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USA 1972
Originaltitel:Frogs
Alternativtitel:Frogs - Die Frösche
aka. Frogs - Killer aus dem Sumpf
Länge:86:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:George McCowan
Buch:Robert Blees, Robert Hutchison
Kamera:Mario Tosi
Musik:Les Baxter
Darsteller:Ray Milland, Sam Elliott, Joan Van Ark, Adam Roarke, Judy Pace, Lynn Borden, Mae Mercer, David Gilliam, Nicholas Cortland, George Skaff, Lance Taylor Sr., Holly Irving, Dale Willingham
Vertrieb:MGM/Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2,4



Inhalt
Der an einen Rollstuhl gefesselte, betagte Millionär Jason Crockett lädt wie jedes Jahr zu seinem Geburtstag alle Familienmitglieder auf seine Insel ein. Der alte Griesgram macht seinen potenziellen Erben mit giftigen Kommentaren das Leben schwer und bekämpft auch alle tierischen Bewohner seines Eilandes - mit giftigen Chemikalien. In diesem Jahr muss Crockett besonders zulangen, denn eine Froschinvasion sucht seine Insel heim. Im Gegensatz zu seiner Familie, die auf sein Vermögen spekuliert, lassen sich die hüpfenden Amphibien jedoch nicht alles gefallen und erweisen sich als extrem mörderisch: Die Tierwelt schlägt zurück - und beginnt, ein Familienmitglied um das andere auszulöschen ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Viel scheint man beim Bild nicht gemacht zu haben. Die Auflösung des anamorphen Bildes ist altersgemäß befriedigend, einige Szenen sind aber schlichtweg sehr unscharf. Im Schnitt ist der Detailbereich aber auf ordentlichem Niveau. Der starke Grünstich ist aber mit Beginn der ersten Minute störend. Je dunkler die Szenen werden, umso mehr weichen die Farben, einige wenige Passagen scheinen gar fast nur noch aus gelblichen Tönen zu bestehen. Der Schwarzwert wird dann ebenfalls mangelhaft, sobald es zu nächtlichen Szenen kommt. Der Verschmutzungsgrad variiert, manchmal ist eine ganze Weile kein einziger Kratzer zu sehen, dann häuft es sich wieder unangenehm. 3 Punkte, weil 1972 mittlerweile 30 Jahre her ist und man sicherlich von derartigem Titel nicht erwarten kann, dass er sich in hochauflösendem, klaren Zustand befindet.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Französisch, Spanisch, Holländisch, Deutsch für nicht synchronisierte Szenen
 Blöderweise schaltet mein Receiver grad bei der deutschen Tonspur auf Dolby Surround um, obwohl doch alle 5 Sprachen nur gedoppeltes Mono sind. Kein Problem, dann schaltet man eben per Hand zurück. Was aber gleich von der ersten Szene an stört, ist der geringe Lautstärkepegel. Ich musste nochmal um ca. 50% aufdrehen (ja, das ist eine sehr unwissenschaftliche Angabe, ich weiß), um annähernd die Lautstärke zu erreichen, die ich als normal betrachte. Dann merkt man natürlich auch etwas deutlicher, dass die Synchro zischt, dünn klingt und vor allem der Hintergrund ziemlich schwach ausfällt. Besser aber als das englische Original. Da einige Szenen anscheinend keine deutsche Synchro besaßen, fügt man hier den O-Ton mit deutschen Untertiteln ein, wobei ein deutlicher Bruch in der Qualität entsteht. Im Original sind die Stimmen sehr alt, brüchig und der Ton insgesamt stärker verrauscht. Die französische Version besitzt stark zischende, schleifende Stimmen, dafür aber einen besser verständlichen Hintergrund, bei der italienischen und spanischen Variante sind definitiv die Stimmen zu stark eingebracht. Für alle Sprachen gibt es entsprechende Untertitel, im Englischen und Deutschen sogar für Hörgeschädigte. Hier reicht es mit Müh und Not zu 2 Punkten.
 ++----

Extras
Extras
 MGM erlaubt sich hier, was sich kleinere Labels nicht leisten können: Es gibt rein gar nichts an Bonusmaterial. Selbst das Rückcover ist in schlichtem s/w gehalten. Die US-DVD hatte zumindest noch den Trailer mit an Bord und führte auf dem Rückcover ein paar Trivia-Fakten auf.
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Fazit
Frösche sind nun wirklich keine Tiere, die man vorwiegend mit Angst und Schrecken in Verbindung bringt (mit Glitschigkeit vielleicht, das ist eine andere Geschichte), weswegen "Frogs" von vornherein dazu verdammt ist, nicht wirklich ernst genommen werden zu können. Das hätte den Produzenten auffallen sollen, tut es aber nicht, denn die Ambitionen, ein ernster, schauriger Tierhorror zu sein, der Nebelschwaden durchtränkte Trauerweiden (sehr schöne Szene!) und die Bedrohung des anrückenden Ungeziefers dramatisiert, sind durchaus erkennbar. Da hoppeln die kleinen Sumpftiere unentwegt als Einschübe über Wiesen und ihre feuchten Lebensräume und Naturaufnahmen von anderen Kriechtieren verbinden sich in bedrohlicher Pose mit den ausartenden, klassischen Horrormotiven des Scores. Selbst die Namensgebung ist etwas fehlgeleitet, weil es letztlich doch Krokodile, Schlangen und anderes Gewürm sind, die tatsächlich töten. Selbst die gutmütige Schildkröte steigt in ihren Panzer, um die Festung der Menschen mit bequemer Gemütlichkeit zu überrollen. Die Frösche dagegen sitzen wie die Chefs des Matsch-Dschungels daneben und freuen sich sichtlich, dass wieder ein Zweibeiner von den ihren Schergen versumpft worden ist. Da rückt der Mensch als Krone de Schöpfung doch ein wenig aus dem Mittelpunkt, die Charaktere sind eh keine besonders nahegehenden Kreationen, über die man wegen ihres meist von Psycho-Sound-Attacken begleiteten Ablebens eine Träne vergießen würde. Wenn das Getier dann sogar noch zum suizidalen Angriff auf die störrisch herausragende Herrenvilla quäkt oder heimische Vögel den Sturzflug auf die Belegschaft üben, steht fest, dass der Ideenreichtum spätestens bei der Zuhilfenahme etablierter Horrorklassiker versiegt ist. Neben den Naturaufnahmen und einigen blutigen Sequenzen bleibt zwar noch ein wenig das krude 70ies Flair, das stellenweise die verlassene, trostlose Stimmung des Backwood-Genres heraufbeschwört, im Gesamtbild ist "Frogs" aber wenig mitreißend angelegt. Und doch muss ich nicht selten schmunzeln, grad weil alles so furchtbar ernst gemeint ist und sich damit schon selbst karikiert. Wer diesen Sinn für Humor teilt, sich an ausgedienten, durchaus aber charmanten Szenen der alten Schule erfreut, der liegt vielleicht doch hiermit richtig.

Noch eine kurze Anmerkung zu den Mutmaßungen über die hier vorliegende Fassung. Sicher ist, dass die US- und die deutsche DVD die identische Filmversion enthalten. Sicher ist auch, dass im Trailer (nur auf der US-DVD) die Schmetterlingsammlerin im Sumpf untergeht, während sie im Film auf etwas blutigere Art und Weise zu Tode kommt. Der hier vorliegende Film ist an einigen Stellen länger als die alte Videokassette und es scheint auch nicht, als ob Todesszenen der Schere zum Opfer fielen. Vielmehr glaube ich, dass für den Trailer Alternativmaterial zur Anwendung kam, was ab und zu so gehandhabt wird.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Frogs - Killer aus dem Sumpf
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