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NO 2004
Originaltitel:Som frykter ulven, Den
Länge:99:02 Minuten(ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Erich Hörtnagl
Buch:Stefan Ahnhem, Karin Fossum
Kamera:John Andreas Andersen
Musik:Trond Bjerknes
SFX:Morten Moen, Nikolai Lockertsen
Darsteller:Lars Bom, Laila Goody, Kristoffer Joner, Stig Henrik Hoff, Aksel Hennie, Stian Kjensli
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Eigentlich wollte Chefinspektor Karsten Skov (Lars Bom) an seinem letzten Arbeitstag nur sein Büro leer räumen und seine Koffer packen, als ein seltsamer Mordfall ihm keine Ruhe lässt: Eine alte Frau wurde in ihrem Garten mit einer Hacke brutal erschlagen. Die Aussage eines verstörten Jungen führt die Polizei auf die Spur von Erkki (Kristoffer Joner), einem vermeintlichen Psychopathen, der gerade aus einer Anstalt geflohen ist. Die Situation spitzt sich zu, als Erkki bei einem Bankraub zur Geisel wird und der Bankräuber mit ihm in die Tiefe der norwegischen Wälder flieht. Nun nimmt Skov zusammen mit Erkkis Ärztin Sara (Laila Goody) die Verfolgung auf. Doch je näher er den Verdächtigen kommt, desto mehr zweifelt er an ihrer Schuld.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Mit Norwegen assoziiert man ja nicht unbedingt sonnig-fröhliches Ambiente, so dass die eher kühle Farbgebung nicht sonderlich verblüfft. Vor allem Rückblenden verlieren stark an Farbe und auch das aktuelle Geschehen hat eher bleichen, leicht überhellten Charakter (was auch für den etwas zu starken Kontrast gilt), wobei aber grad die Naturszenen durch frisches Grün auffallen. Sieht man davon ab, ist die Schärfe gut, stellt die Gesichter detailliert dar, auch wenn das Geschehen nicht an die Klasse von Top-DVDs heranreicht, einfach weil einige Außenaufnahmen mit starkem Rauschen versehen sind und daher mit einem Rauschfilter versehen wurden, was man in Bewegungen deutlich sieht. Trotzdem, das Bild ist im oberen Bereich anzusiedeln, fast schon sehr gut, nicht zuletzt weil auch die Kompression keine Anzeichen von sich gibt. Bilddefekte sind selten ersichtlich.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Norwegisch
UntertitelDeutsch
 Das Klangbild der Dolby Digital 5.1-Spuren ist warm (der Bass kommt wesentlich besser zum Einsatz als im Dolby Surround-Modus) und bestens verständlich, wobei mir der Originalton wegen der präziseren Abmischung der Stimmen besser gefällt, die deutsche Version wirkt da manchmal etwas gedrungen auf dem Center. Die Effektpalette im Stereobereich ist bereits aufregend breit gezogen, die hinteren Lautsprecher kommen weniger oft zur Geltung, werfen aber einige sehr gute Tonstrukturen ein, die dann im kleineren Rahmen für einen durchgehend gut angesetzten Raumklang sorgen. Die Sprache der Originalspur ist übrigens nicht Holländisch, sondern Norwegisch, zu der man deutsche Untertitel zuschalten kann.
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Extras
Extras
  • Trailer, dt. (1:10 Min.)
  • Originaltrailer (1:10 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Antibody (1:47 Min.)
    • Ginger Snaps 2 (1:18 Min.)
    • Dragon Fighter (1:31 Min.)
    • Ju-On - The Grudge 2 (1:29 Min.)
    • Dark Colony (1:39 Min.)
    • Dinocroc (2:29 Min.)
 Keine Extras bis auf ein paar Trailer, worunter sich der deutschsprachige und der Originaltrailer des Filmes befinden.
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Fazit
"Cry In The Woods" ist weitaus vertrackter und dadurch interessanter als der einseitige Trailer nach dem Schema "Aufeinandertreffen von Geiselnehmer und Verrücktem" es erscheinen lässt. Gefilmt in den größtenteils ländlichen Waldgebieten Norwegens kreiert der Film einige sehr interessante Charaktere, deren Fähigkeiten und Eigenschaften, und das muss man dem Drehbuch ankreiden, zwar nie sehr weit ausgespielt werden, aber doch weit über das hinausgehen, was das gängige TV-Studio vielleicht draus gemacht hätte. Zentral fällt der Blick auf den introvertierten, geheimnisvollen Psychatrieinsassen Erkki, dessen Flucht mit einem blutigen Mord in Verbindung gebracht wird. Da man mittlerweile weiß, dass Erkki magische Kräfte angedichtet werden und der mit ihm flüchtende Bankräuber einen ruppigen Umgang pflegt, sind etliche spannende Szenen schon in der Interaktion dieser beiden Charaktere verwurzelt. Dazu kommen noch traumatisch nachwirkende Rückblenden, ein nicht selten mit fremdartig sphärischen Klängen angereicherter Soundtrack und einige Schlüsselpersonen, die die vermeintlich einfache Jagd auf den Irren, den der Zuschauer bald zum Sympathieträger kürt, etwas vielschichtiger werden lassen. Auf der anderen Seite stehen die Jäger, vornehmlich mit persönlichen Problemen des leitenden Ermittlers Skov gespickt, aber auch immer wieder durch eine Actionszene aufgewirbelt, die auch trotz geringem Budget, dafür aber mit solider Schnitttechnik Spaß machen. Die technische Umsetzung ist dabei immer auf hohem Niveau, nur der Schlussteil überwirft sich mit einigen heroischen Motiven und nicht mehr ganz so nachvollziehbaren Handlungen, bekommt die Kurve aber wieder mit einer unerwarteten Aufklärung der Tat.
Daher meine Empfehlung für diesen norwegischen, sehr düsteren Thriller zum Miträtseln, dessen tiefer liegende Kernaussage, die Auswirkung von familiären Missständen auf die Entwicklung von Kindern, ihn noch ein wenig mehr über das übliche Niveau hinaus erhebt. Die deutsche DVD eignet sich wegen nicht vorhandener Extras leider nur zum Ausleihen, obwohl Bild und Ton sich positiv hervorheben. Schade, der Film hätte meiner Meinung nach mehr Beachtung verdient.



Bilder der DVD




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