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USA 2014
Originaltitel:Exists
Alternativtitel:Exists - Die Bigfoot-Legende lebt!
Länge:77:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Eduardo Sánchez
Buch:Jamie Nash
Kamera:John Rutland
Musik:Nima Fakhrara
SFX:Spectral Motion Inc.
Darsteller:Dora Madison Burge, Brian Steele, Denise Williamson, Samuel Davis, Roger Edwards,´Chris Osborn
Vertrieb:E-One / WVG Medien
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:27.03.2015 (Kauf)



Inhalt
Es atmet. Es jagt. Es existiert.
Eine Gruppe junger Freunde macht sich auf in ein Wochenende voller Spaß, Party und Extremsport. Ihr Ziel ist die abgelegene Waldhütte eines Onkels. Doch als die Sonne untergeht und die Nacht sich über den Wald und die umliegenden Berge legt, verfliegt ihre lockere Partystimmung. Sie hören unheimliche Geräusche aus der Tiefe des Waldes. Kurz darauf werden sie gejagt - von einem unbekannten Biest ... dem legendären Bigfoot!

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Für die Found-Footage-Optik wurde mit digitalen Handkameras gedreht sowie mit derzeit äußerst beliebten GoPros. Aufgrund der guten Qualität der Kameras ist das Bild kaum schlechter als bei anderen Independent Produktionen, außer das hier ein massiver Einsatz von wackligen Shots geboten wird. Das anamorph kodierte Bild der DVD liegt im Format von 1,78:1 vor und schwankt Schärfetechnisch je nach Einstellung und Ausleuchtung zwischen gut bis ausreichend. Der Kontrast geht soweit in Ordnung, lediglich in den dunklen Szenen wirkt das Bild etwas trübt und wenig kontrastreich. Meist wechselt man ohnehin in den Nightshift-Modus, wodurch das gezeigte grünlich wird. Hier zeigt sich dann auch ein sichtbares Videorauschen, was aber produktionstechnisch nicht anders möglich war. In normalen Szenen werden die Farben sehr natürlich wiedergegeben, erstrahlen aber nicht sonderlich satt und kräftig. Auffällig sind noch leichte Bewegungsunschärfen in Kameraschwenks. Die Kompression arbeitet für eine DVD solide, aber nicht perfekt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Trotz Found-Footage-Stil setzte man auf einen raumfüllenden Score, der die Atmosphäre unterstreichen soll, dem ganzen allerdings den Charakter und die eigentlichen Intention des Genres beraubt. Zudem wird der Score nicht immer gut platziert und schafft es nicht die Dramaturgie der jeweiligen Szenen zu unterstreichen. Dafür legt sich der Score auf sämtliche Kanäle und sorgt für eine gute Räumlichkeit. Selbst Nebengeräusche kommen immer wieder aus den Rears, wobei die Frontkanäle durchaus dominieren. Diese bieten zudem eine gute Sprachwiedergabe und eine gelungene Stereo-Separation. In den actionlastigen Momenten darf der Subwoofer etwas mehr arbeiten, jedoch kann weder Dynamik noch die Balance zwischen den einzelnen Soundelementen wirklich auftrumpfen. Der Originalton wirkt natürlicher, was gerade bei dem Dialogen auffällt: Diese harmonieren deutlich besser mit dem restlichen Soundelementen und klingen nicht so steril, wie das deutschen Pendant. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • 21 Tage in den Wäldern: Hinter den Kulissen von "Exists":
    • Teil 1 (9:07 Min.)
    • Teil 2 (9:35 Min.)
    • Teil 3 (9:37 Min.)
  • Wie Bigfoot zum Leben erweckt wird (9:18 Min.)
  • Deleted Scenes:
    • Alternativer Anfang (4:45 Min.)
    • Die Reperatur des Generators / Liz Endeckt die Kreatur (3:41 Min.)
    • Alternatives Gespräch zwischen Dora und Brian (1:06 Min.)
    • Todd Befestigt die Kamera (1:08 Min.)
    • Alternatives Ende (2:57 Min.)
    • Abspann "Easter Egg" (0:54 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Das Zusatzmaterial auf der DVD wurde komplett deutsch untertitelt und beinhaltet neben diversen "Geschnittenen Szenen", einem "alternativen Anfang" und einem "alternativen Ende" , noch knapp 40 Minuten an "Hinter den Kulissen" Material. Dieses ist durchweg unterhaltsam und begleitet die Crew 21 Tage lang durch die Dreharbeiten in den Wäldern. Der Zuschauer bekommt einen interessanten Einblick in die Entstehung des neuen Found-Footage-Projektes von Eduardo Sánchez und darf mit erleben wie sie Bigfoot zum Leben erwecken. Dieser wird im übrigen von dem 2 Meter Hüne Brian Steele der bereits in der TV-Serie "Harry and the Hendersons" den Sasquatsch spielte. Durchweg unterhaltsames und teilweise witziges Bonusmaterial. Leider verzichtet man auf den Trailer zum Film.
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Fazit
Es ist schon ein paar Jahre her, als ein gewisser Eduardo Sánchez gemeinsam mit Daniel Myrick den Prototypen des Found Footage lieferte, denn Interner Link"Blair Witch Project" zog reichlich Nachahmer nach sich, wovon allerdings nur wenige mit kreativen Ideen überzeugten. Der gebürtige Kubaner versucht es erneut mit Wackelkamera, nur gibt es statt Mysteryhexe die urbane Legende Bigfoot vor der Linse. Geht man ohne sonderliches Vorwissen an die Sache heran, fällt der Handkamerastil zunächst gar nicht so sehr auf, da im Auto die üblichen Späße gemacht werden und der Blickwinkel einige Male Exists wechselt. In der Hütte angekommen (in welcher die Tür offen steht und ein Wildschwein haust) kristallisiert sich jedoch rasch heraus, dass abgestellte Kameras und vorbereitete GoPros (spezielle Kameras für Extremsport) auf latente Egosicht schließen lassen.

Leider fallen die Figurenzeichnungen äußerst dürftig aus. Zwei Brüder und der Quotenfarbige, sowie die beiden Damen erhalten keine speziellen Charaktermerkmale, - ein paar Stunts mit dem Bike sehen zwar schick aus und das obligatorische Poppen im Wald sollte irgendwie auch auflockernd wirken, aber fürs spätere Mitfiebern wären ein paar zwischenmenschliche Töne nicht verkehrt gewesen.
Derweil deutet sich Bigfoot zunächst nur durch ungewöhnlich lang gezogene Klagelaute an, welche in der Stille des einsamen Waldes durchaus Wirkung zeigen und die bedrohliche Stimmung permanent ansteigen lassen, zumal die Kreatur eine ganze Weile nur schemenhaft wahrnehmbar ist. Eine erste Konfrontation in Form eines Wettlaufes mit dem Bike bringt schon mal ein wenig Tempo ins Spiel, welches von nun an konstant flott vorangetrieben wird. Zwar sind die üblichen Verhaltensmuster vom Verschanzen, übers stille Ausharren bis hin zum panikartigen Weglaufen auszumachen, doch diesbezüglich muss man Sánchez ein gutes Gespür für eine effektive Kamera attestieren. Mal völlige Dunkelheit, dann kommt der Infrarotfilter zum Einsatz, eine Weile wird das Geschehen aus der Distanz festgehalten, bis die Protagonisten schließlich keine Kontrolle mehr über die Aufnahmen haben und entsprechend gewackelt, gedreht und gerollt wird, übliche technische Fehler und Aussetzer inbegriffen.

Die Geschichte liefert leider keine verlaufstechnischen Überraschungen, doch mit der Konzentration aufs Wesentliche kommt zumindest einige Male Spannung auf, während sich etwaige Härten eher im Kopf des Betrachters abspielen, was nicht selten ein Effekt der scheinbar zufällig positionierten Handkamera ist. Ein fast meditativer Score spiegelt indes die Isolation der potentiellen Opfer wider, welche von den Mimen passabel verkörpert werden. Found Footage hat sich in den vergangenen Jahren ein wenig totgelaufen und nur selten konnte dem Ganzen etwas Innovatives beigemengt werden. Sánchez erinnert sich bei seinem Werk augenscheinlich an seine Wurzeln, erweitert die Angelegenheit um ein paar technische Neuerungen und wartet mit einem Monster auf, welches sich im letzten Drittel auch bei näherem Hinsehen als durchaus glaubhaft entpuppt. Nicht übermäßig originell, aber durchaus kurzweilig.

Technisch wird dem Zuschauer eine solide DVD-Umsetzung mit sehenswerten Bonusmaterial geboten. Ausgeliefert wird diese im KeepCase mit FSK-Wendecover.



Bilder der DVD




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News"Exists" - Neue Bilder aus Eduardo Sanchez' Bigfoot-Projekt
"Exists" - Auf den Spuren von Bigfoot (Review und Gewinnspiel)
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