Effektbereich etwas mehr hätte leisten können. Auch das Bonusmaterial ist mager ausgefallen, jedoch ist "Mindhunters" zumindest die Leihgebühr wert (die Verleih-Disc ist ohne Extras), ob man ihn aber danach noch kaufen muss, sollte jeder für sich selbst entscheiden.



Bilder der DVD




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Mindhunters
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