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USA 1980
Originaltitel:Children, The
Alternativtitel:Kinder des Todes
aka. Children of Death, The
aka. Children of Ravensback, The
Länge:87:41 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Max Kalmanowicz
Buch:Carlton J. Albright, Edward Terry
Kamera:Barry Abrams
Musik:Harry Manfredini
Darsteller:Martin Shakar, Gil Rogers, Gale Garnett, Shannon Bolin, Tracy Griswold, Joy Glaccum, Jeptha Evans, Clara Evans, Sarah Albright, Nathanael Albright, Julie Carrier
Vertrieb:'84 Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:23.08.2013 (Kauf)



Inhalt
Ravensback, eine friedliche Stadt. Bis zu dem Tag, an dem sich alle Kinder in kleine tödliche Monster verwandeln. Aus dem nahegelegenen Atomkraftwerk tritt eine radioaktive gelbe Wolke aus und kreuzt den Schulweg der Kinder. Sie verwandeln sich sofort in todbringende Zombies. Jeder, der von ihnen gefasst wird, verbrennt sofort bis zur Unkenntlichkeit. Es gibt nur einen Weg sie zu stoppen - sie in viele kleine Stücke zu hacken!

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Der Vollbild-Transfer zeigt deutliche Alterserscheinungen in Form von Kratzern und Laufstreifen, welche zumindest keine störenden Ausmaße annehmen. Die Schärfe geht in Ordnung, kann aber nur bedingt mit Details aufwarten. Konturen und Kanten werden sauber gezeichnet, neigen weder zur Ausfransungen, noch zum Überstrahlen. Der Kontrast kann helle und dunkle Bildelemente noch ganz passabel verarbeiten, denn lediglich in Nachtaufnahmen neigen Details dazu in den dunklen Bildbereich unterzugehen. Der ansonsten sehr tiefe Schwarzwert wirkt an einigen Stellen aufgehellt, was in diesem Fall nicht einmal schlecht ist, weil dadurch wenigsten nicht sämtliche Details verloren gehen. Die Farbe fallen nicht sonderlich satt aus und lässt das Alter des Ausgangsmaterials erahnen. Die leicht blasse und reduzierte Farbdarstellung passt aber gut zur Optik des Film. Für ein Drive-In-Klassiker wie "The Children" ein solides Ergebnis mit hohem Grindhouse-Faktor. Ein hohen Gruselfaktor hat allerdings auch die Kompression, die besonder in dunklen Szenen mit unschönen Blockartefakten aufwartet, was auf großen Betrachtungsflächen für wenig Freude sorgt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Beide Stereospuren klingen bis auf die unterschiedliche Synchronfassung nahezu identisch und überzeugen mit einem sauberen und klaren Stereoklang. Rauschen ist lediglich im deutschen Pendant etwas herauszuhören, ohne aber weitere Störungen oder Fehler zu offenbaren. Nebengeräusche werden äußerst klar und frisch wiedergegeben, wobei die englische Tonspur etwas die Nase vorn hat. Dialoge neigen weder zum Übersteuern noch dazu dumpf oder kratzig zu klingen. Der englischsprachige Mix zeigt produktionsbedingt eine bessere Balance zwischen Geräuschen und Dialogen, während die deutsche Synchronfassung die nostaglische Note der kleinen Drive-In-Produktion unterstreicht. Untertitel gibt es leider nicht.
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Extras
Extras
  • 12-seitiges Booklet
  • Audiokommentar vom Produzent Carlton J. Albright
  • Trailer (0:31 Min.)
  • Vorwort von Lloyd Kaufman (2:52 Min.)
  • Interview mit Carlton J. Albright (7:09 Min.)
  • Making "The Children" (2:55 Min.)
  • Memories of "The Children" (3:14 Min.)
  • "The Children" - The Musical (11:03 Min.)
  • Deutsche Titelsequenz (2:15 Min.)
  • Slideshow (19 Bilder/ 1:34 Min.)
VerpackungMediabook
 Das Zusatzmaterial wurde nicht Deutsch untertitelt, ist inhaltlich für einen 1980er Jahre Trash-Vehikel jedoch sehr ansprechend und informativ ausgefallen. Begonnen wird mit einem Audiokommentar vom Produzent Carlton J. Albright, der sehr viel über die Produktion und Entstehung des Films zu erzählen hat. Weiter geht's mit einer nicht allzu ernst gemeinten Einleitung von Troma-Chef Lloyd Kaufman. Desweiteren darf Drehbuchautor Carlton J. Albright in einem Interview in knapp 7 Minuten seine Gedanken zum Film mit dem Publikum teilen. In zwei kurzen Featurettes sprechen Macher und Darsteller sehr kurz über "The Children. Letzteres scheint ein Zusammenschnitt aus einem längeren Gespräch zu sein, liegt hier aber lediglich in einer nur 6-minütigen Version vor. Das 11 Minuten lange Feature über das Musical ist ebenfalls sehr informativ und zeigt u.a. ein paar Aufnahmen des Stückes. Desweiteren gibt es noch einen Trailer zum Film sowie eine Bildergalerie und die alte deutsche Titelsequenz des Films. Abschließend darf man sich noch über ein dem Mediabook beiliegendes, 12-seitiges Booklet mit weiteren Infos zum Film freuen.
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Fazit
"The Children" war 1980 ein großer Überraschungserfolg an den Kinokassen und wurde erst Jahre später von Troma ins Sortiment aufgenommen. In Deutschland war die alte Fassung sehr zerstückelt und für die hiesige "Zensurbehörde", aufgrund der Thematik, ein Dorn im Auge. Heute wirkt "The Children" selbst in der unzensierten Version etwas überholt und dezent trashig, bietet aber noch immer reichlich Sequenzen, die beim Spannungsaufbau etwas an Hitchcock erinnern, während die Zombie-Thematik optisch in Richtung Romero schielt. Der Score ist unverkennbar von Harry Manfredini und greift das Interner Link"Freitag, der 13"-Thema auf, den Manfredini kurz vorher komponierte. Regisseur Kalmanowicz setzt auf einen ruhige Erzählfluss und inszeniert seinen "Zombiefilm" sehr kühl und nüchtern. Eigentlich alles in dem Film wirkt unsympathisch, selbst die Bewohner der Stadt scheinen allesamt als maskentragende Kotzbrocken durch die Stadt zu laufen, die nach außen eine heile Kleinstadt-Idylle vortäuschen. Die Bewohner behandeln sich gegenseitig wie Dreck und es herrscht ein harter Umgangston. Zwischen all dem Zwiespalt und den Anfeindungen, verlieren sie das eigentliche Problem aus den Augen, und erst viel zu spät erkennen sie, dass ihre Kinder alles sind, nur nicht mehr unschuldig und harmlos ...
Dieser kleine, böse Film erinnert deutlich an Interner Link"Das Dorf der Verdammten" und Interner Link"Befehl aus dem Dunklen", beinhaltet nicht sonderlich viel explizite Gewalt, bietet dafür aber einen kontinuierlichen Spannungsaufbau. Dabei nimmt sich Kalmanowicz Horror-Drama deutlich zu ernst, was den Film oft ins unfreiwillig Komische abdriften lässt. Besonders die "Gewalt"-Sequenzen sorgen heute mehr für Schmunzler, statt für Angst oder gar Ekel. Man denkt hier gerne an die Amputationsequenz mit den Kinderhänden zurück.

Dennoch zeigt "The Children auch über 30 Jahre nach der Uraufführung noch sehr spannende Momente. Dabei sind sämtliche schauspielerische Mängel sowie die wenigen peinlichen Elemente eine Seltenheit. Trotz des geringen Budgets und der teilweise billigen Spezialeffekte stellt "The Children" viele Filme aus den 1980er Jahren locker in den Schatten ...

'84 Entertainment veröffentlicht diesen Klassiker in einem auf 500 Stück limitieren Mediabook, erstmals komplett unzensiert und in einer passablen Qualität. Die Kompression hätte ruhiger arbeiten müssen, wobei man insgesamt noch von einer ziemlich guten Qualität sprechen darf, zumindest in Anbetracht des Alters und der Low-Budget-Herkunft des Films.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Kinder des Todes, Die
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