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USA 2003
Originaltitel:21 Gramm
Länge:119:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Alejandro González Iñárritu
Buch:Guillermo Arriaga
Kamera:Rodrigo Prieto
Musik:Gustavo Santaolalla
SFX:Howard Anderson Company
Darsteller:Sean Penn, Naomi Watts, Benicio Del Toro, Danny Huston, Carly Nahon, Claire Pakis, Nick Nichols, Charlotte Gainsbourg, Eddie Marsan, Melissa Leo, Marc Musso, Teresa Delgado, John Rubinstein, Tony Vaughn, Paul Calderon, Annie Corley
Vertrieb:Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
"21 Gramm" zeigt das Leben dreier Personen, deren Schicksale sich durch einen dramatischen Unfall unwiderruflich verbinden. Der todkranke Paul (Sean Penn) hofft, dass ein Spenderherz sein Leben retten wird; die Ehefrau und Mutter Christina (Naomi Watts) muss einen großen Verlust verkraften; und dem Ex-Strafgefangenen Jack (Benicio Del Toro) wird erneut der Boden unter seinen Füßen weggerissen ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Es ist schön, mal wieder einen Film vorzufinden, der nicht bis aufs Letzte glatt gefiltert wurde. Das bedeutet vor allem, dass das Rauschen in vielen Szenen sehr deutlich ist, für heutige Verhältnisse sogar als störend aufgenommen werden könnte. Die Detailschärfe schränkt dies aber nur wenig ein, bis auf seltene Ausnahmen ist das Geschehen sehr detailreich und gut konturiert ausgefallen. Auch der Kontrast lässt keine wirklich objektive Betrachtung zu, denn er ist recht hart ausgefallen, neigt zu Überstrahlungen und einem insgesamt trüben Look, als ob die Sonne den Himmel nie gänzlich erhellen würde. Der Schwarzwert bleibt dabei immer sehr kräftig. Die Farbgebung drückt deutlich die niedergeschlagene Atmosphäre durch gedämpfte Farben aus, die stets eine starke Sepiatönung tragen, oft auch kühle Tönung tragen. Verschmutzungen fallen nur selten auf, die Kompression meistert das schwierige Material sogar gut. So muss man selbst entscheiden, wie man die Qualität des Filmmaterials bewertet, objektiv ist wohl "nur" gut, wenn man allerdings die eingesetzten Filter und die starke Körnung als künstlerisches Mittel ansieht, die das Geschehen unbeschönigt, beinahe schon dokumentarisch wiedergeben, ist man bestens bedient mit der anamorphen Abtastung.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Die Tonarten würde ich als zurückhalten bezeichnen, was die Abmischung als Raumton angeht. Die Rears sind da nur ganz dezent vernehmbar, werden bei einigen kurzen Musikstücken und wenigen Effekten deutlich aktiv. Sonst ist die Aktivität auf den Rears eher schlicht ausgefallen, Umgebungsgeräusche werden zwar leise wiedergegeben, machen aber nur einen geringen Anteil des Klanges aus. Spezialisiert ist "21 Gramm" wohl auf die Dialoge, die im Deutschen makellos bis auf ein leichtes Rauschen sind, aber gerade im englischen Original so richtig aufblühen. Die Akustik erscheint hier etwas räumlicher und beweglicher zu sein. Möglicherweise etwas zu Front betont, dafür aber hervorragend aufgelöst.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Darstellerinfos:
    • Sean Penn (2 Seiten)
    • Benicio Del Toro (2 Seiten)
    • Naomi Watts (1 Seite)
  • Der besondere Filmtipp: Lost In Translation (2:14 Min.)
  • Making Of (18:38 Min.)
 Sieht man von einem Trailer ab, liegt der Hauptanteil des Bonusmaterials bei den Darstellerinfos, die auszugsweise bereits im Booklet abgedruckt worden, und dem Making Of, für welches es leider nur eine englische Sprachfassung gibt. Es macht inhaltlich einen sehr guten Eindruck, enthält Kommentare des Teams und gibt eine sehr persönliche Bindung zwischen der Crew und ihrem Werk wieder.
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Fazit
Was anderswo an den Haaren herbei gezogen erscheinen muss, wirkt in "21 Gramm" höchst natürlich: Die Verwebung dreier Schicksale, die durch ein Schlüsselereignis ausgelöst werden und diese drei Existenzen schwer beeinflussen. Der Kreislauf des Lebens, dessen Tragik, Unvorhersehbarkeit und fast schon Willkür ist der Aufhänger für eine sehr tiefschürfende, erschütternd offene und nahe gehende Biografie der Hauptcharaktere, die der Film in ihrem wohl düstersten Lebensabschnitt antrifft. Neben der angesprochenen Bodenständigkeit der fesselnden Geschichte, die sich Fragment artig in übergangslosen, aber nachvollziehbaren Zeitsprüngen dem Zuschauer entblättert, ist es vor allem die ausnahmslos herausragende Besetzung, die "21 Gramm" zu einem melancholischen Erlebnis macht, welches leider nur mit 2 Oscar-Nominierungen prämiert wurde. Regisseur Alejandro González Iñárritu, der, wie man im Making Of nachvollziehen kann, wie seine Darsteller Herzblut in dieses Projekt steckte, bietet trotz der abgeschlossenen Geschichte genügend Diskussionsstoff und Gedankenfutter zur Frage rund ums menschliche Sein, vergisst dabei aber nicht, einen sehr spannende und daher für Cineasten stark unterhaltsame Erzählung aufzubauen, die beeindruckende Tiefe zeigt.
Die deutsche DVD ist zwar schwach ausgestattet, Bild und Ton sind trotz der Schwierigkeiten des Themas, welches nun mal nicht in der Art und Weise präsentiert wird wie ein Blockbuster (auch technisch nicht), sehr empfehlenswert. Los, los, anschauen, falls noch nicht geschehen!



Bilder der DVD




Druckbare Version
21 Grams
21 Gramm
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