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MEX 1957
Originaltitel:Vampiro, El
Alternativtitel:Vampire, The
Länge:80:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Fernando Méndez
Buch:Ramon Rodriguez
Kamera:Rosalío Solano
Musik:Gustavo César Carrión
Darsteller:Abel Salazar, Ariadna Welter, Carmen Montejo, Germán Robles, José Luis Jiménez, Mercedes Soler, Alicia Montoya, José Chávez, Julio Daneri, Amado Zumaya, Guillermo Álvarez Bianchi, Margarito Luna
Vertrieb:Subkultur Entertainment / Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:03.11.2013 (Kauf)



Inhalt
Die hübsche Marta erreicht die kleine mexikanische Stadt Sierra Negra. Ihr Onkel Don Emilio Gonzalez hat sie gerufen, da ihre geliebte Tante im Sterben liegt. Als sie in der einst so wunderschönen Hazienda eintrifft, muss sie nicht nur erfahren, dass ihre Tante bereits verstorben ist, sondern auch schockiert feststellen, dass ihr ehemals so vertrautes Heim nur noch eine Ruine ist. Ihre Tante offenbart ihr, dass Marta nun die Entscheidung treffen muss, das Familienanwesen zu verkaufen. Der einzige Interessent ist Duval, ein mysteriöser Nachbar, der ein dunkles Geheimnis in sich trägt. Er ist Vampir und sein Interesse gilt nicht nur der Hazienda, sondern auch der schönen Marta ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das alte Schätzchen macht sich ganz ordentlich im Heimkino. Das verfügbare Master war in einem guten Zustand und zeigt verhältnismäßig wenig Defekte und Verschmutzungen. Die weitgehend transparenten Laufstreifen fallen meist nur am rechten Rand des Vollbildes auf und trüben den Sehgenuss nicht weiter. Das Bild zeigt einen ausgewogenen Kontrast mit guten Graustufen, und nur selten neigen helle Bildbereiche zu leichten Überstrahlungen. Die Schärfe schwankt etwas zwischen weich und angenehm, ohne jemals wirklich hohe Werte zu erreichen. Die Detaildarstellung lässt zu wünschen übrig, sollte bei dem seltenen Film aber nicht weiter stören. Das Bild zeigt ein leichtes Rauschen, ohne in unschöne Blockbildung zu verfallen. Insgesamt ein gutes Ergebnis für dieses spanische Exponat eines klassischen Vampirfilms.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 1.0 Mono
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Monoton gibt die Dialoge sauber und nahezu verzerrungsfrei wieder. Hintergrundrauschen ist hörbar. Besonders im Musikbereich hebt es sich in Tonspitzen immer wieder etwas an. Im Vergleich zur spanischen Fassung ist dieses "Streurauschen" aber kaum der Rede wert. Der Original-Mix klingt zwar etwas heller, ist vom Rauschfaktor aber kaum zu ertragen. Die Stimmen fallen zudem etwas kratzig aus. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten. Die damals geschnittenen Szenen liegen im Original vor und wurden ebenfalls Deutsch untertitelt.
 ++----

Extras
Extras
  • 8-seitges Booklet
  • Deutsche Kinofassung (77:31 Min.)
  • Bildergalerie (2:31 Min.)
  • Englischer Radio-Spot (0:59 Min.)
VerpackungKeepCase im O-Card-Schuber
 Neben einem ausführlichen Booklet mit einem Text zum Film wird dem Leser auch die mexikanische Kinohistorie näher gebracht. Die Disc enthält einen englischen Radio-Spot, eine Bildergalerie und die alte deutsche Kinofassung in unrestaurierter Form. Letzteres ist ein sehr schönes Bonus, da es sich um die letzte auffindbare Kinokopie handelt, die von Subkultur abgetastet und anamorph kodiert im Bildformat von 1,66:1 vorliegt. Der Zustand ist nicht mehr der Beste, doch wirkt das Bild teilweise etwas homogener als die Hauptfilmfassung. Leider ist die alte deutsche Kinofassung um einige Minuten gekürzt und weist viele altersbedingte Bild- und Tonsprünge auf. Das Interessante an dieser Version sind nicht zuletzt der deutsche Vorspann und einige eingedeutschte Schilder, Grabplatten etc.
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Fazit
"Vampiro" aus dem Jahre 1957 ist die mexikanische Antwort auf das Dracula-Thema. Wer allerdings einen Blutsauger mit Wrestler-Maske erwartet, dem sei versichert, dass er diesen hier nicht antreffen wird. Optisch orientiert sich Regisseur Fernando Méndez stark an Ted Brownings Interner Link"Dracula", verzichtet dabei allerdings auf den titelgebenden Namen sowie auf die hinlänglich bekannte Ur-Geschichte.

Méndez geht eigene Wege und konstruiert eine neue Handlung, die zwar nicht wirklich innovativ, insgesamt aber sehenswert ist. Die atmosphärische Inszenierung ist eindeutig die Stärke des Films. Der Zuschauer bekommt genau das geboten, was er von einem stimmungsvollen Gruselfilmen erwartet: Nebelbänke, finstere Bäume, eine Kutsche, alte Gemäuer, einen Trauermarsch, der in einer sinistren Gruft endet, Spiele mit Licht und Schatten und vieles mehr. Hervorzuheben sei auch die alte, heruntergekommene Hazienda. Aber nicht nur das Setting stimmt, sondern auch die Schauspieler passen sich, bis auf den Grafen, dem Gesamtbild gut an. Germán Robles als Graf Duval oder besser Lavud ist leider nur wenig bis überhaupt nicht diabolisch. Da hilft auch die Verwandlung in eine Fledermaus nicht. In der Liste der besten Vampire steht er ziemlich weit unten, zum Glück aber noch vor dem unsäglichen Richard Roxburgh aus Interner Link"Van Helsing". Zum Ausgleich ist da zum Glück die Braut des Vampirs, Martas andere Tante Comtessa Eloisa (Carmen Montejo). Sie sorgt für die nötige Dominanz, die dem Grafen fehlt. Dabei gehört die Attacke auf einen kleinen Jungen schon zu den etwas unbehaglicheren Szenen und zeigt den Grafen für einen kurzen Augenblick so, wie man es von einem Vampir erwartet.
Die fehlende Spannung, die man "Vampiro" durchaus nachsagen kann, wird zu Beginn zwar durch eine atmosphärische Inszenierung versucht auszugleichen, doch überwiegen einige Längen. Während die Protagonisten nicht wissen, wie ihnen geschieht, ist der Zuschauer stets bestens informiert und erfährt keinerlei Überraschungen.

Blickt man über die kleinen Defizite hinweg, darf man dank des Labels Subkultur von einer kleinen mexikanischen Perle sprechen, die in ihrem Heimatland sehr erfolgreich im Kino lief und erst 3 Jahre später auch den Weg in deutsche Lichtspielhäuser fand. Doch der Erfolg blieb hierzulande aus, und über 53 Jahre hörte man nichts mehr von dem Film. Wer von Transsilvanien die Nase voll hat, sollte mal eine Reise nach Mexiko wagen. Technisch wurde die DVD von dem Label gut aufgearbeitet und erscheint als Nummer 2 der "Edition Graufilm"-Reihe.



Bilder der DVD




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