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ESP 2010
Originaltitel:Man Who Saw Frankenstein Cry, The
Alternativtitel:Hombre que vio llorar a Frankenstein, El
aka. Paul Naschy: El hombre que vio llorar a Frankenstein
Länge:77:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Ángel Agudo
Buch:Ángel Agudo
Kamera:Aitor Uribarri
Musik:Enrique Garcia
Darsteller:Mick Garris, Joe Dante, John Landis, Emilio A. Pina, Caroline Munro, Jorge Grau, Del Howison, José Antonio Pérez Giner, Ángel Luis De Diego, Antonio Mayans, Javier Aguirre, José Luis Alemán
Vertrieb:Subkultur Entertainment / Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:04.04.2014 (Kauf)



Inhalt
Nur zwei Jahre vor dem spanischen Bürgerkrieg erblickte ein kleiner Junge namens Jacinto Molina Álvarez das Licht der Welt. Gezeichnet und geprägt von den grausamen Ereignissen des Krieges, lief er 11 Jahre später mit seiner Mutter an einem Kino entlang, wo er ein Poster des Films Interner Link"Frankenstein meets the Wolf Man" erblickte, welches nicht nur das Leben des kleinen Jungen veränderte, sondern es war auch die Geburtstunde einer monumentalen Ikone, die das gesamte europäische Genrekino nachhaltig prägte und den spanischen Horrorfilm zu dem machte, was er heute ist. Von einer unbeschreiblichen Leidenschaft für das Kino angetrieben, arbeitete der junge Jacinto Molina an der Verwirklichung seines Traums, im Filmgeschäft Fuß zu fassen. Es sollte noch weitere 22 Jahre dauern, doch diese lange Zeit gipfelte 1968 in einer Sternstunde für den spanischen Genrefilm, als die Produzenten von Interner Link"Die Vampire des Dr. Dracula" Jacinto Molina nahelegten, seinen Namen zu ändern.

Aus dem jungen und unbekannten Jacinto Molina Álvarez wurde nun die phänomenale und weltweit geliebte Ikone Paul Naschy. Ein Pseudonym, welches das spanische Kino auf den Kopf stellte und in mehr als 100 Filmen die Zuschauer erschrecken und unterhalten sollte. Mick Garris präsentiert Ihnen die Geschichte von Jacinto Molina Álvarez alias Paul Naschy, dessen unvergleichliche Liebe für das Kino ein ganzes Genre beeinflusste und Filmemacher auf der ganzen Welt inspirierte ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Bei einer Dokumentation ist man eine wechselnde Bildqualität gewohnt, vor allem dann, wenn das Gezeigte einen Zeitraum von über 60 Jahren abdeckt. Auch in "The Man Who Saw Frankenstein Cry" bekommt der Zuschauer eine Menge Archiv-Material in Form von Kriegsmitschnitten, Set- und Privataufnahmen sowie Filmszenen geboten. Hinzu kommen aktuelle Interviewfetzen, die aufgrund ihrer Aktualität in einer guten Qualität vorliegen. Die Dokumentation wurde im Bildformat von 1,78:1 gedreht und anamorph kodiert. Selbst die ältesten Sequenzen reißen den Sehgenuss niemals nach unten, weshalb wir von einer durchweg sehr guten Bildqualität sprechen können. Kontrast, Farben und Helligkeit sind ausgewogen und die Schärfe je nach Materiallage ausreichend bis sehr gut. Auch die Filmsequenzen zeigen in welch guter Qualität die Naschy-Filme noch zu bekommen sind, weshalb man sich auf die ersten Titel freuen darf, die Subkultur bald nachschieben wird. Die Kompression arbeitet übrigens sauber und ruhig im Hintergrund, beim Encoding wurde nicht geschlampt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDiverse
UntertitelDeutsch
 Die Stereo-Spur ist für eine Dokumentation mehr als ausreichend. Klare und deutliche Dialogwiedergabe und eine kräftige und breite Front, beim Einsatz der musikalischen Untermalung, sind mehr als man von einer Doku erwarten würde. Die Sprache ist überwiegend in Englisch und Spanisch, nur während kurzer Sequenzen des Naschy-Besuchs in Gelsenkirchen gibt es einige Passagen in deutscher Sprache. Auf Wunsch lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten, die sorgfältig und korrekt erstellt wurden. Einzig bei ein paar Nameneinblendungen der Interview-Segmente werden diese teilweise von den deutschen Untertiteln bedeckt. Hier hätte man kurz die Untertitel in den oberen Bildbereich einblenden können. Ansonsten ein sauberer Stereo-Mix mit einer ausgewogenen Höhenwiedergabe.
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Extras
Extras
  • 12-seitiges Booklet mit einem Text von Pelle Felsch
VerpackungKeepCase mit O-Card-Schuber und Sammelschuber
 Mutig von Subkultur, eine reine Dokumentation als Hauptfilm ohne weitere Extras auf DVD zu pressen und damit den Start einer insgesamt 10-teiligen Paul Naschy-Reihe einzuleiten. Mutig und essenziell wichtig für das fortführen der "Legacy of a Wolfman"-Edition. Eine Veröffentlichung als Bonus-Disc bei einem anderen Film der kommenden Reihe wäre wirtschaftlich nicht rentabel gewesen bzw. hätte bedeutet, den Preis der Disc zu verdoppeln. In Spanien selbst wird "The Man Who Saw Frankenstein Cry" zwar als Doppel-DVD verkauft, doch die Lizenzierung des dort enthaltenen Bonusmaterials würde den Rahmen des möglichen sprengen, da der Lizenzgeber Unsummen für die Extras haben will. Nicht ungewöhnlich, schließlich scheitern viele Lizenzierungen der Extras an hohen Forderungen des Rechteinhabers. Trotzdem schade, denn eine Trailershow weiterer Naschy-Filme oder Archiv-Material des Buio Omega-Events wären eine schöne Beigabe gewesen. Dafür enthält das Set ein 12-seitiges Booklet mit einem lesenswerten Text von Pelle Felsch, der über seine ersten sanften Berührungen in seiner Jugend mit dem "Knuddelwolf" Naschy schreibt.

Paul Naschy Box

Ausgeliefert wird die DVD als KeepCase im O-Card-Schuber. Das Cover ist das alte spanische Kinoposter zu "La Furia del Hombre Lobo" und erstreckt sich über Vorderseite, Spine und Rückseite. Zusätzlich spendiert man dem Kunden eine stabilen Box, in der Platz für die nächsten 9 Titel der Reihe sein werden. Subkultur wird neben DVD-Version auch die jeweilige HD-Version beiliegen, sofern ein HD-Master verfügbar ist.
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Fazit
Die Dokumentation "The Man Who Saw Frankenstein Cry" bietet trotz der knappen Laufzeit von 77 Minuten einen würdigen und teilweise sehr emotionalen Einblick in die Karriere des "Senor Lobos". Angefangen mit seiner tragische Kindheit, über die ersten Schritte seiner bewegenden und vor allem prägenden Filmkarriere, bis hin zu seiner späten Würdigung auf diversen Festivals und Fan-Events, bekommt der Zuschauer einen kurzweiligen, aber informativen Einblick in die Welt eines der wichtigsten Exploitation-Darsteller Europas geboten. Allerdings kann Regisseur Angel Agudo nur oberflächlich auf die mehr als hundert Filmbeiträge des Darstellers eingehen. All seine Werke zu würdigen, ohne den Faden zu verlieren, wäre kaum möglich gewesen und hätte der Doku eine saftige Überlänge beschert. Trotzdem hätten ein paar Minuten mehr das ganze perfekt gemacht.

Neben Aufnahmen und Fotos aus Naschys Kindheit und Jugend, zeigt "The Man Who Saw Frankenstein Cry" viel seltenes Bild- und Filmmaterial sowie einige Aufnahmen vom Filmclub Buio Omega in Gelsenkirchen. Dort bekam Naschy seinen verdienten Buio-Oscar, den Joe, und gab stundenlang Autogramme, bis er seine Hände nicht mehr spürte. Noch heute schwärmt seine Frau von ihren Ausflug ins schöne Gelsenkirchen und darüber, wie groß die Fanbasis in Deutschland ist, ein Land zu dem Naschy, der selbst deutsch sprach, eine ganz besondere Bindung pflegte.

Wer sich bereits im Vorfeld mit Naschy auseinandergesetzt hat, dem wird bei dieser Dokumentation erst so richtig bewusst, wie sympathisch und bescheiden er als Privatperson war und wie ehrgeizig und produktiv er seine Arbeit verfolgte. In den berührenden Momenten, als Naschy erst einmal bewusst wurde, wieviele Fans er eigentlich im Ausland hat, bekommt man eine Gänsehaut. Dabei ist es egal, ob man seine Filme mag oder nicht, doch als Darsteller und Regisseur sollte man diesen Mann auch heute noch den nötigen Respekt entgegenbringen.

Neben diversen Ausschnitten aus seine Filmen, führt uns Stephen King-Stamm-Regisseur und Fan klassischer Horrorfilme, Mike Garris, durch die 2011 entstandenen Dokumentation. Neben Naschys Kindern und seiner Frau kommen weitere Regisseure, Produzenten und Schauspieler zu Wort. Dazu gehören John Landis und Carolin Munro, aber auch Jordi Grau und Nacho Cerdá dürfen über ihre Erinnerungen und Erfahrungen mit dem Kult-Darsteller berichten. Das alles wird ansprechend präsentiert und trotz aller Erzählungen und Interviews niemals ermüdend.

"The Man Who Saw Frankenstein Cry" ist einen hervorragende Hommage an den Mann mit den vielen Gesichtern, der weltweit unter seinen Pseudonym Paul Naschy bekannt wurde, und selbst nach über 50 Jahre noch eine enorme Fanschar besitzt, die sämtliche Altersschichten abdeckt. Paul Naschy war eine Phänomen und ist heute eine Ikone des klassischen und modernen Horrorfilms, der sich neben Legenden wie Boris Karloff, Vincent Price und Bela Lugosi einreiht. Ohne ihn wäre das Horror-Genre nicht das, was es ist.

Subkultur veröffentlicht eine schöne DVD dieser Dokumentation. Auch wenn es Schade ist, dass sich keine weiteren Extras auf der Disc befinden, ist die Präsentation topp. Hier sollte jeder Naschy Fans zugreifen, denn Fakt ist: Umso besser sich die Box verkauft, umso größer wird der Spielraum des Labels bei der Ausstattung der weiteren Titel.



Bilder der DVD




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News"Paul Naschy - Legacy Of A Wolfman" - Die Naschy-Box kommt!
"The Man Who Saw Frankenstein Cry" - Wicked-Vision Review Preview
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