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JP 2001
Originaltitel:Inugami
Länge:101:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Masato Harada
Buch:Masato Harada, Masako Bando
Kamera:Junichi Fujisawa
Musik:Takatsugu Muramatsu
SFX:Hajime Matsumoto
Darsteller:Yuki Amami, Atsuro Watabe, Eugene Harada, Shiho Fujimura, Kazuhiro Yamaji, Kanako Fukaura, Shion Machida, Kenichi Yajima, Masato Irie, Makoto Togashi, Torahiko Hamada, Myu Watase, Keiko Awaji, Koichi Sato
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
In dem abgelegenen japanischen Bergdorf Omine wohnt die Papiermacherin Miki. Eines Tages taucht im Dorf der junge Lehrer Akira auf. Als die beiden sich ineinander verlieben und die über 40-jährige Miki richtig aufblüht, macht sich im Dorf sofort Unmut breit, denn auf Miki liegt - wie auf allen Bonomiya-Frauen - ein Fluch: Sie müssen die Inugami-Geister bewachen und dürfen darum das Dorf nicht verlassen. Akira erkennt zu spät, dass Miki eine noch viel schwerere Bürde trägt, die ein weitaus größeres Opfer fordert. Ein Opfer aus Blut und Tod.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Nur wenige Aspekte sind zu bemängeln, insgesamt präsentiert die deutsche DVD ein ausgewogenes, störungsfreies Bild. Die Schärfe ist auf gutem Niveau. Zwar wird nicht die herausstechende Qualität einiger Blockbuster erreicht, es fehlt aber nicht an Detailfreude, auch wenn der letzte Schliff nicht vollbracht ist. Etwas deutlicher wird der Kontrast, denn schattige Bildbereiche gehen schon früh etwas ins Graue über, weswegen manche Bilder etwas matt wirken. Die Farbgebung hebt vor allem Grüntöne hervor, was angesichts des Themas verständlich ist. Was die digitale Verarbeitung angeht, fällt das anamorph abgetastet Bild ebenso wenig auf wie bei Defekten. Auch die leichten Ghosting-Effekte der HK-DVD findet man hier nicht mehr vor.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der japanische Ton ist in beiden Varianten vor allem im Dialogbereich reichlich dumpf. Die deutsche Tonspur macht sich da wesentlich besser, hat eine sehr gute Synchronisation bekommen und ist, bis auf die etwas kräftiger abgemixten Dialoge auf dem Center, dem japanischen Ton im Surroundbereich gleichwertig. Hier scheint alles Mögliche ausgearbeitet worden zu sein, denn "Inugami" ist beiweiten kein Film, der auf den ersten Blick vor Effekten strotzen würde. So sind es eher die Geräusche der Natur, das Rauschen des Windes und die zirpenden Grillen, die sich ohne Unterlass bemerkbar machen. Der Einsatz des Basses und der helle Klang, der frei jeglicher Störungen oder eines Rauschen ist, tun dem Klangbild des noch sehr jungen Filmes gut, neben alledem gibt es aber auch einige donnernde Effekte, die sich in dramatisch zugespitzten Momenten dynamisch-wuchtig äußern und aufhorchen lassen. Somit ein gutes Erlebnis, welches den Surroundbereich zwar integriert, aber nicht sonderlich fordert.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (0:39 Min.)
  • Originaltrailer dt. (0:39 Min.)
  • Bio-/Filmografien:
    • Masato Harada (7 Seiten)
    • Yuki Amami (5 Seiten)
    • Atsuro Watabe (5 Seiten)
  • Textinterview mit Masato Harada (23 Seiten)
  • Trailer:
    • Isola (0:21 Min.)
    • Shiri (2:37 Min.)
    • Persona (0:47 Min.)
    • Into The Mirror (1:46 Min.)
    • Django und die Bande der Gehenkten (2:37 Min.)
    • Beyond Re-Animator (1:49 Min.)
    • Ring Spiral (1:06 Min.)
    • Dinocroc (2:29 Min.)
 Neben üblichen Extras wie Trailer, wobei natürlich der deutsche und der Originaltrailer mit dabei sind, werden uns der Regisseur und die zwei Hauptdarsteller anhand von Bio- und anschließenden Filmografien etwas näher gebracht. Außerdem kann man ein längeres Textinterview mit Harada nachlesen, was man aber, da es bedeutende Spoiler enthält, erst nach dem Film tun sollte.
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Fazit
Japanhorror erwähnt, heißt es doch gleich Interner Link"Ringu", "Kairo" und Konsorten. Haradas "Inugami" setzt sich gegen seine Konkurrenten aber durch eigenständige, poetische Erzählweise rund um Waldgeister, Aberglaube und familiäre Blutsbande durch, die tiefer greift als kurzzeitige Schockeffekte, auch wenn es davon hier einige wenige, dann aber Wirkungsvolle gibt. Das zentrale Thema, der weitreichende Wald und die abgelegene Siedlung darin, in der sich wenige, der Zivilisation abgewandte Familien verdingen, strahlt wie der gesamte Film Ruhe und Besonnenheit aus, ist aber gleichfalls Symbol für unheimliche Urkräfte, Mythen und einen Fluch, der einen gesamten Clan an den Rande der Existenz bringt. Schlüsselperson darin ist die Einzelgängerin Miki, deren Alter ebenso mysteriös ist wie die innige Verbindung zur Natur und die durch ihre scheinbaren Kräfte in eine Außenseiterrolle gedrängt wird. Durch das Eintreffen des neuen Lehrers Akira, der sich in sie verliebt, beginnen sich unerklärliche Begebenheiten zu häufen, alte, längst vergessen geglaubte Wunden reißen wieder auf und die abergläubisch veranlagte Fehde der Klans entfacht von Neuem. Der Film enthält vielerlei zu entdeckende Feinheiten, so dass es besonderer Aufmerksamkeit bedarf, um nicht zwischendrin den Faden zu verlieren. Er wurde vor unglaublich atmosphärischen Schauplätzen abgefilmt, ist aber bei weitem nichts, wenn es aller 10 Minuten mal richtig rumpeln soll. Vielmehr ist Lebensweise der Menschen faszinierend, an einem Platz, an dem die Technisierung noch kaum Spuren hinterlassen hat und man sich mit Mutter Natur noch arrangieren muss.
Die Extras der e-m-s-Scheibe sind zwar nicht hervorzuheben, da die deutsche DVD aber in technischer Hinsicht überraschend gut ausfällt und man "Inugami" als aufgeschlossener Zuschauer asiatischer Phantastik erlebt haben sollte, spreche ich eine ausdrückliche Empfehlung aus.



Bilder der DVD




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Inugami
Inugami
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