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TH 2002
Originaltitel:ong-bak
Alternativtitel:Ong-Bak!
aka. Muay Thai Warrior
aka. Daredevil
aka. Mach!
Länge:100:42 Minuten (Internationale Fassung)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Prachya Pinkaew
Buch:Prachya Pinkaew, Panna Rittikrai, Suphachai Sithiamphan, Suphachai Sittiaumponpan
Kamera:Nattawut Kittikhun
Musik:Richard Wells (Internationale Version)
Darsteller:Panom Yeerum (als Tony Jaa), Pumwaree Yodkamol, Petchtai Wongkamlao, Rungrawee Barijindakul, Chatewut Watcharakhun, Wannakit Siriput
Vertrieb:MC One
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Ting muss den Kopf der Buddha-Statue Ong-Bak, der aus dem Tempel seiner Dorfgemeinde gestohlen wurde, zurückbringen. Der Diebstahl ist für das Dorf eine Katastrophe, denn man befürchtet, dass mit dem Verschwinden des Heiligtums die glücklichen Tage der gläubigen Gemeinde gezählt sind. Um die Statue zurück zu erlangen, folgt Ting dem vermeintlichen Dieb nach Bangkok, wo er auf die Hilfe des ehemaligen Dorfbewohners George hofft. Bislang hatte Ting vermieden, seine einzigartigen Kampfkunstfähigkeiten in ihrer letzten, tödlichen Konsequenz einzusetzen. Doch um Ong-Bak und damit sein Dorf zu retten, ist er zu allem bereit ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der vorliegende Transfer, der sich kaum von dem der französischen DVD unterscheidet, kann leider nicht als gut bezeichnet werden, was aber wohl weniger McOne angelastet werden kann, da die Asiaten nicht gerade dafür bekannt sind, ihr Filmmaterial ordentlich zu lagern. So auch bei einer recht neuen Produktion wie "Ong-bak", was man leider viel zu deutlich an dem Ergebnis sehen kann. Zu Beginn macht sich erst einmal ein etwas unruhiger Bildstand bemerkbar, welcher aber später kaum noch negativ zur Geltung kommt. Viel problematischer ist hier die gerade mal ausreichende Schärfe, welche das Bild überwiegen weich und matschig präsentiert. Nur selten bekommen wir ein angenehmes Schärfenverhalten geboten und selbst in Nahaufnahmen erreicht das Bild nur selten ein ansprechendes Niveau. Neben Doppelkonturen, welche in einigen Szenen zu bemängeln wären, fällt noch das durchgehende Rauschen negativ auf, welches sich vor allem in dunklen Szenen deutlich zu erkennen gibt. Der Kontrast ist ebenfalls nur als durchschnittlich zu bezeichnen und verschluckt in dunklen Szenen einiges an Details und wirkt in den Tageslichtszenen zu steil, bietet dafür aber guten Schwarzwert. Dies kann aber auch durchaus als Stilmittel bezeichnet werden, da hier eine erdige Farbgebung das Geschehen dominiert. Die Kompressionen arbeiten dafür sehr unauffällig im Hintergrund und Verschmutzungen sind ebenfalls kaum auszumachen. Lediglich in einigen wenigen Szenen lassen sich ein paar Kratzer in der Vorlage feststellen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (thai.& dt.), DTS 5.1 (dt.)
SpracheDeutsch, Thailändisch
UntertitelDeutsch (optional)
 Tontechnisch hätten wir uns ebenfalls etwas mehr gewünscht. So wirkt das Klangbild etwas zu dumpf und die Rears werden überwiegend für Umgebungsgeräusche eingesetzt. Jedoch wirkt das Geschehen insgesamt etwas zu frontlastig und die Musik ertönt überwiegend aus den Frontkanälen, was dem Track etwas Räumlichkeit raubt. Dafür bekommt der Subwoofer in einigen Szenen ordentlich etwas zu tun und wirkt gerade in den Kampfszenen in dem Club recht druckvoll. Jedoch hätten wir uns etwas mehr Weiträumigkeit gewünscht, denn auch hier klingt die deutsche Tonspur einfach zu gedrungen. Der deutsche DTS-Track wirkt lediglich Bass betonter als die Dolby Digital-Spur und unterscheiden sich ansonsten nicht voneinander. Die Thai-Fassung liegt hier in Dolby Digital vor, wirkt nicht so wuchtig im Bassbereich, dafür aber weniger dumpf und etwas weiträumiger als die deutsche Spur. Insgesamt eine saubere Abmischung, welche die meisten wohl, dank der optionalen deutschen Untertitel, der deutschen Sprachfassung vorziehen werden.
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Extras
Extras
DVD: Hauptfilm
  • Trailer (2:11 Min.)
  • Trailershow:
    • The Smashing Machine (2:15 Min.)
    • Infernal Affairs (2:28 Min.)
    • Infernail Affairs 2 (2:51 Min.)
    • Naked Weapon (3:06 Min.)
    • Donnie Darko (2:27 Min.)
    • Cypher (2:00 Min.)
    • The Musketeer (2:07 Min.)
    • Das Duell in der verbotenen Stadt (2:26 Min.)
    • Wrong Turn (2:03 Min.)
    • A Promise Kept (1:40 Min.)
    • Happy Tree Friends (1:43 Min.)
    • Happy Tree Friends 2 (1:54 Min.)
Bonus-DVD:
  • The Making of "Ong-Bak" (48:39 Min.)
  • Musikvideo "Tragedie" (4:02 Min.)
  • Musikvideo Making of (7:13 Min.)
  • Premieren-Show (2:34 Min.)
  • Techniken des Muay Thai (1:48 Min.)
  • Interview mit Prachya Pinkaew (8:54 Min.)
  • Interview mit Tony Jaa (6:13 Min.)
 Auf der Hauptfilm-DVD befindet sich lediglich der "deutsche Kinotrailer", sowie weitere "Trailer" aus dem Hause McOne. Interessant wird es also erst auf der Bonus-DVD. Dort macht das knapp 49minütige "Making of" den Anfang. Eine sehr informative Dokumentation, welche sich endlich mal Making of nennen darf. Hier bekommen wir einen sehr ausführlichen Einblick in die Dreharbeiten zu den Actionszenen in "Ong-bak" spendiert. Von den Proben über die eigentlichen Drehs, bis hin zur fertigen Szene, dokumentiert Regisseur Prachya Pinkaew das Geschehen. Dies wird natürlich alles optional deutsch untertitelt präsentiert. Leider liegt uns hier nur eine gekürzte Version des "Making ofs" vor. Die Thailand-Fassung geht rund 90 Minuten und kann dort separat gekauft werden. Weiter geht es mit dem Musikvideo "Je reste ghetto" der französischen Hip-Hop-Combo "Tragedie", welche in der internationalen Fassung im Abspann zu hören sind. Passend zum Video-Clip gibt es noch ein knapp siebenminütiges "Making of". Wer mit Hip-Hop etwas anfangen kann, wird schnell gefallen an diesem melodiösen Song haben. Und auch wenn man mit dem Song nur wenig anfangen kann, lohnt es sich, beide Beiträge anzuschauen, da hier Hauptdarsteller Panom Yeerum zu sehen ist. Weiter geht es mit kurzen Impressionen der "Kino-Premiere" in Frankreich, in der Panom Yeerum in einer kleinen Show-Einlage seine Künste unter Beweis stellt. Unter "Technik des Muay Thai" werden knapp 2 Minuten einige Techniken dieser beeindruckenden Kampfkunst vorgestellt. Zum Schluss gibt es dann noch jeweils ein Interview mit Regisseur Prachya Pinkaew und Panom Yeerum, welche insgesamt knapp 15 Minuten gehen, deutsch untertitelt wurden und ein guter Abschluss der Bonus-Disc darstellen.
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Fazit
"Come on! Fuck Muay Thai!" - Big Bear

Kaum ein Film wurde in den letzten Monaten mehr gehypt als "Ong-bak". Dieser thailändische Martial-Arts-Kracher mit Hauptdarsteller Panom Yeerum würde alles Bisherige in den Schatten stellen und man handelte den 27jährigen Stuntman bereits als zweiten Jackie Chan. Natürlich hatte die Fachpresse recht: "Ong-bak" zeigt bisher nie dagewesene Actionszenen, welche wirklich atemberaubend geworden sind, jedoch zeigt er uns auch atemberaubende Langeweile, wenn es um den eigentlichen Plot im Film geht, denn die Masse an inhaltlicher Belanglosigkeit kann selbst die perfekt choreographierten Kampfszenen nicht mehr Glattbügeln.
Zwar sind die bislang noch nie auf einer Leinwand gezeigten Muay Thai-Moves von Panom wirklich grandios und zeigen eine Körperbeherrschung und Akrobatik par excellence, jedoch gibt sich der Hauptdarsteller umso talentfreier. Außer seinen Kampfkünsten bietet die thailändische Neuentdeckung nicht viel und es fehlt ihm an einer nötigen charismatischen Ausstrahlung, wie sie ein Bruce Lee oder ein Jackie Chan (wir haben die Vergleiche nicht angefangen, das war die große Fachpresse) vorzuweisen hat. Zudem ist die gesamte Regiearbeit außerhalb der Kampfszenen nicht sonderlich originell und es wird einfach keine Spannung aufgebaut. Der Fight in dem Nachtclub haut einen zwar förmlich aus den Socken, aber alles danach und dazwischen (bis auf die Verfolgungsjagd durch die Stadt) wirkt streckenweise unstrukturiert und dumm. Man verzichtete hier quasi komplett auf ein durchdachtes Drehbuch und lenkt die gesamte Aufmerksamkeit auf die Muay Thai-Szenen. Und in diesem Punkt ist der Film dann auch ein Meisterwerk. Panom ließ sich hierfür nicht doubeln und damit die Kampfszenen so realistisch wie möglich wirken, wurden die Schläge direkt am Körper platziert, was zufolge hatte, dass einige der Darsteller mit mehr als nur blauen Flecke nach Hause gingen. Was bleibt uns also außer einer unglaublichen Akrobatik und satten Actionszenen? Nicht viel und von daher ist trotz der tollen und innovativen Muay Thai-Einlagen das Fazit auch so ernüchternd ausgefallen.

Die vorliegende deutsche Fassung entspricht der Luc Besson-Fassung, welcher sich die Weltrechte(außer Thailand) von "Ong-bak" sicherte und den Film für das westliche Publikum nicht unwesentlich abänderte. Er änderte nicht nur einige Handlungspassagen ab und schnitt bis auf eine Szene alle Anspielungen auf Drogen heraus, sondern setzte auch noch neue Farbfilter und ließ an einigen Stellen neue Musik einspielen. Somit läuft die thailändische Fassung über 200 Sekunde länger als der Besson-Cut. Was einem nun besser gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden, jedoch ist auch die etwas längere Thai-Fassung inhaltlich nicht viel anspruchsvoller, weshalb "Ong-bak" eigentlich mehr zu den Filmen gehört, die man sich einmal wegen den Actionszenen anguckt und später nur noch dorthin zappt.

McOne hat hier aus der Vorlage versucht das Beste herauszuholen, was bei dem asiatischen Filmmaterial nicht immer sehr leicht war. Daher können wir mit dem Ergebnis durchweg zufrieden sein und auch der Ton, trotz all seiner Frontlastigkeit ist noch zufriedenstellend. Die Extras sind zwar nicht tiefgründig, aber vor allem das "Making of" weiß hier zu überzeugen. Von daher werden Martial-Arts-Fans voll auf ihre Kosten kommen. Egal ob "Ong-bak" inhaltlich ein schwacher Beitrag ist, die Action steht hier im Vordergrund und in diesem Zusammenhang kann er am meisten punkten und sollte daher in keiner guten Asia-Sammlung fehlen. Die Doppel-DVD wird zudem in einem edlen Pappschuber mit Prägeschrift ausgeliefert.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Ong Bak 2
Ong Bak 3 (Special Edition)
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