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JP 2000
Originaltitel:Kurosufaia
Alternativtitel:Cross Fire
Länge:115:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Shusuke Kaneko
Buch:Kota Yamada, Masahiro Yokotani, Shusuke Kaneko, Miyuki Miyabe
Kamera:Kenji Takama
Musik:Kô Ôtani
SFX:Toshihiro Ogawa
Darsteller:Akiko Yada, Hideaki Ito, Ryuuji Harada, Masami Nagasawa, Yû Yoshizawa, Hidenori Tokuyama, Toshiyuki Nagashima, Kaori Momoi, Renji Ishibashi, Yukijiro Hotaru
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Junko Aoki (Akiko Yada) lebt, seit sie als kleines Mädchen aus Versehen ein anderes Kind verbrannte, fast ohne soziale Kontakte, aus Angst, ihre pyrokinetischen Fähigkeiten könnten für eine weitere Katastrophe sorgen. Als sie im Büro auf Tada Kazuki (Hideaki Ito) trifft, verliebt sie sich in ihn und tatsächlich erwidert er auch ihre Gefühle. Doch die Glücksphase hält nicht lange an. Yuki, Tadas kleine Schwester, wird Opfer einer Bande jugendlicher Krimineller, die junge Mädchen entführen und vor laufender Kamera foltern, vergewaltigen und hinrichten.
Als der Anführer der Bande aufgrund der Beziehungen seines reichen Vaters frei gesprochen wird, nimmt Junko grausam Rache. Eine Tat, die weite Kreise zieht, weshalb Junko auch schon bald die Polizei auf den Fersen hat. Doch da tritt eine Gruppe, die sich selbst "Die Wächter" nennt, an sie heran. Die Gruppe besteht aus Leuten mit PSI-Fähigkeiten, die Kriminelle jagen, welche der Justiz entkommen konnten. Scheinbar findet Junko dort eine neue Familie. Doch in Wahrheit verfolgt die Gruppe ein ganz anderes, weitaus schrecklicheres Ziel ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Problem des Bildes ist weniger die etwas weichen Details, die das Bild optisch glatt bügeln, sondern die Farbgebung. Zum einen wirkt das Geschehen aufgehellt, so dass kein wirklich kräftiger Schwarzwert zustande kommt. Selbiges gilt für die Farbgebung, die ziemlich blass aussieht, als ob man einen Farbfilter angewandt hat, der das ausgeblichene Bild alter Heimvideokameras nachahmt. Mit anderen Worten: Bis auf leichte Rottönungen auf den Gesichtern ist die Farbgebung sehr unnatürlich. Vor allem die Nachtszenen sind davon stark betroffen, wogegen Tagszenen etwas besser ausfallen, teilweise fast gut abschneiden in dieser Hinsicht. Die Kantenschärfe ist meist deutlicher als die Detailzeichnungen, in Schwenks macht sich aber leichtes Ruckeln breit, das aus einsetzenden Ghosting und stehendem Rauschen besteht. Das Ergebnis ist also recht ernüchternd und schafft den Sprung zu 4 Punkten nicht ganz.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Jap)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der Surround-Ton ist zwar kein Überflieger, aber doch so weit in Ordnung, dass die Rückkanäle hier und da für einen Effekt sorgen, besonders wenn es um Explosionen oder lodernde Feuerwalzen geht, mit Musik ausgestattet werden oder einfach nur das klare Klangbild überzeugt. Der japanische O-Ton haut keinen von den Socken. Abgesehen von der Front betonten Weise macht sich hier deutlich ein Rauschen breit, die Dialoge sind etwas unsauberer, der Bass kommt weniger gut zum Tragen und insgesamt ist die Dynamik weniger beeindruckend als beim deutschen Ton. Die deutschen Untertitel gehen sogar so weit, dass sie die anfänglichen Credits mit übersetzen.
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Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Trailer 1 (1:58 Min.)
  • Trailer 2 (1:03 Min.)
  • Featurette (21:35 Min.)
  • Bildergalerie (20 Bilder)
 Das Bonusmaterial hat ein gut 20minütiges Featurette vorzuweisen, welches mit einer kurzen Dokumentation über Fälle von spontaner Selbstentzündung beginnt, um dann geschickt in den Film überzugehen, wo die fiktive Geschichte als reale Begebenheit dargestellt wird, ähnlich einer Folge von "X-Factor". Das ist zwar sehr werbewirksam, für denjenigen, der sich aber noch ein wenig weiter über den Film informieren möchte, recht uninteressant. Weiterhin sind zwei Trailer und eine Bildergalerie auf der DVD vertreten.
 +-----

Fazit
Stephen Kings Interner Link"Der Feuerteufel" als Vorlage - richtig! Da hört es aber schon mit den Gemeinsamkeiten auf, denn "Pyrokinesis" ist typisch japanischen Ursprungs und trägt dies an allen Stellen zur Schau. Das bedeutet vor allem, dass Charaktere und deren Motivation (Stichwort: Selbstjustiz) oft weniger trivial sind und dargestellt werden als in vergleichbaren US-Produktionen. So stehen hinter den übernatürlich Begabten zerbrechliche Geschöpfe, die im täglichen Umgang mit anderen Menschen ebenso ihre Last zu tragen haben wie jeder andere auch, sogar innerliche Zwiste ausfechten müssen, die sie noch viel verletzlicher wirken lassen als ihre "normalen" Zeitgenossen, was Hauptdarstellerin Akiko Yada gut zum Ausdruck bringt. Die Grundstimmung ist leicht depressiv - verständlich beim Gedanken an die angeschnittene Snuff-Thematik, die den gesamten Racheakt hervorruft. Anders auch als das Kingsche Romanvorbild ist "Pyrokinesis" weniger reiner Horror denn Mystery-Thriller, qualitativ vergleichbar mit einem Interner Link"Another Heaven", wobei leider auch einige Längen vorkommen. Dies und ein paar Charaktere zu viel zehren an der Ablaufgeschwindigkeit, Regisseur Shusuki Kaneko ist sich dessen aber bewusst und setzt uns in regelmäßigen Abständen extrem gut entwickelte Feuereffekte vor, die teilweise am Computer entstanden und großes Budget vermuten lassen. Besonders das lang ausgeführte Finale sorgt für reichlich feuriges Getöse und dramatischer Entfesselung.
Die dt. DVD ist weitaus besser gelungen als beispielsweise die viel zu dunkle HK-Scheibe, Defizite im Helligkeitsverhalten und der Schärfe treten aber noch auf. Trotzdem eine Empfehlung für diesen "heißen" Film von Anolis.



Bilder der DVD




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Pyrokinesis
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