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D 1997-2000
Originaltitel:Night of the Vampire Hunter
Alternativtitel:Nachtschatten
aka. Night Shade
Länge:94:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ulli Bujard
Buch:Nicole Bujard, Ulli Bujard
Kamera:Herwig Bartalszky
Musik:Guido Meyer de Voltaire, Oliver Weiskopf
Darsteller:Nicole Bujard, Stefan Keseberg, Alex Kaese, Peter Schrader, Michael Nack, Erich Amerkamp, Roland von Unruh, Birgit Bujard, Guido Meyer de Voltaire, Alexander Derkum, Ulli Bujard, Helmut Bujard
Vertrieb:EuroVideo/Screen Power
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Unter dem Pseudonym Henry Gloom schreibt Jens Feldner (Stefan Keseberg) wöchentlich neue Vampir-Groschenromane. Die Serie wird zum Überraschungserfolg, ein echter Kultknüller und alle fragen sich: Was ist das Geheimnis des bisher unbekannten Autors? Doch die Lösung will niemand glauben. Feldners Vampire sind mehr als reine Fantasie: Es gibt sie wirklich. Er hat sie gesehen! Was Jens jedoch nicht weiß: Auch seine Freundin Selin (Nicole Bujard) ist regelrecht besessen von Vampiren. Ihr Nachtjob im Fotolabor ist nichts als Tarnung. In Wirklichkeit spürt sie die Blutsauger auf, um den Meister der Nachtgeschöpfe zu finden. Doch eines Nachts wird Selin im Kampf fast getötet. Arnold (Alex Kaese), ein brutaler und einfältiger Kerl, der Vampire abgöttisch verehrt, rettet ihr das Leben. Selin scheint noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen zu sein, doch dann macht Arnold eine Entdeckung ...

Bild
Format1.85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Bild ist auf hellen Flächen sehr deftig verrauscht, wodurch die Kompression etwas überfordert ist. Es entsteht ein Blockrauschen und das gesamte Bild ist mit Artefakten übersät. Auch die Schärfe ist unterdurchschnittlich und das Bild insgesamt dunkel, wodurch der Schattenanteil übermäßig groß ist. Der Regisseur sprach dieses Problem im Making of an, welches aus einer zu geringen Ausleuchtung resultiert für das Material entstand. Zumindest hat man gegenüber den vielen Amateurwerken, die durch Videotechnik einfach nur schlecht aussehen, mit dem Super8-Material einen gewissen Look erreicht. Es entsteht ein erdiger Farbton, der vor allem durch dunkle Gelb- und Rottöne geprägt ist. Insgesamt entsteht aber durch zusätzliches Bildflackern und eine recht hohe Fehlerquote kein befriedigender Eindruck mehr, den man vielleicht von einer niedrig budgetierten Eigenproduktion erwartet hätte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
UntertitelEnglisch
 Dass sich ein Dolby Digital 5.1-Ton auf der DVD befindet, ist natürlich quatsch. Der deutsche Stereotrack ist aber auch schon sehr ordentlich und gut verständlich. Mehr gibt es kaum zu sagen, der Klang ist weder zu flach noch merklich verstört und erweckt auch nicht den Eindruck von Livesound, sondern von einem ordentlich nachvertonten Werk, welches hin und wieder etwas dünne Dialoge aufweist. Die Musikeinspielungen haben genügend Kraft, überlagern die Geräuschkulisse aber nicht, sondern mischen sich fein ins Klangbild ein. Es lassen sich englische Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • 2 Audiokommentare
  • Kaffeeklatsch (22:22 Min.)
  • Bloopers (2:59 Min.)
  • Rollenenden (2:53 Min.)
  • Geschnittene Szenen:
    • Jens duscht (0:39 Min.)
    • Die Fotokiste (1:04 Min.)
    • Das Manuskript (1:08 Min.)
    • Selin und ihr Album (0:51 Min.)
    • Selin steckt Fotos ein (1:16 Min.)
    • Selin tötet Wrings (4:49 Min.)
    • Selin klebt Fotos ein (1:08 Min.)
    • Selins Album (1:02 Min.)
    • Wieder Mensch! (0:57 Min.)
    • Konfrontation (0:59 Min.)
    • Verfluchte Badezimmertür! (3:23 Min.)
  • Storyboard-Film-Vergleich (6:03 Min.)
  • Trailer 1 (1:23 Min.)
  • Trailer 2 (1:55 Min.)
  • Featurette (2:42 Min.)
  • Fotogalerie (60 Bilder)
 Überraschung: Wenig Budget muss sich nicht im Bonusmaterial niederschlagen. Ganz im Gegenteil, viele unabhängige Filmproduktionen versuchen sogar, mit der Qualität der Extras noch hervorzustechen. So auch "Night Of The Vampire Hunter". Im 22minütigen Kaffeeklatsch, welcher optional englisch untertitelt werden kann, reihen sich Behind The Scenes-Aufnahmen, Fotos und ausführliche Interviews in professioneller Weise aneinander und legen die Entstehung des Filmes komplett offen. Wer sich dann noch die zwei in sympathischer Weise vorgetragenen Audiokommentare, der Erste mit dem kreativen Gespann Nicole Bujard und Ulrich Bujard und der Zweite mit Kameramann, Ton- und Spezialeffektler Herwig Bartalszky und Darsteller Erich Amerkamp, komplett durchhört, der dürfte alle Details über "Night Of The Vampire Hunter" erfahren haben. Weiter gehts mit kurzen Versprecherszenen unter den "Bloopers" (mit engl. Untertiteln) und ein Zusammenschnitt der besten Momente beim Rollenende. Die etwa 17 Minuten an geschnittenen Szenen sind nur mit Kommentar des Regisseurs anwählbar, der erklärt, weshalb man auf die oft kurzen Szenen verzichtet hat. Im Storyboard-Film-Vergleich wird die Diskoszene synchron als Storyboard und im kleinen Fenster als Film abgespult, was Unterschiede aufzeigen soll. Bei den Trailern gibt es zwei verschiedene Varianten: Nummer 1 ist wahrscheinlich aus einem früheren Stadium und wurde mit einem rockigen Musikstück unterlegt, während Nummer 2 wohl die Endfassung inkl. Dialoge darstellt, leider unterlegt mit unpassendem Technogestampfe. Als letzte Specials stehen noch ein kurzes Making Of (wohl eher eine Kurzvorstellung des Werkes) und eine Fotogalerie zur Anwahl. Abgesehen davon, dass sich kleinere Fehler in der Menuführung eingeschlichen haben, wie beispielsweise die Fotogalerie, die zwar 65 Bilder anzeigen soll, aber nur 60 enthält, sind die Extras sehr vielseitig und interessant ausgefallen und stellen wohl in etwa das dar, was für eine No-Budget-Produktion möglich ist.
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Fazit
Ist man hinsichtlich der Umsetzung von Kleinstproduktionen, die "Nachtschatten", so der ursprüngliche Titel, sicherlich ist, nicht derart pingelig wie bei Millionen-Dollar-Werken, dann kann man schon sagen, dass hiermit eine sehr überzeugende Horror-Verfilmung entstanden ist. Die progressiv verarbeitete Vampirgeschichte, deren Ursprünge eher nüchtern betrachtet werden und in vielerlei Hinsicht mit dem romantischen Mythos des Blutsaugers bricht, bietet nicht nur spannende Momente, die ebenso inszeniert werden, sondern auch reichlich Gelegenheit, um gorige, für eine 16er-Freigabe beinahe schon zu herbe Effekte zu platzieren, die mal nicht, wie leider oft üblich, um ihrer selbst willen angewandt, sondern eingepasst worden sind, teils sogar mit ironischem Unterton. Die Umsetzung arbeitet recht gut mit den im Amateurbereich begrenzten Set-Möglichkeiten, wohl auch, weil sich die nächtliche Ausleuchtung über die gesamte, kurzweilige Umsetzung zieht und so vielleicht plumpe Szenen in ein atmosphärisch stimmiges Geschehen verwandeln. Nur die aufgesetzte Synchronisation und einige leicht unbeholfene Dialoge lassen noch Verbesserungen zu, hier merkt man mitunter deutlich, woran man gelangt ist.
Die DVD ist zwar nicht am üblichen Output der großen Studios zu messen, die Schwächen im Bild werden durch ein umfangreiches Bonusmaterial, eine stimmige Menugestaltung und den Hauptfilm an sich aber wieder wett gemacht. Wer also etwas für Independent-Filmchen übrig hat und erfahren möchte, was das Leben und den Tod eines zeitgemäßen Blutsaugers ausmacht, der sollte hier zugreifen und damit das Coffeebeans-Team für weitere Projekte unterstützen.



Bilder der DVD




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