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USA 2003
Originaltitel:Love Object
Länge:87:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Robert Parigi
Buch:Robert Parigi
Kamera:Jerry Sidell (als Sidney Sidell)
Musik:Nicholas Pike
SFX:Brian Penikas
Darsteller:Desmond Harrington, Melissa Sagemiller, Rip Torn, Brad Henke, John Cassini, Bryan Crump, Ellen Greene, Lyle Kanouse, Udo Kier, Ward Shrake
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Kenneth (Desmond Harrington) schreibt beruflich Bedienungsanleitungen, privat läuft bislang nichts. Bis er sich durch den Tip eines Kollegen im Internet die eigens nach seinen Wünschen entworfene Sexpuppe Nikki ordert, nach dem Vorbild seiner Assistentin Lisa (Melissa Sagemiller). Während er seine Puppe nach Lisas Optik aufmöbelt, kommt er Lisa auch privat näher. Doch Nikki lässt sich nicht so einfach abschieben.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer fällt in erster Linie durch sein viel zu starkes Bildrauschen auf, was sich zudem noch sehr wechselhaft gibt und teilweise extreme Ausmaße annimmt. Dadurch haben die Kompressionen arg zu kämpfen und sorgen für gelegentliches Blockrauschen im Hintergrund, sowie leichter Bewegungsunschärfe in Schwenks. Die Schärfe ist trotz des Rauschen als noch gut zu bezeichnen und die Detail- und Kantenschärfe können vor allem in Nachaufnahmen überzeugen und der Kontrast bietet ebenfalls keinen Grund zum Klagen. Das in kalten Tönen getränkte Ambiente des Filmes besticht durch eine ansprechende Farbgebung, die Regissuer Parigi als Stillmittel für seine düstere, emotionslose Atmosphäre verwendet, die teilweise auch an dem etwas zu starken Bildrauschen Schuld hat. Obwohl der Grundtenor des Bildes also gut bezeichnet werden kann, bleiben jedoch nur 3 gute Punkte übrig, da das zu prägnante Bildrauschen in den Totalen die Schärfe zu sehr mindert. Stillmittel hin oder her.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Einen großen Unterschied zwischen den beiden deutschen Tonspuren gibt es nicht. In beiden Varianten dominiert der Center das Geschehen. Der Rearbereich kommt beim 5.1 Mix nicht wirklich zur Geltung und darf lediglich in puncto Musikeinsatz etwas mitmischen, was für eine recht angenehme Räumlichkeit sorgt. Für eine überzeugende tonale Leistung fehlt es jedoch an Dynamik und die dominate Abmischung der Frontlautsprecher schränkt das Klangbild zu stark ein. Die englische Dolby Digital wirkt etwas weiträumiger, ist insgesamt jedoch ebenfalls zu Front lastig geraten und weist zudem noch eine zwar natürlichere jedoch etwas zu leise Dialogverständlichkeit auf, die das verstehen einiger Sätze zu einem Abenteuer machen. Löblicherweise gibt es noch optionale deutsche Untertitel.
Insgesamt können sich alle Tonspuren für diesen Dialog lastigen Film hören lassen, hätten jedoch insgesamt präziser und kraftvoller in ihrer Abmischung ausfallen dürfen.
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Extras
Extras
  • Deutscher Trailer
  • Original Trailer
  • Bio- und Filmografien:
    • D. Harrington
    • Rip Torn
    • Udo Kier
  • Trailershow:
    • Söhne des Windes
    • Shiri
    • Sie sind unter uns
    • Shark Hunter
    • Dark Descent
    • The Nameless
    • Second Name
    • Ed Gein
 Das Zusatzmaterial beschränkt sich auf den deutschen und englischen Trailer, sowie 3 Bio- und Filmografien. Lassen wir die obligatorische e-m-s- Trailershow mal außer acht, wird uns also nicht wirklich etwas geboten. Schade, denn Interviews, Behind the Scenes-Material, sowie ein Audiokommentar des Regissuers wären hierbei sehr interessant gewesen.
 +-----

Fazit
In "Love Object" sollte man keinen vordergründigen Horror erwarten, denn wer dies tut, wird maßlos enttäuscht werden. Vielmehr wird uns hier in bester "Pin"- und Interner Link"May"-Tradition ein Kammerspiel des Grauens geboten, getränkt in eine kühle emotionslose Atmosphäre. Der düstere Plot wird immer wieder durch zynische Schelten auf das Sexualverhalten der Postmodernen aufgelockert und zeigt uns das Verkümmern des Individuums in den seelenlosen Großstädten unserer Zeit. Kenneth-Darsteller Desmond Harrington (Interner Link"Wrong Turn") zeigt sich wandlungsfähiger denn je und kann hier endlich einmal unter Beweis stellen, dass er so etwas wie schauspielerisches Talent besitzt.
Technisch ist DVD aus dem Hause e-m-s auf einem soliden Level einzustufen und fällt bildtechnisch nur durch seinen zu starken Rauschfaktor negativ auf. Der Ton ist ok, auch wenn man von einem Dolby Digital Track mehr erwartet und das Zusatzmaterial ist leider nicht der Rede wert. Dennoch darf hier eine Empfehlung ausgesprochen werden, da Robert Parigis Regie-Debüt ein durchgeknallter Mix aus schwarzgalliger Komödie und grotesken Horrorfilm darstellt, ein Psychogramm eines Einzelgängers, der Fiktion und Realität nicht mehr voneinander trennen kann. Der zynischer Unterton und seine technisch makellosen Inszenierung befördern "Love Object" in die obersten Riege der Psychodramen und sollte zumindest einmal gesehen werden...



Bilder der DVD




Druckbare Version
Love Object
NewsVerleihtitel von e-m-s im April
IMDb.com OFDb.de



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