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UK 1956
Originaltitel:X the Unknown
Länge:76:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Leslie Norman
Buch:Jimmy Sangster
Kamera:Gerald Gibbs
Musik:James Bernard
SFX:Les Bowie, jack Curtis
Darsteller:Dean Jagger, Edward Chapman, Leo McKern, Anthony Newley, Jameson Clark, William Lucas, Peter Hammond, Marianne Brauns, Ian MacNaughton, Michael Ripper, John Harvey, Edwin Richfield, Jane Aird, Norman Macowan, Neil Hallett, Kenneth Cope
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Bei einem Manöver der britischen Armee werden die Männer von mehreren Beben und extrem hoher Strahlungsanzeige auf ihren Geigerzählern überrascht. Als einer der Soldaten sich von der Truppe entfernt, um eine Bodenspalte zu untersuchen, finden seine Kameraden nur noch seine stark verbrannte Leiche. Die Regierung zieht den Wissenschaftler Dr. Royston hinzu, der die Verbrennungen als Auswirkungen von starker Radioaktivität deutet. Doch um den Ort des Unfalls werden keine erhöhten Werte mehr gemessen. Die Bodenspalte jedoch scheint endlos in die Tiefe zu gehen. Schon bald häufen sich weitere Fälle von radioaktiver Verbrennung. Außerdem verschwindet radioaktives Material aus den Labors. Als Royston in einem Luftschacht eine schwarze, schleimige Substanz entdeckt, reift in ihm die Idee, es mit einem urzeitlichen, unförmigen Wesen zu tun zu haben, welches sich primär von Energie ernährt. Seine Warnungen kommen zu spät: Die Armee hat Bomben in der Erdspalte gezündet und sie danach mit Beton versiegelt. Kurze Zeit später bricht das nunmehr um ein vielfaches stärker gewordene Wesen aus seinem Gefängnis aus und kriecht auf die Stadt zu. Und keiner kann es aufhalten, denn herkömmliche Waffen stärken die Kreatur nur noch...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das schwarzweiße Vollbild kann auf den ersten Blick als wirklich gut bezeichnet werden und bietet für sein Alter ein sauberes und in Nahaufnahmen sehr scharfes Bild. Der Kontrast überzeugt selbst in den Nachtszenen, ohne uns nötige Details vorzuenthalten. Das Rauschen fällt auf den ersten Blick zwar gar nicht mal so stark ins Gewicht, aber ist die gesamte Laufzeit des Films in unterschiedlicher Intensität zu erkennen. Komischerweise merkt man vor allem in hellen Szenen sehr grobkörnige Stellen auf der rechten Bildseite. Woran dies liegt, wissen wir leider auch nicht, dürfte aber auf das Alter des Filmmaterials zurückzuführen sein. Die Kompressionen arbeiten dafür sauber, lediglich Kratzer und Defekte lassen sich hier noch negativ bewerten, fallen aber bis auf einige leichte Streifen im Bild nie wirklich störend auf. Wie oben schon erwähnt, ist die Schärfe vor allem in den Nahaufnahmen wirklich gut ausgefallen, in den Totalen wirkt das Bild stellenweise etwas weicher, befindet sich aber überwiegend auf einem guten Niveau. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier um eine Schwarzweiß-Produktion handelt, können wir mit dem Ergebnis also mehr als nur zufrieden sein.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (optional)
 Der Mono-Ton ist gut verständlich und weder Rauschen noch Defekte fallen negativ auf. Lediglich in den Höhen wirken die Stimmen etwas kratzig. Für einen Mono-Ton aber mehr als ausreichend. Der englische Mono-Track klingt etwas leiser und gedrungender, ist aber ebenfalls noch gut zu verstehen und ebenfalls frei von jedwelchen Störungen. Optionale Untertitel sind hier natürlich vorhanden.

Anmerkung: Die auf der DVD vorliegende deutsche Sprachfassung entspricht der "neuen" Synchronfassung aus den frühen 90er Jahren von TELE 5. Die alte deutsche Kinosynchronisation gilt als verschollen.
 ++----

Extras
Extras
  • 4-seitiges Booklet
  • Trailer (1:42 Min.)
  • Bildergalerie (14 Bilder)
  • Dänisches Filmprogramm
 Im Bereich Extras gibt es leider diesmal wirklich nicht viel, was nur bedeuten kann, dass es kein Material zum Film mehr gibt. Selbst die sonst immer so umfangreiche Bildergalerie beschränkt sich diesmal auf gerade mal 14 Bilder. Dazu kommt dann noch das "Dänische Filmprogramm", der "Original Trailer" und ein vierseitges und diesmal recht kurzes Booklet von Uwe Huber, was dennoch wieder recht interessant geworden ist.
 +-----

Fazit
Der vierte Beitrag der "British Horror Classics" von Anolis stammt wie auch schon Interner Link"Comtesse des Grauens" und Interner Link"Hände voller Blut" aus den legendären Hammer-Studios und ist sozusagen Hammers Vorläufer zu dem zwei Jahre später von den Universal Studios produzierten Horrorklassiker Interner Link"Blob - Schrecken ohne Namen" (1958) und tritt in die Fußstapfen des zuvor sehr erfolgreichen Auftakt der "Quatermass"-Reihe Interner Link"Schock" (1955). Da die Studios nach dem unerwarteten Erfolg von "Schock" verpicht darauf waren ihren Fans mehr aus dem Bereich Science-Fiction-Horror zu servieren und "Quatermass"-Autor Nigel Kneale einer Fortsetzung seines Stoffes zu diesem Zeitpunkt noch nicht zustimmte, musste schnell eine Alternative her. Also übernahm Produktionsmanager Jimmy Sangster das Drehbuch und hing seinen Job, den er sowieso hasste, an den Nagel und sollte zu einen der talentiertesten Drehbuchautoren im Horrorgerne etablieren. Was jedoch hierbei sofort auffällt, ist, dass "XX...Unbekannt" in puncto Spannung, Effekte und Atmosphäre keine Unterschiede zu den "Quatermass"-Filmen aufweist und die Hammer Studios auch in Zukunft an dem altbewehrten Rezept festhielten.
Nichtsdestotrotz gehört "XX...Unbekannt" zu den besten Science-Fiction-Filmen seiner Zeit und auch wenn man dem Film eine gewisse Naivität mit dem Umgang von Radioaktivität nicht absprechen kann, und sich hier und da einige Patzer leistet, die man aber mit einem Schmunzeln entgegentreten kann, tut dies dem Filmspaß keinen Abbruch.

Wer seine "British Horror Classics" komplettieren möchte, kann hier getrost und ohne Bedenken zugreifen. Bis auf das etwas magere Zusatzmaterial bekommen wir hier eine wirklich gute Umsetzung dieses Klassikers geboten. Zwar mit kleinen Mängeln im Bereich Bild, aber hier sollte man sich auch immer den Jahrgang des Films vor Augen halten. Wer bereits Spaß an den "Quatermass"-Filmen der Hammer Studios hatte, wird an "XX...Unbekannt" und an dieser DVD nicht vorbei kommen.



Bilder der DVD




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