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USA 1987
Originaltitel:Blood Sisters
Alternativtitel:Slash
Länge:86:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:R-Rated
Regie:Roberta Findlay
Buch:Roberta Findlay
Kamera:Roberta Findlay
Musik:Michael Litovsky, Walter E. Sear
SFX:-
Darsteller:Amy Brentano, Shannon McMahon, Dan Erickson, Marla Machart, Elizabeth Rose, Cjerste Thor, Patricia Finneran, Gretchen Kingsley, Bridgete Cossu, Randall Walden, Brain Charlton Wrye, John Fasano, John Fasano
Vertrieb:Shriek Show
Norm:NTSC
Regionalcode:1



Inhalt
Acht junge, sexy Studentinnen nehmen an einer Mutprobe teil: der Übernachtung in einem verlassenen, ehemaligen Bordell, in dem es angeblich spuken soll. Heimlich haben ihre Freunde bereits das Haus mit allerlei Fallen und Überraschungen ausgerüstet, um ihren Angebeteten einen ordentlichen Schrecken einzujagen. Nur hat das Haus seine eigene Art, seine ungebetenen Gäste zu empfangen: Des Nachts treiben sich hier die verlorenen Seelen der Prostituierten herum. Ein grausamer Mordfall beendete damals das fröhliche Treiben jäh und es scheint, als ob der Mörder an seinen neuen Gästen ebenfalls großen Gefallen findet ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormNTSC
 Vom anamorphen Transfer hat man das Gefühl, dass er fast schon das zeigt, was maximal aus dem Material herausholbar war. Wer nach Kratzern Ausschau hält, wird diese in geringer Zahl in beinahe jeder Szene finden, wobei auch einige etwas stärker verkratzte Stücke auftreten. Ein Bildrauschen ist natürlich auch existent, wurde aber zugute der Schärfe nicht eingedämmt und tritt mal stärker pumpend auf homogenen Flächen auf. Teils ist es ein störendes Dauerrieseln und die Kompression geht darin etwas unter, wie die Pausetaste deutlich zeigt. Einige zusätzliche Verpixelungen erscheinen im Detail. Gut gefällt mir der ausgewogene Kontrast und die selbst in dunklen Szenen angemessen kräftige Farbgebung, die manchmal nur die Gesichter etwas blass aussehen lässt, überwiegend aber zum farbwütigen Modestil eines 80er Slashers passt. Das wesentlichste Merkmal, die Schärfe, ist dann auch auf gutem Niveau, so dass zwar kein Detail-Overkill auftritt, man aber bis auf wenige Ausnahmen nie von Unschärfe reden wird. Damit also ein sehr solider Transfer.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Grundsätzlich ist der englische Ton ja nicht schlecht, da keine deutlichen Verzerrungen, Aussetzer oder Knackser hörbar werden. Das Problem ist aber die schlechte Verständlichkeit, bedingt durch einen sehr geringen Lautstärkelevel und einen sehr dumpfen Ausdruck, der unzählige Wortfetzen verschlingt. Man muss also damit leben, dass man nicht alles verstehen wird, denn es gibt auch keine Untertitel. Möglicherweise liegt es auch daran, dass man kein Rauschen wahrnimmt. Das Problem ist, dass dem ohnehin sehr trägen Werk, dadurch jegliche Dynamik, die durch Musik- oder Geräuscheinspielungen entstehen könnte, genommen wird. Nur der Bass profitiert vom muffigen Klangbild, was aber keineswegs Verbesserungen erbringt. Zwei Punkte sind da fast schon zu viel.
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Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Audiokommentar
  • Intro by Joe Bob Briggs (5:37 Min.)
  • Interview with Director Roberta Findley (10:12 Min.)
  • Original "Blood Sisters" Trailer (3:14 Min.)
  • Trailers:
    • Duck! The Carbine High Massacre (1:22 Min.)
    • Slaughter Hotel (2:10 Min.)
    • Hell High (1:43 Min.)
    • Flesh For The Beast (1:45 Min.)
 Bevor man den Film mit Audiokommentar startet, kann man sich gleich noch das 5minütige Intro mit dem Genre-Kritiker Joe Bob Briggs anschauen, der sich des Themas mit dem nötigen Humor annimmt. Trotz dem verkommt diese Einführung nicht zur Blödelei, der Mann hat so einige Hintergrundinfos auf Lager, was er im folgenden Audiokommentar weiter ausführt. Der Kommentar ist natürlich sehr locker, beinahe vergleichbar mit den selbstironischen Äußerungen Lloyd Kaufmans auf einigen Troma-DVDs. Dagegen sind die Interviews mit der Regisseurin und einer Darstellerin schon fast überflüssig, weil hier kaum neue Dinge zur Sprache kommen. Es ist aber trotzdem interessant, die Filmschaffenden bei ihren Eindrücken zuzuhören. Als weitere Extras stehen verschiedene Trailer zur Anwahl. Die Gestaltung der Menus und des Covers sind übrigens sehr ansprechend, nur das gelbe Quadrat, mit welchem hervorgehobene Punkte markiert werden, passt nicht.
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Fazit
Es gibt ja viele Slasher, die mit unsagbar schlechten Darstellern, Streichholzschachtel großen Drehbüchern und einem Taschengeldbudget auskommen müssen, aber einige davon machen wenigsten noch Spaß beim Anschauen. "Blood Sisters" ist meiner Meinung nach Sparte 08/15, kann höchstens noch mit einem Mindestmaß an Tits&Asses aufwarten, versagt aber jämmerlich beim Spannungsaufbau und den Effekten. Dass der zumeist weibliche Cast lieber halbnackt als halbtot abgelichtet wird, ist drauf zurückzuführen, dass Regisseurin Findlays Wurzeln eher bei den Roughies lagen als im Horror. So entstehen ellenlange Szenen, in denen ein Geisterpärchen harmlos an sich rumfummelt und im Vordergrund eine der "Zicken" erregt wie eine Tiefkühlpizza zuschaut. Trotz dem verfluchten Haus, wenig Licht und blöden Highschool-Miezen, die mit der Situation völlig überfordert sind, will sich keine richtige Gänsehaut einstellen. Ständig laufen die Mädels allein oder in kleinen Grüppchen durchs Dunkle, erschrecken sich an den Geistern der Verbliebenen dieses ehemaligen Freudenhauses oder kreischen sich gegenseitig an. Ob sich Findlay einen Spaß erlaubt, wenn sie den Zuschauer am Ende einer Nerven zerreißenden Szenerie mit einen Springteufel aus einer Box "aufschrecken" will oder ist das purer Ernst? Die Musik zumindest lässt Letzteres glauben und zehrt mit ihrer aufgekratzten, dilettantischen Art stark an meinen Nerven. Sicherlich gibt es handwerklich schlechtere und billiger aussehende Vertreter des Genres (ich erinnere mich mit Grausen an Interner Link"Stay Awake"), was für "Blood Sisters" nicht zutrifft, aber leider ist er furchtbar langatmig, emotionslos und sogar sehr vorhersehbar - sei es nun während der Selbstenttarnung des Phantommörders oder beim Slasher typischen, offenen Schlussteil.
Der Ton dieser US-DVD (Code 1) ist ziemlich schlecht, dafür aber zeigt das Bild gute Leistungen. Aufgewertet wird der gewöhnungsbedürfte Flick durch eine handvoll guter Extras. Wenn doch nur jeder noch so unwichtige Film eine solche Sonderbehandlung erfahren würde, wie hier geschehen, was könnte man dann von den wirklich Großen des Genres erwarten ... ?



Bilder der DVD




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