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HK 1969
Originaltitel:Bao biao
Alternativtitel:Have Sword, Will Travel
aka. Bodyguard, The
aka. Bou
aka. Cek Kilicini
Länge:101:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Chang Cheh
Buch:Ni Kuang
Kamera:Kung Mu-to
Musik:Wang Fu-ling
Darsteller:Ti Lung, Li Ching, David Chiang Da-wei, Cheng Miu, Guk Fung, Wong Chung, Wong Kwong-yue, Wong Ching-ho, Cliff Lok, Lau Gong, Hung Lau, Chan Sing, Cheng Lui, Cheng Hong-yip
Vertrieb:MIB
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Das Haus des Fliegenden Tigers ist gefürchtet unter den edlen Rittern, die, angeführt vom legendären Schwertkampfmeister Ying Ke-feng, einen wertvollen Schatz in die Hauptstadt eskortieren. Unter den auserkorenen Kriegern, die sich durch harte Prüfungen für diese ehrenvolle Aufgabe bewähren mussten, sind auch Hsiang Ting und Yun Piao-piao - ein ehrgeiziges, Kampf erprobtes junges Paar. Als es zum ersten Zwischenfall im Lager kommt, gerät der Neuankömmling Le I. sofort unter Verdacht, ein Spion aus dem feindlichen Lager der Fliegenden Tiger zu sein. In Hsiangs Kopf wachsen diese Vermutungen zu düsteren Vorahnungen heran. Und schon sehr bald soll sich herausstellen, wie loyal der geheimnisvolle Ritter Le I. tatsächlich ist. Eine blutige Auseinandersetzung mit den Kriegern des Hauses des Fliegenden Tigers steht unmittelbar bevor ...

Bild
Format2.35:1 (Letterbox)
NormPAL
 Arg, nur ein Letterbox-Bild. Das macht das Shawscope-Format natürlich sehr klein, ein Aufzoomen auf 16x9-TVs ist zwar möglich, sieht aber nicht mehr ganz so schön aus. Dabei macht die DVD für einen Film von 1969 einen hervorragenden Eindruck. Die Farben sind kräftig, so wie man es auch von IVL/Celestial-DVDs gewohnt ist, von Blässe oder Alterserscheinungen in diesem Bereich also keine Spur. Auch der Kontrast lässt dunkle Bereiche nicht im Stich: Hier wird trotz guter Erkennbarkeit des Geschehens keine Graufärbung der Schatten sichtbar. In Verbindung mit dem doch recht detaillierten Bild - zwar ist das Bild nicht vergleichbar mit aktuellen Filmen, es gibt aber kaum Schwankungen / hat man sogar das Gefühl, dass hier extrem gute Materialaufarbeitung betrieben wurde. Kein einziger Bildfehler trübt das Sehvergnügen, auch Ghosting oder hervortretende Kompressionsartefakte bleiben aus.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Man)
SpracheDeutsch, Mandarin
UntertitelEnglisch
 Da für die ungekürzte Fassung des Werkes keine komplette deutsche Tonspur existiert, wurde kurzerhands eine neue Synchronisation angefertigt, die zwar sehr reine Klangqualität besitzt, aber etwas zu "sauber" in der Aussprache ist. Manche Dialoge wirken mit den neuen Sprechern besetzt einfach zu ungelenk, Zwangspausen etwas gekünstelt und beim Einsatz der Musik drückt dann wieder die alte Tonspur durch, die doch etwas stärker rauscht als die Synchro. Für Fans der alten Sprachspur wäre es sicherlich angebracht gewesen, diese mit auf DVD zu bringen und in fehlenden Szenen deutschen Untertitel zuzuschalten. Die Umsetzung als 5.1-Ton macht nicht wirklich Sinn, besser wäre es gewesen, die Stereofront mehr zu bedienen anstatt ein paar wenige, hinzugemischte Effekte auf den Rears zu platzieren. Denn so bekommt man einen extrem Center lastigen Ton geboten, der zwar recht gut klingt, auf die Stereos verteilt aber sicherlich etwas dicker geklungen hätte. Der Mandarin-Ton ist deutlich älter, quäkt dadurch in Musik- und Dialogpassagen, wird dem Film aber immer noch gerecht. Zusätzlich sind englische Untertitel zuschaltbar, Deutsche wären hier sinniger gewesen.
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Extras
Extras
  • Filmografie:
    • David Chiang (1 Seite)
    • Li Ching (1 Seite)
    • Ti Lung (1 Seite)
  • Bildergalerie (21 Bilder)
  • Kinotrailer (1:03 Min.)
  • Trailershow:
    • The 36th Chamber Of The Shaolin (1:02 Min.)
    • Drunken Monkey (1:12 Min.)
    • Lion vs. Lion (1:00 Min.)
    • The Soul Of The Sword (1:08 Min.)
    • Return To The 36th Chamber (2:17 Min.)
  • Produktionsnotizen (1 Seite)
 Das Bonusmaterial ist in vergleichsweise angenehme Optik verpackt (man erinner sich an frühe Designkapitalverbrechen), so richtig kommen MIB aber nicht von ihrem Ruf weg, etwas unsauber zu arbeiten. Die Filmografien beispielsweise zeigen jeweils nur die erste Seite an, die Vermutung, hier wäre noch mehr dabei, wird dadurch zerstört, dass das Bild dort einfach einfriert und nur ein Druck auf die MENU-Taste zurückführt. Auch die ansonsten nette Bildergalerie scheint bei einigen Bildern ein falsches Seitenverhältnis abbekommen zu haben. Der Kinotrailer ist dann wohl eher eine Mogelpackung: Er sieht zwar schön aus und hat einen guten Schnittrhythmus, aber so richtig mag ich mir nicht vorstellen, dass Anfang der 70er Jahre Filme bereits mit technoider Dance-Musik verunstaltet wurden. In der Trailershow werden 5 Martial-Arts-Filme vorgestellt, leider nur in irgendeiner asiatischen Originalsprache und ohne die Möglichkeit, die Trailer einzeln anzuwählen. Abgeschlossen wird das Bonusmaterial mit einer englischen Texttafel über die Produktion. Das wirkt alles reichlich lieblos.
 +-----

Fazit
Auffallend an diesem Shaw ist die relative Actionarmut innerhalb der ersten Stunde, denn zum Säbelrasseln kommt es da nur in den seltensten Fällen. Langweilig wird es aber trotzdem nicht, da "Die Todespagode des gelben Tigers" unheimlich viel Eyecandy zu bieten hat. Schöne Landschaftsaufnahmen wechseln sich mit prachtvollen Studiobauten ab, Kleider und Ausstattung tragen ebenfalls zum Gelingen der sehr detaillierten und möglicherweise zeitgetreuen Darstellung bei. Die Geschichte dreht sich zu Beginn vor allem um die zwei liierten Kämpfer Yun Piau-piau und Hsiang Ting, die auf den fremden Schwertmeister Yi Lo treffen, welcher bei Yun Piau-piau schweren Eindruck hinterlässt. Natürlich sorgt dies für Rivalitäten zwischen Hsiang und Yi Lo, letzterer zieht sich aber stets galant zurück und wahrt sein rätselhaftes Auftreten. Die anfängliche Konfliktlosigkeit, bedingt durch den Aufbau der Charaktere mit einigen kitschigen Momenten, holt man mit einem furiosen Endkampf, der gern 40 Minuten währt, aber wieder auf: Vor aufregendem Backdrop und vor allem innerhalb eines mehrstöckigen Turmes verteidigt man die Lieferung eines Schatzes gegenüber einer Unzahl an Dieben. Das Blut schießt dabei Fontänen artig aus den Wunden hervor, Zeitlupensequenzen unterstreichen die Dramatik der herben Verluste auf beiden Seiten und der Easter-Fan wird nun doch gänzlich befriedigt, was Kampfchoreografie und heldenhaften Einsatz angeht, auch wenn einige Trampolineinsätze minimal übertrieben wurden.
Sehenswert, aber erwartet bitte kein Non-Stop-Martial Arts-Actionfest. Die deutsche DVD von MIB ist zwar nicht anamorph, trotzdem aber mit einem guten Bild ausgestattet. Der deutsche Ton ist bis auf wenige Ausnahmen monaural und die Extras etwas zu schlicht. Trotzdem eine würdige Auswertung erstmalig in langer Fassung, die die Anschaffung bei einem geringen Preis durchaus lohnt.



Bilder der DVD




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