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UK 1960
Originaltitel:Circus of Horrors
Alternativtitel:Narbenteufel, Der
aka. Phantom im Zirkus, Das
aka. Phantom of the Circus
aka. Zirkus des Schreckens
Länge:87:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Sidney Hayers
Buch:George Baxt
Kamera:Douglas Slocombe
Musik:Tony Hatch, Muir Mathieson, Franz Reizenstein
Darsteller:Anton Diffring, Jane Hylton, Kenneth Griffith, Erika Remberg, Conrad Phillips, Yvonne Monlaur, Colette Wilde, Vanda Hudson, Yvonne Romain, Jack Gwillim, John Merivale, Chris Christian, Donald Pleasence, Carla Challoner, Peter Swanwick, William Mervyn, Malcolm Watson, Walter Gotell, Kenneth J. Warren, Fred Haggerty, Glyn Houston, Kenny Baker
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Als eine seiner Patientinnen den plastischen Chirugen Dr. Rossiter wegen eines Kunstfehlers anklagt, flieht dieser nach Frankreich. Dort trifft er auf den Zirkusdirektor Vanet, der ihn bittet, seine von einem Bombenattentat entstellte Tochter Nicole zu operieren. Als Vanet durch einen seinen Bären getötet wird, übernimmt Rossiter unter anderen Namen die Leitung des Zirkus und stellt vermehrt weibliche Kriminelle ein, denen er - versehen mit einem schöneren Äußeren - ein besseres Leben als Artisten in seinem Zirkus verspricht. Doch jedes Mädchen, das die Truppe verlassen möchte oder ihm nicht zu Willen ist, stirbt bei einem grauenvollen Unfall - vor den Augen des Publikums. Von der Masse der Unfälle wird aber nicht nur das Publikum zahlreich angelockt - der berüchtigte Zirkus lässt auch die Polizei und die Presse aufhorchen ...

Bild
Format1.66:1 (anamorph)
NormPAL
 Diese 60er Jahre Produktion welche uns in einem anamorphen Gewand vorliegt, hat zwar mit einigen Mängeln in puncto Bildqualität zu kämpfen, kann seinem Alter entsprechend aber noch zu gefallen wissen. Zu allererst fällt jedoch die Schärfe negativ auf und gerade in den Totalen wirkt das Bild recht weich, wobei Nahaufnahmen noch überwiegend detailliert erscheinen. Jedoch fehlt es hier an der nötigen Detailschärfe und auch die Farben erscheinen kaum frisch, sondern eher blass und verwaschen. Der Kontrast tendiert oftmals ins Gräuliche, hinterlässt aber überwiegend einen soliden Eindruck und kann auch in dunklen Szenen überzeugen. Dafür fällt verstärkt Bildrauschen auf, welches recht wechselhaft in Erscheinung tritt und dem Bild mal mehr mal weniger zusetzt. Defekte und Verschmutzungen sind ebenfalls von wechselhafter Intensität. Mal nahezu frei von Verschmutzungen, bekommen wir dann wieder reichlich Blitze und Kratzer zu Gesicht. Die Kompressionen ofenbaren zudem noch leichtes Blockrauschen im Hintergrund.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (optional)
 Ein durch und durch passabler Monoton, dessen Schwächen vor allem im Hochtonbereich liegen, da es dort etwas blechernd klingt. Der englische Montoton hat diesbezüglich keine Probleme, klingt insgesamt aber recht dumpf und verhalten. Insgesamt aber durchaus akzeptabel. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Trailer (1:55 Min.)
  • TV-Spot (48 Sek.)
  • Interview mit Yvonne Monlaur (25:05 Min.)
  • Bildergalerie
  • Filmprogramm
  • Rank Filmflyer
 Neben dem englischen "Original-Trailer", einem "TV-Spot", sowie einer "Bildergalerie", dem "Filmprogramm" und den "Rank Filmflyer", gibt es noch ein 25minütiges Interview mit Yvonne Monlaur, welches optional deutsch untertitelt wurde und 2004 auf dem Festival of Fantastic Films in Manchester aufgezeichnet wurde. Wieder einmal sehr informativ und unterhaltsam. Für die Leseratten gibt es noch ein 4seitiges Booklet mit Produktionsnotizen von Uwe Huber.
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Fazit
Erstmalig völlig ungeschnitten unter dem Logo der "British Horror Classics" von Anolis Entertainment erschienen, ist "Der rote Schatten" kein Horrorfilm, sondern vielmehr ein Krimi mit Bezügen zum Horror-Genre. Als dritter Film der Anglo-Amalgamated "Schock"-Trilogie, sorgte "Circus of Horrors", so der Originaltitel, wieder einmal für einen Skandal in England. Den Vorgängern "Das Schwarze Museum" ("Horrors of Black Museum", 1958) und "Augen der Angst" ("Peeping Tom", 1959) dieser losen Trilogie lag allen das gleiche Thema zu Grunde, wobei "Der rote Schatten" am plakativsten mit den Themen Gesichtsdeformation, Voyeurismus, Mord und Wahnsinn umgeht. Er wartet mit Darstellern wie Donald Pleasance (Interner Link"Halloween", 1978) , Yvonne Monlaur (Interner Link"Dracula und seine Bräute") und Anton Diffrings ("Anna - Der Film" mit einem beachtlichen Staraufgebot auf; vornweg Anton Diffrings deutscher Akzent, der seiner Rolle als wahnsinnigen Chirurgen zu gute kommt. Der Film selber ist aber ein recht schwacher Beitrag und setzt wie oben schon angedeutet stark auf plakative Gewaltdarstellungen. Die durchweg ruhige aber nie langatmige Inszenierung wird durch immer hanebüchenere Unfälle unterbrochen, wobei der "Unfall" mit den Messerwerfer am Drehrad noch das Blutigste am Film darstellt und laut Aussagen des Regisseurs Sidney Hayers noch viel blutiger gedreht wurde, aber zugunsten der Zensur Federn lassen musste. Trotz der härteren Einlagen fehlt es Hayers Film durchweg an Spannung und so plätschert es 90 Minuten vor sich hin und bietet nichts Ganzes und nichts Halbes. "Der rote Schatten" steht zwischen den Stühlen, versucht durch die grotesken Deformationen und blutigen Unfälle dem Horror-Genre gerecht zu werden, driftet aber immer wieder in den typischen Krimibereich mit überlangen Zirkuseinlagen ab. Wer richtigen Horror erwartet, wird hier also enttäuscht sein. Alle anderen werden zumindest 90 Minuten solide unterhalten. Nicht mehr und nicht weniger.

Damals um rund 8 Minuten an Handlung für das deutsche Kino gekürzt, aber zuvor komplett synchronisiert, liegt uns "Der rote Schatten" bei dieser Edition komplett vor. Die Bildqualität ist für einen 45 Jahre alten Film durchaus gut geworden, hätte aber etwas schärfer sein dürfen und auch der Monoton hält sich wacker. Die Extras sind schon als obligatorisch zu bezeichnen (im positiven Sinne) und immer wieder schön anzusehen, mit welcher Mühe hier vorhandenes Material versucht wird aufzutreiben. Auch wenn "Der rote Schatten" nicht gerade ein Meisterwerk seiner Zeit ist, dürften Fans britischen Kinos einen Blick riskieren.



Bilder der DVD




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