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USA 1975
Originaltitel:Boy and His Dog, A
Alternativtitel:Psycho Boy and His Killer Dog
aka. Junge mit dem Hund, Der
Länge:86:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:L.Q. Jones
Buch:Harlan Ellison, L.Q. Jones, Wayne Cruseturner
Kamera:John Arthur Morrill
Musik:Tim McIntire, Jaime Mendoza-Nava
SFX:Frank Rowe
Darsteller:Don Johnson, Susanne Benton, Jason Robards, Tim McIntire, Tim McIntire, Helene Winston, Charles McGraw, Hal Baylor, Ron Feinberg, Michael Rupert, Tim McIntire (Stimme)
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Nach dem 4. Weltkrieg: In einer vom Krieg und dem Verfall der Gesellschaft gezeichneten amerikanischen Stadt lebt der junge Herumtreiber Vic (Don Johnson) mit seinem mutierten, sprechenden Hund Blood. Im täglichen Überlebenskampf um die letzten Reste von Nahrung, sicherer Unterkunft und Sex bewährt sich die Freundschaft zwischen Vic und Blood, bis Vic eines Tages auf die junge Quilla June (Susanne Benton) stößt. June erzählt Vic von der unterirdischen Stadt, in der die Zivilisation auch nach dem Atomkrieg so überlebt hat, wie Vic es nur aus Erzählungen kennt. Als Vic, Blood und June von einer Bande von Plünderern angegriffen werden, fliehen Vic und June in die unterirdische Stadt und Blood bleibt verletzt zurück. Doch die Bewohner der unterirdischen Stadt unter Führung ihres faschistoiden Anführers Lew (Jason Robards) haben ihre eigenen Pläne mit Vic ...

Bild
Format1.85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Schock zu Beginn: Das anfängliche Archivmaterial von explodierenden Bomben ist nicht vergleichsweise schlecht gegenüber dem Film, sondern gibt die Qualität der nächsten 90 Minuten vor. Ein sehr heftiges Rauschen zieht sich über den gesamten Schirm und im Detail erblickt man immer wieder Falschfarben auf feinen Details. Die Kompression arbeitet zwar meist auf Maximum, ich kann mir aber kaum vorstellen, dass dieses unstete Bild zu meistern ist. Daher kann ich auch keine genaue Aussage darüber machen, ob nun die Kompression zusätzlich verschandelt oder nicht, was aber kaum eine Rolle spielt bei der Art von Ausgangsmaterial. Neben vielen analogen Fehler in geringer Größe springt immer mal wieder eine kompletter Fehlerframe mit rein oder es sind Störstreifen sichtbar. Bei der Einblendung des Titels ist ebenso ein Fehler unterlaufen, da man dort den englischen Titel ausgeschnitten und mit grobem Rand aufs bewegte Bild draufgeklebt hat. Die Farben sind zwar nicht besonders herausstechend, vor allem weil die Farbe Rot etwas fehlt, gehen aber in Ordnung, bis man auf dunkle Szenen trifft. Wenn Vic nämlich kurz nach DVD-Start das erste Mal in einen Bunker hinabsteigt, fällt der Kontrast stark ab und die Farben erblassen komplett. Und letztlich bleibt noch die Frage, ob das Bildformat dem Original entspricht, schließlich weisen mehrere Quellen darauf hin, dass "A Boy And His Dog" für 2.35:1 bestimmt war, anstatt dem hier vorgeführten 1.85:1.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton ist zwar ein wenig dünn, klingt ansonsten aber frisch. Manchmal setzt stärkeres Rauschen ein, dann geht es wieder zurück. Im Englischen fällt das Rauschen dann schon deutlicher auf, die Dialoge sind kratzig und alt und können nicht mit der klaren dt. Synchro mithalten. Im Original ist die Stimme von Blood übrigens sehr mechanisch und roboterhaft, fast als ob HAL 9000 ein Hund wäre.
 +++---

Extras
Extras
  • Filmografien:
    • Don Johnson
    • Jason Robards
    • Susanne Benton
  • Trailer (3:02 Min.)
 Der Bonusbereich fällt mit 3 selbstablaufenden Filmografien und dem englischen Trailer recht kurz aus. Die Gestaltung des Hauptmenus ist weitaus besser als das etwas grobe Cover.
 +-----

Fazit
Regelrecht sympathisch ist mir Don Johnson in seiner frühen Filmrolle, in der er als Vagabund durch wüste Landstriche streift, stets im täglichen Ringen um Fleisch und Weiberfleisch steht und dabei auf die anhängliche Quilla June trifft, die Liebe seines Lebens, die er doch eigentlich "nur" vergewaltigen wollte. Die einleitende Texttafel über den mehrtätigen Weltkrieg, der so simpel das Problem der überbevölkerten Städte gelöst hat, beschreibt, dass die Situation zwar trostlos ist, aber vom Drehbuch schon gar nicht ernst genommen wird. Zahlreiche, pointierte Wortgefechte zwischen Vic und seinem treuen Vierbeiner, der neben seiner Sprachfähigkeit (Zitat zu Vic: "Ich hoffe, dass du blind wirst, wenn du das nächste mal an dir rumspielst!") auch die seltsame Gabe besitzt, Frauen aufzuspüren, belegen das und wenn dann noch die spießigen Unterweltbewohner auftauchen, die Vic auf seltsamste Weise in die Fortpflanzungsplanung einbeziehen, sieht man sich erinnert an Orwell'sche Gesellschaftskritik und die irrationale Witzigkeit eines "Per Anhalter durch die Galaxis". Die Tiefe dieser Vorbilder wird natürlich bei weitem nicht erreicht und auch der Sprung zwischen apokalyptischen Überlebenskampf innerhalb der ersten zwei Filmdrittel, bei dem es des Öfteren sehr ruppig zu geht, und dem anschließenden Abstieg im letzten Drittel in die tyrannisch engstirnig regierte Unterwelt, die bewohnt wird von seltsam gleichgültigen Clownsgesichtern, ist nicht sonderlich gut verknüpft. Zum Ende hin, das einen der rabenschwärzesten Schlussgags der Filmgeschichte parat hält, geht dann alles recht fix und die Bedürfnisse des Zuschauers, noch mehr Einblicke in dieses interessant konstruierte Universum zu bekommen, wird nicht recht befriedigt.
Ob das alles schon auf die Bezeichnung Kult zutrifft? Zumindest ist "A Boy And His Dog" Garant für einen unterhaltsamen Filmabend. Was die DVD mit schludrigem Bild, gutem Ton und wenig Bonusmaterial übrigens zur "Special Collector's Edition" erhebt, ist fraglich. Vielleicht eine Anspielung darauf, dass man froh sein darf, den Film überhaupt auf diesem Medium zu bekommen?



Bilder der DVD




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