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KR 2002
Originaltitel:Hayanbang
Alternativtitel:White Room
Länge:90:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Chang-jae Lim, Hyeon-geun Han
Buch:Hyeon-geun Han
Kamera:Hui-ju Park
Musik:Jeong-a Kim
Darsteller:Jun-ho Jeong, Eun-ju Lee, Kan-hie Lee, So-yeon Lee, Ji-Yeon Myeong
Vertrieb:I-On/Warner
Norm:PAL
Regionalcode:1,2



Inhalt
Eine unheimliche Todesserie unter schwangeren Frauen treibt die Reporterin Han zu Nachforschungen an. Zusammen mit dem Polizisten Choi findet sie heraus, dass die Opfer vor ihrem Tod alle die Website einer Abtreibungsklinik angesehen haben. Aus Neugier besucht auch Han die Website und sieht sich dort selber mysteriösen Fotos wieder. Kurz darauf erfährt sie, dass sie selber schwanger ist. Der Schleier des grauenhaften Geheimnisses lichtet sich immer mehr und es stellt sich heraus, dass Han nur noch 15 Tage zu leben hat. Dann wird auch sie dem Fluch der Website erlegen sein und einen grauenhaften Tod sterben. Verzweifelt versucht sie nun das Mysterium aufzuklären. Die Zeit rennt ihr davon ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 In den ersten Minuten noch sieht das Bild nach einer guten Auswertung aus, sobald aber das s/w-Intro und die nachfolgenden Creditseinblendungen durch sind, erwartet einem wieder dieses gelbliche, oft blasse Farbschema, das vielleicht teilweise dazu da ist, um die Atmosphäre der Geschichte zu unterstützen, aber selbst unter diesem Gesichtspunkt zu sehr ausgewaschen erscheint. Selbiges gilt für die Schärfe, denn hätte man den Konturen nicht durch einen Filter nachgezogen, was deutlich Doppelkanten ergibt, hätte man von einem ganzheitlich leicht unscharfen Bild sprechen können. So sind es zumindest die wenig ausgeprägten Detailbereiche, bei feineren Ausprägungen auch mal mit dezenten Fehlfarbmustern überzogen (siehe 28. Minute, Jalousien), die den befriedigenden Eindruck verstärken. Die Kompression sollte nominell eigentlich ordentlich arbeiten, einige Szenen, vor allem wenn etwas schneller geblendet wird, zeigen aber auch hier deutliche Probleme auf. Verschmutzungen sind weniger vorhanden, treten teils aber gehäuft in Form von weißen Kratzern auf, das Ghosting wird wieder einmal in beinahe jedem Frame ersichtlich und der Kontrast ist doch noch etwas schwach, obwohl die stark aufgehellte Szenerie einiger japanischer Filme ausbleibt. Wenn man nicht so genau hinschaut, vielleicht grad noch mit 4 Punkten zu bewerten, aber auch hier scheint das Master bereits höhere Wertungen verbaut zu haben, wie leider bei so vielen asiatischen Filmen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Der koreanische Dolby Digital 5.1-Ton hat sehr viel weniger zu bieten als das deutsche Pendant, weil er klingt, als wäre er schlicht aus einem Dolby Digital 2.0-Ton portiert worden. Die deutschsprachige Version ist da wesentlich heftiger ausgefallen, ist streckenweise sehr kraftvoll und Effekt orientiert, wie beispielsweise hervorragend während der anfänglichen Credits bewiesen wird. Danach schaltet man aber wieder auf Dialoge um, was einen klaren, teils auch dickwandigen Klang garantiert, aber bis auf Musikeinspielungen und gelegentliche Gänsehautverstärker ein wenig die hinteren Lautsprecher außer acht lässt. Beinahe 5 Punkte. Deutsche Untertitel lassen sich auch zuschalten, dafür sehe ich aber keine Notwendigkeit, da sie immer wieder vom Gesprochenen abweichen und der koreanische Ton gegenüber dem Deutschen schlechter ausfällt.
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Extras
Extras
  • Making Of (59:21)
  • Interviews:
    • Lee Eun-Ju (2:21 Min.)
    • Jeong Jun-Ho (2:00 Min.)
  • Kurzfilm "Mimi" (9:42)
  • Trailer
  • Trailershow:
    • Hiruko The Goblin (1:11 Min.)
    • Elysium (1:53 Min.)
    • Eternal Blood (1:31 Min.)
    • H (1:55 Min.)
    • Freeze Me (1:58 Min.)
    • Tough Luck (1:08 Min.)
    • Save The Green Planet (2:14 Min.)
    • Sympathy For Mr. Vengeance (1:42 Min.)
  • Weblink
 Mit fast einer Stunde Making Of scheint der Bonusbereich dieser DVD eigentlich schon gerettet, dieses Special ist aber wenig hintergründig und erweist sich als recht zäh, da wirklich unkommentiert das Drehgeschehen dokumentiert wird, sich dabei die Abläufe sogar sehr ähneln und insgesamt wenig Spektakuläres oder Interessantes geboten wird. Die Interviews mit den zwei Hauptdarstellern fördern zumindest eine spannende Anekdote zu Tage, bei einer Spielzeit von jeweils 2 Minuten darf man aber nicht allzu viel erwarten. Der Kurzfilm "Mimi", unter Regie von Chang-jae Lim entstanden, ist ein sehr experimentales Werk um die Reise eines Individuums verziert durch dissonante Musik. Einen Überblick über das aktuelle I-On-Programm gibt es dann anhand der Trailer, der zu "Unborn But Forgotten" befindet sich in einem separaten Menupunkt. Nur 2 Punkte, weil die Spielzeit der Extras ganz und gar nicht mit ihrem Informationswert aufzuwiegen ist.
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Fazit
Im Osten kaum neues, denn auch "Unborn But Forgotten" variiert nur eine Geschichte, die aufmerksamen Zuschauern asiatischer Gruselkunst hochgradig bekannt sein wird. Wo es an Innovationen fehlt, kann zumindest die Umsetzung in stylistisch ansehnlichen Bildern und einer fortwährend guten Geisterhausdramatik punkten, auch wenn großartige Schockszenen von einigen vielleicht ebenso vermisst werden wie beinahe schon obligatorische Blut- und Gallekunststückchen. Doch braucht man diese wirklich? Regisseur Chang-jae Lim versteht sein Handwerk, wenn er rätselhafte Bildsymboliken, Grauen erregende Visionen Toter oder einfach nur die bedrückende Enge endloser und dunkler Flure zeigt. Auch bei der Wahl seiner Hauptdarstellerin beweist er ein sicheres Händchen, ist sie doch dem übernatürlichen "Baby-Terror" hervorragend ausgeliefert und kollabiert sichtlich unter dem psychischen Druck. Der Spuk geht sogar noch weiter, als man glaubt, der Sache schon auf den Grund gegangen zu sein und die Auflösung ist, wie so oft, weniger geisterhaft, fügt sich aber elegant in die Handlung ein, ohne Vorheriges in Frage zu stellen oder unerklärliche Kräfte gänzlich auszuschließen. Nur nebenher, wenn man melancholische, schauerliche Momente aufgibt und zurück schwenkt zu kriminalistischen Bemühungen des Herrn Inspektors, wirds ein wenig fad. Das Tempo mag gegenüber der westlichen 08/15-Massenproduktion abfallen, dies dürfte Fans des Genres aber nichts Neues sein. Am ehesten vergleichbar mit Interner Link"Phone", wer diesen also mag, liegt hier richtig.



Bilder der DVD




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