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HK 1994
Originaltitel:Huo shao hong lian si
Alternativtitel:Burning Paradise in Hell
aka. Destruction of the Red Lotus Temple
aka. Rape of the Red Temple
Länge:104:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:SPIO/JK geprüft
Regie:Ringo Lam
Darsteller:John Ching, Willie Chi, Chun Lam, Carman Lee, Kam-Kong Wong, Sheng Yang
Vertrieb:Mo Asia
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Ein tyrannischer Herrscher, der hier zudem noch eine Art Diener und gleichzeitig Gefangener der Hölle ist, lässt die Mönche eines Klosters gefangen nehmen. Zwei können fliehen und kämpfen sich durch bis zu einer Hütte, wo sie auf eine Hure treffen. Während der alte Mönch stirbt, wird der Junge zusammen mit der Hure, in den "Tempel der roten Lotusblüte" gebracht, wo der Herrscher bereits auf sie wartet. Während er den Mönch einsperrt, macht er die Hure zu seiner Braut. Natürlich kann der Mönch raus, und kämpft, zuerst gegen, dann mit einem anderen Mönch, gegen den Herrscher und seine Untergebenen. Dabei stellen sie fest, dass der Tempel mit allerlei Fallen ausgestattet ist, und auch der Herrscher nicht so ohne weiteres den Tempel verlassen kann.

Bild
Format1.78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Starke Farben verhelfen dem Bild zum befriedigenden Eindruck, an dem trotz des vergleichsweise geringen Alters des Materials aber so einige Eigenschaften ruetteln wollen. Die Schärfe ist in durchschnittlicher Verfassung, mancher 25 Jahre älterer Film hat da beispielsweise ein grundlegend detaillierteres Bild zu bieten. Grad das deutliche Ghosting, das auf einen NTSC-PAL-Transfer schließen lässt, macht keinen guten Eindruck mehr. Die Anzahl der Defekte ist etwas hoch, auch wenn man nicht sonderlich davon beeinflusst wird, die Kompression zeigt besonders auf der Leinwand deutliche Muster und der Kontrast arbeitet zwar deutlich, aber insgesamt scheint der Himmel etwas zu dunkel zu sein und nicht alle Szenen sind mit einem kräftigen Schwarzwert ausgestattet (z.B. später die Letterbox-Balken, die etwas gräulich sind). Alles also nur Durchschnitt, ebenso wie die Letterboxed-Technik, mit der das Breitbild auf dieser DVD vorliegt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu, Chin)
SpracheDeutsch, Chinesisch
UntertitelEnglisch, Holländisch
 Der deutsche Stereoton kränkelt vor allem an der Synchronisation, die zwar keine sprachlichen oder stimmlichen Totalausfälle verzeichnet, für das Thema aber nicht ausreichend ist, immer wieder Differenzen zur Lippenbewegung erkennen und manchmal stark an der richtigen Übersetzung zweifeln lässt, weil einige Dialoge doch recht leger und sinnfrei ablaufen. Die Abmischung der Stimmen bleibt zu undifferenziert und ganzheitlich dumpf, insgesamt ist der Ton aber auch kein klangliches Highlight. Höhen und Tiefen im Frequenzband sind zwar vorhanden, aber wenig ausgeprägt. So reicht es für einen mittelmäßigen Stereoton, der aber wesentlich besser ausfällt als das kantonesische Pendant. Zum einen ist diese Variante sehr leise und zum anderen sind hier deutliche Verzerrungen spürbar. Kein großes Kino also, denn die Musik verharrt dabei so unscheinbar im Hintergrund, dass man dieses für den Film ungemein wichtige Element passagenweise gar nicht wahr nimmt. Die multilinguale Ausrichtung dieser DVD wird durch englische und holländische Untertitel ergänzt.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Bildergalerie (18 Bilder)
  • Filmografie Ringo Lam (7 Seiten)
  • Trailer (3:05 Min.)
 Sieht man vom silbernen Titelschriftzug auf dem Cover ab, sieht dieses ziemlich schludrig aus. Das liegt nicht ausschließlich am schlichten Design, sondern vor allem am schlechten Druck, den man so mit jedem mittelmäßigen PC-Drucker auch erreichen kann. Das Hauptmenu gibt sich dann animiert und musikalisch unterlegt, aber auch ein wenig verpixelt und blechern klingend. Von hier aus hat man Zugriff auf den Originaltrailer, eine Bildergalerie und eine Filmografie des Regisseurs, was insgesamt nicht viel, aber besser als gar nix ist. Im Innenteil der DVD-Hülle findet man noch ein Booklet vor, welches zwei Absätze Text zum Film und ein paar Motive enthält.
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Fazit
Mal wieder eine sehr seltsame Mischung, die der Zuschauer mit dem Film "Burning Paradise" von Ringo Lam zu sehen bekommt. Irgendwo zwischen Martial Arts, Splatter, Komödie, Fantasy, Horror und Abenteuerfilm hat Lam seinen Film platziert. Erstaunlich, dass der Film bei so vielen Einflüssen verschiedenster Genres letztlich doch nicht voll überzeugen kann. Das liegt zum einen an einigen Szenen, die unfreiwillig komisch daherkommen und zum anderen daran, dass die verschiedenen Stile immer dann eingesetzt werden, wenn es gerade absolut nicht passt.
Die Kämpfe sind teilweise übertrieben blutig und auch Körperteile können da schon mal blutig abgeschlagen werden. Zudem gibt es eine, zumindest tricktechnisch gut gemachte, Enthauptung eines Pferdes sowie einige andere blutige Szenen. Der Rest ist Martial Arts auf hohem Niveau. Wobei man keine wirklich neuen Dinge präsentiert bekommt. Der Film wirkt, insbesondere bei den Kämpfen, erstaunlich altmodisch. Die Choreografie ist nichts desto trotz sehr gut gelungen und auch der Einsatz von Wirework wird nicht übertrieben. Auch eine schöne Abwechslung zum Standard Martial Arts-Film sind die Fallen im Tempel, auch wenn zum Beispiel die tödlichen Speerspitzen im Boden, bei Kontakt bedenklich wackeln und irgendwie doch stark an Gummi erinnern. Solche Szenen gibt es leider öfter, in denen die eigentlich tollen Kulissen im Inneren des Tempels, der in einen Berg gebaut wurde, einfach durch puren Kontakt wackeln. Auch sehr schön ist es, wenn sich ein felsiger Boden als Matte herausstellt, die nachgibt, wenn einer der Kämpfer drauffällt. Auch der seltsame Einsatz von Humor will nicht so recht passen. So wird erst blutig gekämpft, dann werden alberne Witzchen gemacht, dann wieder blutig weiter gekämpft. Das passt einfach nicht, da wäre es sicher besser gewesen komplett auf den Humor zu verzichten und einen ernsteren Film zu machen. "Burning Paradise" ist somit letztlich ein sehr zwiespältiges Werk von Ringo Lam, der doch schon oft gezeigt hat, dass er es eindeutig besser kann. Auch die netten Kampfszenen und schöne Kulissen können den Film somit leider nicht vor dem Mittelmaß bewahren.
Die DVD-Auswertung von Mo Asia ist leider kein Glanzlicht, schon allein wegen des schlechten Tons und des nur mittelmäßigen Bildes. Auch der Bonusbereich ist nur dürftig, es sei also überlegt, ob man gleich zuschlagen muss bei diesem Film.



Bilder der DVD




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