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UK 1974
Originaltitel:Frankenstein and the Monster from Hell
Länge:90:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Terence Fisher
Buch:Anthony Hinds (als John Elder)
Kamera:Brian Probyn
Musik:James Bernard
Darsteller:Peter Cushing, Shane Briant, Madeline Smith, Bernard Lee, David Prowse, John Stratton, Philip Voss, Clifford Mollison, Patrick Troughton, Patrick Allen, Norman Atkyns, Sydney Bromley, Christopher Cunningham, Mischa De La Motte, Sheila D'Union, Lucy Griffiths
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Nachdem der Medizinstudent Simon Helder wegen unorthodoxer Experimente an Leichen in ein Sanatorium eingewiesen wird, muss er feststellen, dass dieses nicht mehr unter der Leitung des Direktors steht, sondern dass Baron von Frankenstein, der seinen Tod nur vorgetäuscht und sich als anonymer Insasse hat einliefern lassen, die Kontrolle übernommen hat. Fasziniert von den Möglichkeiten, die sich einem Mediziner an solch einem Ort außerhalb der Zugriffsmöglichkeiten der Ordnungshüter bieten, willigt er ein, dem Baron zu assistieren, dessen Hände bei einem Unfall verbrannt wurden. Schon bald muss er aber feststellen, dass Frankenstein nicht unbedingt das Wohl der Insassen im Sinn hat. Immer wieder sterben eigentlich kerngesunde Patienten unter höchst merkwürdigen Umständen. Entgegen seinen ersten Vermutungen hat der Baron die ihm Anvertrauten aber nicht für medizinische Experimente benutzt, sondern benötigt absolut frische Leichenteile - um endlich den perfekten künstlischen Menschen zu erschaffen. Doch das so entstandene Monster lässt sich nicht unter Kontrolle halten und bricht aus. Und es hat nur ein Ziel: Blutige Rache an allen Menschen zu nehmen ...

Bild
Format1.66:1 (anamorph)
NormPAL
 Hier hat man es seitens Anolis mal wieder geschafft, alles aus diesem 40 Jahre alten Klassiker herauszuholen. Neben einer kräftigen Farbgebung kann auch der Kontrast voll und ganz überzeugen und fällt zu keinem Zeitpunkt negativ auf. Insgesamt wirkt das Bild aber ein Tick zu blass, was aber an dem Alter der Produktion liegen dürfte. Bildrauschen wurde hier fast gänzlich eliminiert und fällt - wenn überhaupt - nur dezent im Hintergrund auf. Dafür ist die Schärfe aber nicht optimal und lässt das Bild recht weich wirken, kann aber noch nicht als unscharf bezeichnet werden. Die Kompressionen arbeiten bis auf minimales Blockrauschen unauffällig im Hintergrund; auch Defekte und Verschmutzungen spielen hier keine große Rolle. Angesichts des Alters wirklich ein hervorragender anamorpher Transfer, bei dem es nicht einmal stört, dass einige Szenen von 1.66:1 auf 1.78:1 wechseln. Dies lag daran, dass hier auf verschiedene Master zurück gegriffen werden musste, um diese weltweit längste Fassung zu erstellen. Dies wird aber nur den Wenigsten auffallen, da sich die Bildqualität nicht sonderlich unterscheidet und der Formatwechsel im Overscan-Bereich liegt und daher nur bei wenigen High-Tech-Geräten sichtbar wird.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (Optional)
 Die speziell für diese Veröffentlichung angefertigte Synchronisation ist wirklich hervorragend geworden und man merkt es ihr nicht an, dass es sich hier um eine neue Synchro handelt. Dafür bürgen allein Friedrich Schönfelder, der bereits damals Peter Cushing seine Stimme lieh, und David Nathan, seines Zeichens Sprecher vieler Johnny Depp-Filme. Die Dialoge sind dabei gut zu verstehen und weder Verzerrungen oder andere Störungen beeinträchtigen das Hörvergnügen. Dennoch klingt der englische Track besser, wirkt klarer und weniger drückend als die deutsche Spur. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • World of Hammer: Peter Cushing (24:52 Min.)
  • Interview mit Friedrich Schoenfelder (19:01 Min.)
  • Interview mit David Nathan (19:03 Min.)
  • Original Trailer (2:48 Min.)
  • Bildergalerie
 Neben einem informativen Booklet-Text von Uwe Sommerlad gibt es eine weitere Episode der "World of Hammer"-Reihe. Diesmal wird in knapp 25 Minuten über Peter Cushing und seine Hammer-Filme berichtet. Weiter geht es mit zwei aktuellen Interviews mit Synchronlegende Friedrich Schönfelder, der hier erneut Peter Cushing seine Stimme lieh, und David Nathan, der hier den jungen Shane Braint synchronisierte. Beide Interviews sind sehr interessant und umfangreich geführt und gehen jeweils knapp 19 Minuten. Zum Schluss gibt es den Original-Trailer, sowie eine umfangreiche Bildergalerie zum Film.
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Fazit
In "Frankensteins Höllenmonster" erleben wir zum letzten Male Peter Cushing in der Rolle seines Lebens. Sichtlich gealtert und gezerrt von dem Tod seiner Ehefrau, spielt er den wahnsinnigen Wissenschafter Dr. Frankenstein wieder mit voller Leidenschaft. Terence Fisher gelingt es hier noch ein letztes Mal, das an sich ausgelutschte Frankenstein-Thema, welches ja nach "Frankenstein muss sterben" beendet schien, neues Leben einzuhauchen und neben vielen neuen Aspekten eine Hommage an die "gute" alte Zeit abzuliefern. Zwar entspricht das Monster nicht unbedingt Cushings und Fishers Vorstellungen, denn es gleicht mehr einem Yeti als dem berüchtigten "Frankenstein"-Monster. Leider musste man sich dieser Tatsache aber fügen, da die Studios dies von von vornherein so wollten. Dafür verpflichtete man um Cushing herum wieder gute Darsteller; vor allem der junge Shane Briant als Frankensteins Assistent bleibt den Zuschauern in positiver Erinnerung. Zudem wirkt das ganze Szenario wieder deutlich düsterer und ist dazu recht blutig ausgefallen. Es blendet bei den Operationen nicht ab und auch so bekommen wir einige gut gemachte Spezialeffekte zu Gesicht. Leider ist "Frankensteins Höllenmonster" Terence Fishers letzter filmischer Beitrag, da er kurz nach den Dreharbeiten an einem Herzinfakt verstarb.

Was war bleibt - und so bleibt uns hier ein würdiger Abschluss von Hammers Frankenstein-Reihe mit einer Top-Besetzung und einer wohlig düsteren Inszenierung. Wieso der Film 30 Jahre brauchte, um seinen Weg nach Deutschland zu finden, bleibt zwar fraglich, aber dafür bekommen wir jetzt im Rahmen von Anolis' "Hammer-Edition" eine klasse DVD-Umsetzung geboten. Aufwendig restauriert, präsentiert man uns die "weltweit längste Fassung" des Films, mit einer mehr als nur gelungenen Synchronisation. Bild & Ton wissen zu überzeugen und auch die Extras werden uns Anolis-typisch liebevoll serviert. Eine klare Kaufempfehlung, nicht nur für Hammer-Fans!



Bilder der DVD




Druckbare Version
Frankensteins Höllenmonster
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