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USA 2001
Originaltitel:Children Of The Living Dead
Länge:Children Of The Living Dead
Freigabe:ungeprüft
Regie:Tor Ramsey
Buch:Karen L. Wolf
Kamera:S. William Hinzman
Musik:Alan Howarth
SFX:Vincent J. Guastini
Darsteller:Damien Luvara, Jamie McCoy, Marty Schiff, Tom Savini, Sam Nicotero, Heidi Hinzman, Philip Bower, Tom Stoviak, A. Barrett Worland, Dallion Elkins, Barret Hackney, Jennifer Kazarian, Scott Kerschbaumer, Larry Kozlowski, Justin Krauss, Chris Coe Maurer, Chris Mowod, Robert Oppel, John Yost
Vertrieb:M.I.B.
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Mit der alten Farm wollte sich Matthew Michaels (Damien Luvara) eigentlich einen Traum erfüllen: Sich eine kleine Niederlassung als Gebrauchtwagenhändler aufbauen. Doch dieser Traum wird schnell zum Alptraum. Der verlassene Friedhof auf dem Gelände birgt ein schreckliches Geheimnis. Kein Einheimischer wagt es, ihn allein zu betreten. Mit Hilfe von Laurie (Jamie McCoy), gelingt es Matthew, die schreckliche Wahrheit zu erfahren. Viele Jahre zuvor wurde der Ort von Zombies heimgesucht. Alle wurden vernichtet, doch ihr Anführer - der blutrünstige Abbot Hayes (A. Barrett Worland) - entkam.
Ungeachtet ihrer Warnungen beginnt Matthew den alten Friedhof zu beseitigen. Doch als seine Helfer die verrotteten Särge wegschaffen wollen, geschieht das Unfassbare - die Zombies entsteigen ihren Gräbern und kehren zurück, voller Gier auf menschliches Fleisch. Und mit ihnen taucht auch der schreckliche Abbot Hayes wieder auf. Gnadenlos macht die unmenschliche Zombie-Horde Jagd auf alle Einwohner des Ortes ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Für eine Low Budget-Produktion ist das Bild richtig gut ausgefallen. Zwar nur Vollbild, was nicht dem eigentlichen Format von 1.85:1 entspricht, das Geschehen ist aber sehr klar und auch detailliert gezeichnet und kann es mit größeren Produktionen durchaus aufnehmen. Beispielsweise wurden für Nachtaufnahmen Blaufilter angewandt, die die nächtliche Atmosphäre richtig nachahmen und nicht, wie bei einigen anderen Digitalproduktionen, die derartig verfremdet wurden, billig aussehen. Die Farbwiedergabe ist gut gelungen, insgesamt aber etwas dunkel, wodurch strahlende Farben eher selten auftreten. Ein Bildrauschen ist besonders im Bildhintergrund zu sehen, wird leider aber nicht richtig von der Kompression verarbeitet und resultiert in Blockrauschen und Artefaktbildung, sowie einem nervösen Zucken einiger Bereiche bei genauerer Betrachtung. Der Detailgrad leidet aber nicht sonderlich drunter und der Kontrast ist in Nachtszenen beinahe makellos.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton ist für einen Surround-Ton etwas zu direkt, weil die Dialoge weitaus zu kräftig abgemischt wurden. Außerdem sind richtige Effekte eher Mangelware, einem splitted Upmix sei es gedankt, der die Frontkanäle noch mal auf die Rears umlenkt. Dies passiert beim Originalton aber im gleichen Maße. Der Ton an sich hat bis auf leichtes Rauschen keine Probleme, der Ton ist gleichwegs klar als auch kräftig. Wenn beispielsweise die Bulldozer über die Baustelle rattern, dann wird das durch ein deutliches Rumpeln des Subwoofers verdeutlicht. Für einen guten Gesamteindruck reicht das aber noch nicht, dafür stört das Geplärre (besonders die Dialoge) aus den Rear Speakern zu sehr.
Übrigens: Die deutsche Synchro ist nicht schlecht, sie ist massiv ärgerlich. Neben den urdämlichen Dialogen, sind die Stimmen teils erheblich penetrant ausgefallen. Frage mich, wie Savini reagieren würde, wenn er seine deutsche Synchronstimme hören könnte. Wenn er Spaß versteht, dann wird sich vielleicht nur drüber lustig machen ...
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (26 Bilder)
  • Geschichte der Filmzombies (8 Seiten)
  • Filmografien:
    • Tom Savini (8 Seiten)
    • Tor Ramsey (3 Seiten)
    • Sam Nicotero (1 Seite)
    • Marty Schiff (1 Seite)
    • Jamie McCoy (1 Seite)
    • Heidi Hinzman (1 Seite)
    • Damien Luvara (1 Seite)
 Das Bonusmaterial ist wie auch das Hauptmenu sehr unprofessionell aufbearbeitet und schlecht getimt (1 Minute pro Textseite ist doch etwas zu lang), aber mit der Titelmusik unterlegt. Hier findet man recht uninteressante Filmografien zu einigen Darstellern, eine Bildergalerie mit Material aus dem fertigen Film und eine lückenhafte Abhandlung über den Zombiefilm.
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Fazit
- "Was ist los?" (Laurie)
- "Ich habe Blut gesehen, Laurie, und diese ... diese Dinger ... ich hab sie gesehen. Sie haben ... glaub mir." (Matthew)
- "Warte, wer sind SIE?" (Laurie)
- "Ich hab diese Dinger gesehen, Lori. Ich schwöre, es waren lebende Tote ... ich meine, sie stanken furchtbar." (Matthew)

Die Kinder der lebenden Toten sind doch irgendwie ziemlich missratene Gören. John A. Russo, der seinerzeit Genre-Klassikern wie Interner Link"Night Of The Living Dead" oder Interner Link"Return Of The Living Dead" auf die Sprünge half, arbeitete hier als Produzent und hat wie auch Drehbuchautorin Karen Wolf leider nur Mittelmaß abgeliefert, welches heut keinen Zombiemanen mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Dazu kommt die Umsetzung als Low Budget-Projekt, welches sämtliche schauspielerische Fähigkeiten gänzlich vermissen lässt und in dieser Hinsicht an Amateurproduktionen erinnert, in denen rundum Laien und Freunde gecastet werden. Zwar bekommt man einen relativ gut geschnittenen Beginn mit FX-Guru Tom Savini als Zombie fleddernden Actionhelden geboten, der einzige (auffällige) Cameo reißt die langweilige Abfolge an sülzigen Dialogen der untersten Schublade und recht langweiligen, wankenden Untoten aber nicht mehr raus. Es erinnnert mich irgendwie an die Neufassung von "Night Of The Living Dead" (nicht der wesentlich gorigere und unterhaltsamere von Savini!), bei dem die neu gedrehten, eingefügten Szenen überhaupt nicht ins Gesamtbild passten, wobei hier leider 90% des Gesamtwerks aus solcherlei Material bestehen. Auch der gewisse räudige Charme bleibt aus, ein paar Sauereien gibt es aber trotzdem, wenn auch das Gesamtbild eher auf Slasher als auf Zombie hindeutet. Dabei besitzt der im Deutschen großspurig als "Zombie 2001" Untertitelte genug Anspielungen, um als Fortsetzung zu Romeros Klassiker verstanden zu werden wollen. Nur werden die meisten guten Ansätze (wohl aus finanziellen Nöten) heruntergespielt oder höchst mittelmäßig umgesetzt, so dass ich mich wehmütig fragen müsste, ob das Genre nicht besser im letzten Jahrtausend hätte begraben werden müssen, wären da nicht gegen Ende einige Lichtblicke erschienen.
Wer also mit Billigproduktionen gar nix am Hut hat, der sollte zur Vermeidung einer bitteren Enttäuschung besser die Finger hiervon lassen, Allesguckern seien zumindest die guten Masken und Effekte empfohlen, die doch hin und wieder für etwas Erheiterung am verrotteten Untoten-Firnament sorgen. Die deutsche DVD ist von der Ausstattung her unspektakulär, technisch aber überzeugend.



Bilder der DVD




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