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CAN, USA 2000
Originaltitel:Ginger Snaps
Alternativtitel:Biest in Dir - Ginger Snaps, Das
aka. Ginger - Verliebt in den Tod
aka. Ginger - Das Biest in Dir
Länge:103:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:John Fawcett
Buch:Karen Walton, John Fawcett
Kamera:Thom Best
Musik:Mike Shields
SFX:Brock Jolliffe
Darsteller:Emily Perkins, Katharine Isabelle, Kris Lemche, Mimi Rogers, Jesse Moss, Danielle Hampton, Peter Keleghan, John Bourgeois, Christopher Redman, Jimmy MacInnis, Lindsay Leese, Nick Nolan
Vertrieb:Concorde
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Ginger ist 16, ihre Schwester Bridget 15. Beide haben eine Vorliebe für das Makabere und Düstere. Das sie damit nicht nur von ihren Eltern sondern auch dem Rest der Umwelt nicht verstanden werden, scheint die beiden nicht großartig zu stören, haben sie sich doch gegenseitig. Als Ginger eines Nachts in einem Waldstück von einem Tier angefallen wird und verletzt wird, macht sie schon bald darauf seltsame Veränderungen durch. Ihre Wunde verheilt in unglaublicher Zeit, ihr wachsen Haare und sie beginnt mehr und mehr ihre Sexualität wahrzunehmen. Ihre Schwester Bridget ist verwirrt und kommt mehr und mehr zu dem Eindruck dass das Tier im Wald ein Werwolf war. Der einzige mit dem sie sich austauscht und der ihr glaubt ist der Dealer Sam. Während sich Ginger immer weiter verwandelt und bald nicht mehr nur Hunde sondern auch Menschen tötet gelingt es Sam und Bridget ein Heilmittel zu finden. Doch Gingers Verwandlung ist bereits zu weit Fortgeschritten, und es kommt zu einem blutigen Showdown im Elternhaus der beiden Schwestern, in dessen Verlauf Ginger stirbt und auch die ebenfalls infizierte Bridget sich gegen das Serum entscheidet.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Überzeugen kann uns der anamorphe Transfer nicht wirklich und wurde mal wieder durch Rauschfilter unnötig misshandelt. Das Bild wirkt überwiegen weich und in einigen Szenen sogar recht unscharf. Außerdem neigt der Transfer an vielen Stellen zu deutlichen Unschärfen in den Bewegungen. Die Farbgebung ist dafür überwiegend gut ausgefallen, wirkt aber oft genug unausgewogen, was aber ein Stilmittel des Regisseurs ist, der hier vor allem erdige Farbtöne verwendet um seine Version des Films zu verwirklichen. Auch der Kontrast ist nicht optimal und gibt sich sehr wechselhaft, was ebenfalls so gewollt ist. So wirken Tageslichtszenen recht steil und dunkle Szenarien geben gerade noch die relevantesten Details wieder. Hintergrundrauschen wurde durch den oben bereits erwähnten Rauschfilter gänzlich eliminiert, dafür machen sich Blockrauschen und Kompressionsartefakte breit, welche gerade in dunklen Szenen teilweise unschöne Ausmaße annehmen. Hier hätte man wirklich mehr rausholen können, aber scheint gefallen am verschlimmbessern gefunden zu haben.
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Ton
FormateDTS 5.1, Dolby Digital 5.1, Dolby Surround
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der 5.1 Mix ist für einen Horrorfilm der Kategorie 4 Millionen Dollar Produktion recht ordentlich geworden, wirkt jedoch zu dominant in der Front. Etwas mehr spiel mit den Effektlautsprechern wäre schön gewesen um eine etwas räumlichere Klangkulisse zu erzeugen. Insgesamt werden die Rears für die Musik und ganz dezent für die Umgebungsgeräusche genutzt. Direktionale Effekte sind eine seltenheit und zudem hätte die Abmischung etwas mehr Druck vertragen können. Die Dialogwiedergabe ist dafür sehr gut ausgefallen, ist wie schon geschrieben etwas zu dominant ausgefallen. Optional lassen sich noch eine deutsche DTS und Stereospur hinzuschalten. Beide sind absolut unnütz und belegen nur unnötigen Platz auf der DVD. Zudem kann man die einzelnen Tonspuren nicht während des Filmes wechseln und muss dafür stets ins Menü schalten. Der englische Track, wirkt weniger frontlastig und zurückhaltender in den Dialogen, dafür aber insgesamt etwas natürlicher in der Abmischung, unterscheidet sich aber sonst nicht vom deutsche Pedant. Die deutschen Untertitel sind aus lizenzrechtlichen Gründen leider fest eingebrannt.
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Extras
Extras
  • Original-Kinotrailer (1:49 Min.)
  • Programtipps:
    • Trick of Treat (nur Cover Abbildung)
    • Zeit der Wölfe (nur Cover Abbildung)
    • The Mothman Prophecies (2:27 Min.)
    • Mulholland Drive (1:27 Min.)
    • Der 13te Krieger (1:28 Min.)
    • Das Relikt (0:58 Min.)
 Mal abgesehen von dem Original-Trailer und einer Concorde-Trailershow geizt man hier mit Bonusmaterial.
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Fazit
Gerade einmal 5 Millionen Dollar standen Regisseur John Fawcett im Jahr 2000 zur Verfügung um seine Interpretation des Werwolf-Themas umzusetzen. Dabei setzte er weniger auf die altbekannten Versatzstücke, sondern baut seine Werwolfgeschichte (ähnlich wie auch schon in "Die Zeit der Wölfe" geschehen) in den Kontext des Erwachsenwerdens ein.
Der Film schafft es fernab von alle Teenie-Horror-Klischees, die in den letzten Jahren totgetreten wurden, eine ernste und von Tragik durchflossene Story zu erzählen. Dabei werden geschickt die Pubertät (Ginger) und das Gefühl des Alleinseins (Bridget, die ihre Schwester zu verlieren droht, da sie sich weiter entwickelt, während sie selber auf diese Entwicklung noch warten muss) miteinander verwoben. Besonders Bridgets Gefühl der Verlorenheit und Ungewissheit wird von Emily Perkins hervorragend dargestellt. Wobei auch Katherine Isabell als Ginger mit einer tollen schauspielerischen Leistung überzeugt, muss sie doch die Wandlung vom Mädchen zur Frau hin zur tödlichen Bestie verkörpern. Dass bei dieser Story kein Platz ist für die ansonsten üblichen humoristischen Einlagen ist, ist klar. So ist das bisschen Humor, das angewandt wird, dann auch sehr morbide und pechschwarz und richtet sich hauptsächlich gegen das Spießbürgertum und die Ignoranz der anderen Menschen gegenüber den beiden Mädchen.
Optisch hält sich der Film stark zurück. Keine wilden Kamerafahrten und schnelle Schnitte sind hier nötig um Spannung zu erzeugen, Spannung entsteht durch die Geschichte und die Alltäglichkeit der Sets. Dazu kommen teilweise heftig blutige Szenen, die aber nie reißerisch eingesetzt werden, sondern immer der Story dienlich sind und trotz ihrer teilweise drastischen Wirkung nie in den Vordergrund treten. Gekonnt gespielt mit diesen Szenen wird zu Beginn, wenn die Leidenschaft der Mädchen gezeigt wird, Morde und Selbstmorde für Fotos zu stellen. Der Soundtrack beschränkt sich auf ein Minimum an Score und die Songs wurden von namhaften Bands wie Fear Factory, Machine Head oder Glasjaw beigesteuert, laufen aber ausschließlich Szenen bezogen. Also z.B. auf einer Party. Alles in Allem für mich einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre und mehr als nur ein Geheimtipp für Genrefans, die von Teenie-Horror und inhaltsfreien Splatterfilmen genug haben.

Die DVD aus dem Hause Concorde wurde leider recht lieblos umgesetzt und wirft man ein Blick nach Kanada, wird uns dort eine fett ausgestattet "Collector's Edition" geboten, welche zudem noch eine bessere Bildqualität bietet. Wer im besitzt einer Kreditkarte ist, sollte also danach Ausschau halten.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Ginger Snaps III - Der Anfang (2-Disc Uncut Special Edition)
Ginger Snaps II - Entfesselt (2-Disc Special Edition)
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