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UK 2001
Originaltitel:Anazapta
Länge:110:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Alberto Sciamma
Buch:Harriet Sand, Alberto Sciamma
Kamera:Alastair Meux
Musik:Dan Jones
Darsteller:Lena Headey, David La Haye, Jason Flemyng, Christopher Fairbank, Jon Finch, Ian McNeice, Anthony O'Donnell, Dominic Cooper, Ralph Riach, Ralph Riach, Jeff Nuttall
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
England 1348. Während der britische und französische Adel blutigst damit beschäftigt ist, die Kriegsbühne Europa unter sich aufzuteilen, schleicht die Pest über den Kontinent. In einer kleinen englischen Gemeinde gelingt die Geiselnahme eines französischen Edelmannes. Die Dörfler jubeln über ihren Sieg. Doch mit dem undurchdringlichen Fremden zieht auch das Unheil ein ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Zwar nicht sehr gut, aber zumindest sehr brauchbar. Zum besseren fehlt dem Bild noch die Ruhe in einigen Szenen, denn ein deutlich feines Rauschen schlägt sich besonders in dunklen Szenen nieder. Hieran mag es auch liegen, dass der Detailreichtum nicht perfekt wird, aber stets auf erwartet gutem Niveau bleibt. Die Farbe wechselt je nach Bedarf von kräftigen Tönen zu kühler Atmosphäre, insgesamt gibt es hierbei aber keine Ausfälle, die die Bildqualität abwerten könnte. Nur der Kontrast ist zeitweise verbesserbar. Technische Mängel wie ungenügende Kompression oder Ghosting werden nicht deutlich, hin und wieder merkt man aber ein kleineres Aufblitzen von Schmutzpartikeln.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu), Dolby Digital 5.1 (Deu), DTS 5.1 (Deu), Dolby Digital 5.1 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton hat eine gute Synchro bekommen, die nur ein wenig zu sehr den Center belegt und leicht gehaucht klingt. Probleme in der Auflösung, der Dynamik oder gar Tonfehler mag man nicht erkennen. Zumeist die Musik sorgt in den zwei Raumtonmodi für die Unterstützung durch die rückwärtigen Kanäle, sonst sind nur leichte Effekte merkbar und das Geschehen ist zu sehr auf die Front zentriert. Hier hätte man mehr Ambiente durch den Ton erschaffen können, was aber nichts daran ändert, dass die Umsetzung im Deutschen gut ist. Der englische O-Ton ist dem deutschen Dolby Digital 5.1 sehr ähnlich, nur dass die Sprache hier weicher eingebettet ist, gleichzeitig aber auch einige wenige Fehler im Toleranzbereich enthält.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:37 Min.)
  • Bildergalerie (20 Bilder)
  • History Feature: Der Schwarze Tod (6 Seiten)
  • Bio- und Filmografien:
    • Jason Flemying (4 Seiten)
    • Lena Headey (2 Seiten)
    • David La Haye (1 Seite)
    • Jon Finch (4 Seiten)
  • Weitere DVDs:
    • Ju-On The Grudge 2 (1:29 Min.)
    • Inugami (0:39 Min.)
    • Ginger Snaps 2 (1:18 Min.)
    • Oldboy (2:13 Min.)
    • Cube Zero (1:55 Min.)
    • The Hollow (1:53 Min.)
 Im Bonusteil findet man neben dem Trailer und einer Bildergalerie einen kurzen Abriss über den Verlauf der Pest in Europa sowie Kurzinformationen zu den 4 wichtigsten Darstellern wieder. Außerdem führen 6 Trailer in das weitere Programm von e-m-s ein.
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Fazit
"Anazapta" muss man zu Beginn konstatieren, dass er nicht gerade zu den fesselndsten Historienabenteuern gehört. Unerklärliche Handlungssplitter, ein seichter, beinahe schon träger Hergang und keine einzige Kampfsequenz lassen den Film zäh wirken. Glücklicherweise enträtselt sich der Film, wenn auch gemächlich, und offenbart sich als atmosphärischer Glücksgriff, der die verheerend wütende Pestepidemie mystifiziert. Denn dem unheimlichen und offenbar trotz Gefangenschaft sehr mächtigen Fremden wird die Personifizierung des Bösen angedichtet, trotzdem aber mit sehr menschlichen Wesenszügen ausgestattet. So werden die Geldprobleme, die die Gutsherrin in die Hände des perversen Bischofs treiben, zugunsten der dramatischen und sehr spannenden Aufklärung des Mordes an der früheren ersten Frau des Hofes verworfen. Auf Prunk oder heroische Charaktere trifft man dabei nicht, "Anazapta" suhlt sich in der Gesellschaft des einfachen Bürgers, der grob verallgemeinert schmutzig und rachsüchtig dargestellt ist und sich bald aufmacht, den unbeliebten Kriegsgefangenen, dem sämtliche Schuld des schwarzen Todes zugeschoben wird, zu richten. Auch wenn sich einige Elemente nicht so recht in meine Ansichten des Mittelalters einfügen wollen und die fieberhaft eingesponnenen Visionen etwas zu neuwertig wirken, gelingt "Anazapta" doch durch seine ungemein dichte, oft schaurige Erzählung, die angelehnt an die damalig vorherrschende, völlig unwissenschaftliche Weltanschauung ist und dadurch kaum rationale Erklärungen abgeben muss. Die Leistung der Darsteller ist von hoher Güte ebenso wie die technische Umsetzung.
Zur DVD darf man also gern greifen, zumal die Bild- und Tonqualität ansprechend ist. Nur beim Bonusmaterial hätte e-m-s drauflegen müssen, ein paar Texttafeln sind leider ein bisschen zu wenig.



Bilder der DVD




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