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MEX 1985
Originaltitel:Treasure of the Amazon, The
Alternativtitel:Geheimnis des blauen Diamanten, Das
aka. Tesoro del Amazonas, El
aka. Greed
aka. Treasure of Doom
Länge:116:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre (NL)
Regie:René Cardona Jr.
Buch:René Cardona Jr., Jacques Wilson
Kamera:Daniel López
Musik:Mort Garson
SFX:Sergio Jara
Darsteller:Stuart Whitman, Stuart Whitman, Ann Sidney, Jorge Luke, Sonia Infante, Bradford Dillman, Pedro Armendáriz Jr., Pedro Armendáriz Jr., John Ireland, Clark Jarrett, Hugo Stiglitz
Vertrieb:Italian Shock
Norm:NTSC
Regionalcode:0



Inhalt
Auf dem Weg in den Amazonas trifft der erfahrene Abenteurer Gringo (Stuart Whitman) die zwei Halunken Jaime (Jorge Luke) und Zapata (Pedro Armendáriz Jr.) und beschließt mit ihnen zusammen eine Expedition zu wagen, um einen üppigen Diamantenschatz zu bergen. Doch auch der Altnazi Klaus von Blantz (Donald Pleasance) ist auf der Suche nach Reichtum in den Wäldern und eine Forschungsgruppe stößt bei Ausgrabungen zufällig auf die gesuchten Edelsteine. Ein gieriger Kampf darum entbrennt, bei dem auch der Regierungsbeamte dieses Bezirkes (Emilio Fernández) ein Wörtchen mitzureden hat. Und letztlich gilt es noch, sich die kannibalistischen Bewohner des gefährlichen Dickichts vom Leibe zu halten und sich der gefräßigen Piranhas und Krokodile zu entledigen ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormNTSC
 Die Kompression läuft auf extremer Sparflamme, obwohl der Speicherplatz der DVD-9 bei weitem nicht ausgereizt wurde. Für die niedrige Rate, die dauerhaft unterhalb von 5 MBit/sek liegt, ist das Ergebnis noch recht gut, die große Anzahl an Artefakten, die fast jede Kontur säumt und besonders in Bewegungen oder innerhalb der Titelcredits auffällt, der träge Bildaufbau und das Nachziehen lassen sich aber nicht verbergen. Schade, denn die Qualität des Ausgangsmaterials ist sehr passabel, abgesehen von wenigen Masteraussetzern in einem kurzen Teilstück des Filmes. In ruhigen Passagen ist die Schärfe meist recht gut, auch die Kompression raubt hier kaum Details. Farben und Kontrast gehen meist in Ordnung, wobei einige Szenen leicht ausblassen und der Schwarzwert generell etwas kräftiger sein dürfte, was aber verschmerzbar ist. Die Anzahl der Defekte ist stark abhängig von der jeweiligen Szene. Meist gibt es hier gar nichts zu beanstanden, ein paar Mal ist aber auch stark verschmutztes Material am Start, genauso wie auch leichte Ghosting-Effekte auftreten. Das Bildformat von 1.33:1 entspricht der Open Matte-Version, da man hin und wieder mal ein Mikro von oben ins Bild ragen sieht. Zwar nur 3 Punkte, aber weitaus besser als das gruselige Bild der deutschen DVD. Die deutsche Fassung auf dieser DVD entspricht übrigens in ihrer Qualität der Englischen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
UntertitelHolländisch
 Die englische Fassung hätte neben den niederländischen Untertiteln gut noch Englische gebrauchen können, denn die Verständlichkeit der Dialoge ist in einige Szenen nicht besonders gut, da sich die Sprache nicht besonders gut von der kräftigen Geräuschkulisse abhebt. Insgesamt ist der Ton etwas dünn für sein Alter und kratzt schon mal ein bisschen, was man vielleicht nicht unbedingt von einer DVD, möglicherweise aber von einem alten Kannibalenfilm erwarten würde. Knapp erreichte 2 Punkte dafür.
Bei der deutschen Fassung wird die Sprachverständlichkeit durch die Synchro dann wieder wesentlich besser und der Ton klingt so, wie man es sich es vorgestellt hat: zwar noch ein wenig dünn, aber sehr brauchbar und ohne bedeutende Tonausfälle oder Zischen. Die holländischen Untertitel, die sich über die Fernbedienung einstellen lassen, existieren hier aber anscheinend nicht.
 ++----

Extras
Extras
  • Booklet (4 Seiten)
  • enthält zusätzlich die deutsche, geschnittene Fassung (1:34:28 h)
  • Trailer (3:26 Min.)
  • Slideshow (41 Bilder)
 Das Bonusmaterial ist nicht gerade umfassend. Bis auf eine Bildergalerie mit bekannten Motiven und einen Trailer enthält die DVD nur noch die deutsche, gekürzte Fassung, die zwar nicht um Gore, dafür aber um eine Menge Dialoge erleichtert wurde (siehe Schnittvergleich), die die Geschichte begreifbarer und fülliger machen. Da die DVD von Italian Shock eine holländische Veröffentlichung ist, seh ich die deutsche Version als Beigabe an und habe die Originalfassung bewertet. Innerhalb des KeepCase steckt noch ein 4seitiges Booklet, welches im Innenteil eine Fotocollage zeigt und auf der Rückseite die Filmografie des Regisseurs enthält.
 +-----

Fazit
Wenn eine Gruppe raubeiniger Dschungelhaudegen, ein verkappter Altnazi mit höheren Zielen einer neuen Superrasse und eine Ausgrabungsgruppe im Dschungel unabhängig voneinander auf der Suche nach einen Diamantenschatz sind, dann kann es lustig werden. Der mexikanische "Treasure Of The Amazon" ist weder dem Kannibalengenre noch den Mondo-Filmen zuzuordnen, sondern eher ein teils erbarmungsloser Abenteuertrip mit einigen unangenehmen Effekten. Highlight dieser ist der stark an Fulcis Interner Link"The Beyond" erinnernde Angriff einer Horde Krabben auf das Gesicht eines gefesselten Mannes. Ansonsten geht es aber wirklich mehr in die Richtung, die der erste Indiana Jones-Teil im Prolog vorgibt, denn der Rest der SFX-Kunst ist eher unterdurchschnittlich bzw. wird nur angedeutet, wobei natürlich beim Auftreten von Eingeborenen unmittelbar eine Tiersnuff-Szene enthalten sein muss. Aushalten müssen die Wildnisstrapazen kernige Kerle und knackige Frauen, wobei neben den B-Movie-Ikonen Stuart Whitman als Veteran der Expedition und Donald Pleasance als eiskalter Nazischerge besonders die weiblichen Reize der rassigen Sonia Infante auffallen dürften. Der Rest ist stereotypisch, wird aber durch großartige angelegte Charaktere wie den Dschungelchef und fiesen Steuereintreiber Paco aufgewogen. Tiefe sollte man von der Geschichte nicht erwarten, aber der Regisseur macht reichlich Gebrauch von den schönen Amazonassettings, kurzen Einschüben wilder Tiere und die Reibereien um die Diamanten sorgen für hinterlistige Wendungen, die dem Film trotz Spielzeit von fast zwei Stunden die Abnutzungserscheinungen nehmen. Dass der in Deutschland als "Das Geheimnis der blauen Diamanten" Erschienene aus dem Jahr 1985 stammt, merkt man gar nicht so sehr, denn rein gefühlsmäßig könnte man der Produktion 10 Jahre mehr zuschreiben, was durchaus positiv zu verstehen ist. Selbst die Musik orientiert sich nicht an hohlen Synthesizern, sondern durch klassische Orchesterinstrumentierung eher am amerikanischen Kino.
Diese hier vorgestellte DVD übertrifft die deutsche Veröffentlichung beim Bild und enthält die ungekürzte Originalfassung, sowie die deutsche Fassung, die besseren Ton und gleichwertiges Bild vorzuweisen hat. Wer Interesse am Film hat, sollte also hier zugreifen, auch wenn das Bonusmaterial mau ist.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im Dezember '06 / Januar '07
Geheimnis der blauen Diamanten, Das
Geheimnis der blauen Diamanten, Das
Treasure Of The Amazon
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