Login 18er Bereich
![]() | |
| Tenshu (Hideo Sakaki) hat ein Dutzend Männer auf dem Gewissen. Nun sitzt er auf dem elektrischen Stuhl. Arme und Beine festgeschnallt, die Augen verbunden, erfasst der Starkstrom seinen Körper. Doch wie durch ein Wunder überlebt der vielfache Mörder. Als Tenshu aus dem Schock erwacht, macht ihm der Gefängnisdirektor ein undurchsichtiges Angebot: Da die Hinrichtung rein faktisch vollzogen wurde, lässt man dem Mörder die Wahl zwischen Leben und Tod. Doch Tenshus Entscheidung erweist sich schon bald als zweifelhaft. Eingesperrt in einem hermetisch abgeriegelten Raum muss sich der junge Mann fortan mit dem ruchlosen Schlächter Gondoh (Tetta Sugimoto) herumärgern, der ebenfalls dem Tod von der Schippe sprang. Die Tage vergehen - die Stimmung des Duos ist zum Zerreißen gespannt. Zwar werden den Beiden alle materiellen Wünsche erfüllt, aber was lockt schon süßer als die Freiheit? Unmerklich hat ein grausames Spiel begonnen, doch keiner der Killer kennt die Regeln - und nur einer von ihnen wird sich letztendlich für ein geheimes, paranormales Militärexperiment qualifizieren können ... |
![]() | |
| Format | 1.85:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
| Die Farbgebung des Filmes zeichnet sich durch triste Töne, meist bräunlich oder bläulich, aus, was aber kein Defizit der DVD ist, sondern den Wünschen des Regisseurs entspricht. Die Umsetzung ist also in dieser Hinsicht akkurat und auch der Kontrast schneidet im dunkel getönten Setting ok ab, wobei wieder einmal eine Korrektur des Schwarzwertes gut gewesen wäre, da tiefschwarze Regionen eher Mangelware sind. Zu sehr ausgeblichen erscheint es aber nicht. Größtes Problem des Transfers ist die Schärfe, die deutlich hinter der Japan-DVD zurückbleibt. Mehr als ein gut ausgeprägtes Bild bekommt man nie zu sehen, oft aber Unschärfen, die in Bewegungen auf leichtes Ghosting zurückzuführen sind. Doppelbilder bleiben aber aus. Die Kompression ist mit dem weichen Film (in Hinsicht von Farben, Schärfe und Kontrast) nicht sonderlich gefordert, aber sobald Nebel einsetzt, erkennt man deutlich, dass eine höhere Datenrate nötig gewesen wäre. Eher 3 als 4 Punkte. | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | |
![]() | |
| Formate | Dolby Digital 5.1 |
| Sprache | Deutsch |
| Untertitel | - |
| Die Aktivitäten des deutschen Tones sind durch einige Dialog lastige Passagen zwar etwas eingeschränkt, die Musik bringt aber tonale Bewegung ins Geschehen und an tosenden Effekten fehlt es auch nicht, so dass man doch von einem sehr dynamischen Klang sprechen kann. Die Akustik des metallischen, technisierten Gefängnisses setzt sich in wuchtigen, basslastigen Effekten um, ebenso aber auch auf der Stereofront, wenn beispielsweise Schritte sich relativ zum Zuschauer im Ton widerspiegeln. Die Synchronisation zeichnet sich durch erstklassige Verständlichkeit aus und der Klang an sich ist frisch, wenn auch noch verbesserbar in hohen Frequenzen, wo die Spritzigkeit ein wenig fehlt. Den O-Ton vermisse ich übrigens ebenso wie deutsche Untertitel. | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | |
![]() | |
| Extras |
|
Wurde dem Titel keine Bedeutung beigemessen oder warum gibt's keine einzige zusätzliche Textseite, nicht mal den Trailer? Hoffen wir, dass es dem hervorragenden "Azumi", der in der 2teiligen Trailershow vorgestellt wird, nicht ebenso ergeht, sonst könnten einige Fans die Decke hochgehen ... | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | |
![]() | |
Vielversprechend beginnt "Alive" als spannendes Kammerspiel, zweier extrem reizbarer Gemüter, die man zu experimentellen Zwecken auf engstem Raume zusammenbringt und dort zu Konfliktsituation anspornt. Umgesetzt ist dies im Stile einer Realityshow, da hautnahe Kameraperspektiven und ein sonst eher ungewünschtes "Direkt-in-die-Linse"-Spielen das Gefühl vermitteln, man wäre als Zuschauer direkt ins Geschehen integriert. Die psychische Belastung steigt aber nur bedingt an, da sich bald ein Umschwung in der Geschichte einstellt, der auf diese durchaus interessante Konstellation zugunsten einer übernatürlichen, genetischen Mutation (hier einfach "Isomer" genannt) verzichtet, die in einem der Häftlinge einen neuen Wirtskörper sucht. Nach einem kurzen Suspense-Intermezzo, das die asiatische Gruselfilmtradition hochhält, geht die auf einem Comic basierende Verfilmung über in ein sehr gut gemachtes Actionfest, das stellenweise an den in der Zukunft spielenden Schluss von "Versus" erinnert. Die Parallelen sind berechtigt, stammt doch beides vom selben Regisseur, der noch dazu seine Hauptfigur aus jenem Vorwerk in einem grandiosen Spezialeffektkampf gegen den mittlerweile mit Superkräften ausgestatteten Tenshu antreten lässt. Die futuristische Stilistik und das Gewitter an gut gemachten CGIs lassen das sogar wie ein Videospiel aussehen.Der Plot erreicht aber bestenfalls nur B-Niveau, als ob man sich des Themas nur halbherzig und der Effekte wegen angenommen hätte - ein Problem mit dem ja auch der insgesamt brutalere "Versus" zu kämpfen hatte -, und für gut 110 Minuten Film kam mir das Gesehene arg wenig vor. Auch die schroffe Gliederung des Filmes in Kapitel passt nicht gut und wäre da nicht die omnipräsente Bedrohlichkeit der Musik, würde sich alsbald Ernüchterung beim Zuschauer einstellen. Wer also drüber hinwegsehen kann, dass die erste Hälfte des Filmes nicht fortgeführt wird, sogar rabiat zu Ende gebracht wird, und später mehr auf Action und Optik als verfilmenswerte Geschichte Wert gelegt wird, der wird möglicherweise Gefallen an "Alive" finden. Die deutsche DVD-Auswertung ist durch das Fehlen von O-Ton, Untertitel und Bonusmaterial recht unscheinbar und könnte ein etwas schärferes Bild vertragen, dürfte sich aber in preislich angenehmen Regionen bewegen und die Zeit zwischen Kitamuras "Versus" und "Azumi" verkürzen ... |
![]() ![]() ![]() ![]() | |
|
![]() | |
![]() | Druckbare Version |
![]() | Alive |
![]() | ![]() |