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UK 1971
Originaltitel:Hands of the Ripper
Länge:81:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Peter Sasdy
Buch:Edward Spencer Shew, L.W. Davidson
Kamera:Kenneth Talbot
Musik:Christopher Gunning
SFX:Cliff Culley
Darsteller:Eric Porter, Angharad Rees, Jane Merrow, Keith Bell, Derek Godfrey, Dora Bryan, Marjorie Rhodes, Lynda Baron, Marjie Lawrence, Margaret Rawlings
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Anna, die als kleines Kind miterleben musste, wie ihr Vater ihre Mutter erstach, weil sie dahinterkam, dass er der berüchtigte Jack the Ripper war, lebt mittlerweile bei ihrer Tante, die ihr Geld damit verdient, dass sie Anna an wohlhabende Männer vermietet. Als Anna nach einer gewaltätigen Auseinandersetzung mit dem Regierungsbeamten Mr. Dysart ihre Tante angreift und sie mit einem Schürhaken aufspießt, kommt sie in die Obhut des Freud-Schülers Dr. John Pritchard, der versucht, dem Geheimnis von Annas gewaltätigem Ausbruch auf die Spur zu kommen. Alles scheint sich zum Guten zu wenden, bis Anna bei den Vorberreitungen zu der Hochzeit von Dr. Pritchards Sohn die Zofe auf blutige Weise abschlachtet, die ihr ein Medallion umhängen wollte. Überzeugt davon, dass dieses Schmuckstück eine Rolle bei Annas gefährlichen Persönlichkeitsveränderung spielt, beginnt Dr. Pritchard mit der Untersuchung von Annas Vergangenheit. Nicht ahnend, dass er damit für sich und seine Familie die Büchse der Pandora öffnet...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Im Vergleich zu Titeln wie Interner Link"Konga" und Interner Link"Der rote Schatten" bekommen wir hier zwar ein recht weiches, aber dafür nahezu rauschfreies Bild geboten. Zudem halten sich Verschmutzungen und Defekte zurück und auch die Farbgebung ist noch recht angenehm, obgleich etwas kraftlos ausgefallen. Der Kontrast schwankt von Szene zu Szene; mal gut bis sehr gut, wirkt er aber stellenweise zu hart und verschluckt vor allem in den dunklen Szenen nötige Details. Die Schärfe gibt sich ebenfalls recht wechselhaft und ist übwiegend weich bis unscharf. In Nahaufnahmen erweist sich die Detailschärfe aber noch als durchweg zufrieden stellend. Die Kompressionen arbeiten unauffällig und lediglich etwas Blockrauschen ist hier noch zu bemängeln. Insgesamt ein zufriedenstellender Trasnfer.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (optional)
 Der deutsche Mono-Ton ist gut zu verstehen und wirkt bis auf leichte Verzerrungen recht störungsfrei, rauscht jedoch etwas zu stark im Hintergrund. Der englische Track klingt weniger gedrungen und wirkt natürlicher. Rauschen oder Kratzen ist hier nicht zu bemängeln. Optionale deutsche Untertitel sind hier natürlich wieder mit dabei.
 ++----

Extras
Extras
  • 4-seitiges Booklet
  • Trailer (2:00 Min.)
  • deutscher Titel (4:09 Min.)
  • Bildergalerie (19 Bilder)
  • Presseheft
  • Rank Werberatschlag
  • Werberatschlag
 Die Extras beschränken sich diesmal "nur" auf einen obligatorischen Trailer, einer Bildergalerie, den alten deutschen Vorspann und Werberatschläge. Das informative Booklet mit Hintergrundinfos darf natürlich nicht fehlen.
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Fazit
Im Vergleich zu den anderen DVDs aus der "British Horror Classics"-Edition von Anolis, bietet uns dieser Silberling in Sachen Bild- und Tonqualität, trotz kleiner Mängel das beste Ergebnis und fällt lediglich im Bereich Zusatzmaterial etwas ab. Dafür ist "Hände voller Blut" aber nicht das kleine Meisterwerk der Hammer Studios, wie man es sich erhofft hat. Vielmehr ist es ein letzter Gehversuch eines Studios, welches sich in den frühen siebziger Jahren im Umbruch befand (Produzent und Teilhaber Anthony Hinds verlies die Gesellschaft) wieder ein wenig auf sich aufmerksam zu machen. Wie auch schon in Interner Link"Circus der Vampire" (1971), versucht man dem Publikum das zu geben, was es augenscheinlich braucht. Nackte Haut und viel, viel Blut. Auch wenn "Hände voller Blut" keine "Gore-Granate" im eigentlichen Sinne ist, fließt der rote Lebenssaft für eine Hammer-Produktion recht häufig und die Morde, welche anhand der banalen Erzählstruktur und den unglaubwürdigen Charakteren recht plakativ wirken, wurden sehr hart in Szene gesetzt. Jedoch versucht uns Regisseur Peter Sasdy nur eine recht dürftige Geschichte über die Tochter des Jack the Ripper unter zu jubeln und weder seine Darsteller noch dessen Dialoge erscheinen glaubhaft genug, um "Hände voller Blut" wirklich aus der Schwemme der 70er Jahre Produktionen herauszuhiefen. Dafür fehlt es einfach an einer intelligenten Erzählweise, denn weder der überaus tolerante Wissenschaftler, welcher trotz der vielen Morde des Ripper-Töchterchen, die beschützende Figur mimt und an seinen Freudschen Methoden festhält, noch die Tatsache, dass man hier nur gezielt Mord nach Mord zelebrieren will, scheint recht ärgerlich. Die Story wird hier nur von einem Mord zum nächsten getragen und dies wirkt sehr schnell langweilig, was unter anderem daran liegt, dass uns der Prolog des Filmes schon alles verrät, was wir eigentlich wissen wollten, und der Rest zu vorhersehbar erscheint, um wirklich überzeugen zu können.
Dafür wurde trotz eines geringen Budgets dem Zuschauer ein perfektes viktorianisches London der 1890er Jahre präsentiert, welches unheimlich realistisch und sehr atmosphärisch vom Kameramann Kenneth Talbot (Interner Link"Comtesse des Grauens", 1971) innovativ und beeindruckend fotografiert wurde. Auch der Schluss in der Flüstergalerie von St.Pauls. bietet nicht nur einen gelungenen Showdown, sondern tolle Kulissen, welche dem Original komplett nachempfunden wurde, da man keine Dreherlaubnis bekam. So musste man diverse Aufnahmen heimlich machen und hat diese mit den Filmszenen kombiniert. Die tolle Optik ist dann auch genau das, was den Film rettet und trotz einer unsäglichen Story und der naiven Inszenierung sehenswert macht.



Bilder der DVD




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