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USA 1968
Originaltitel:Laila
Alternativtitel:Mantis in Lace
Länge:73:00 Minuten (gekürzt) / 83:06 Minuten (ungekürzte Kinofassung)
Freigabe:ungeprüft
Regie:William Rotsler
Buch:Sanford White
Kamera:Frank A. Coe (als Frank Coe)
Musik:László Kovács (als Leslie Kovacks)
SFX:Ed De Priest (als Edward DePriest)
Darsteller:Susan Stewart, Steve Vincent, M.K. Evans, Vic Lance, Pat Barrington, Janu Wine, Stuart Lancaster, John Caroll, John LaSalle, Hinton Pope, Bethel Buckalew, Lyn Armondo
Vertrieb:Subkultur / Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:16.05.2012 (Kauf)



Inhalt
Hippies, Sex und Drogen! Willkommen in der Welt von Lila. Eine Stripperin, die ihre Freier nach Feierabend in die dunkle Nacht entführt und der Lust auf Sex folgt. Sie ist süchtig! Süchtig nach Sex und LSD. Ihre perfekte Welt ist die Kombination beider Laster. Doch sie trägt ein sadistisches Geheimnis in sich, welches nur ihre Liebhaber kennen, doch die können nichts mehr verraten!

Bild
Format1,66:1 (anamorph) / 1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Für die Hauptfilmfassung von "Laila - Vampir der Lust" wurde die alte deutsche Kinofassung gewählt, welche mehr Wert auf Gewalt als auf nackte Haut legt. Die Fassung liegt zudem im anamorph kodierten Format von 1,66:1 vor und ist somit sichtbar beschnitten. Das Master zeigt, dass es die beste Zeit hinter sich hat. Neben der eher mäßigen bis schlechten Schärfe wirkt das Bild meist sehr milchig und kränkelt an einer schlechten Durchzeichnung, wodurch Schwarz eher ins Gräuliche bzw. Bläuchliche tendiert. Farben wirken ausgewaschen und es entsteht weder Tiefe noch Plastizität. Vielmehr wirken die Konturen schwammig und unscharf. Das Bild wirkt zudem etwas entrauscht, was zusätzlich zu Lasten der Schärfe geht. Die Kompression arbeitet leider nicht immer ohne Blockbildung, dafür geht der Bildstand in Ordnung. Lediglich die vielen Defekte, Drop-Outs und Verschmutzungen zeigen, dass das Master in einem weniger guten Zustand war.

DEUTSCHE KINOFASSUNG


(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Subkultur

Die US-Kinofassung läuft rund 11 Minuten länger und setzt deutlich mehr auf frivole Bilder als die gekürzte 73-minütige Fassung. Der Vollbildtransfer ist zudem erheblich besser. Die Schärfe erzielt angenehmere Werte, was vor allem am besseren Kontrast und ordentlichen Schwarzwert liegt. Die Durchzeichnung ist somit wesentlich besser. Konturen werden klarer gezeichnet und das Bild wirkt um einiges detaillierter als die Hauptfilmfassung. Es gibt weniger Defekte und die Farben wirken natürlich, weil gut gesättigt. Auch hier kann das Bild Herkunft und Alter nicht verbergen und es benötigt schon einer erheblichen Restauration um Bild- und Kontrastfehler auszubügeln. Aber die US-Kinofassung zeigt nicht nur die längere Bildfassung, sondern auch das korrekte Bildformat. Die Kompression könnte jedoch höher arbeiten. Vielleicht sind zwei Filmfassungen auf einer DVD nicht so die beste Wahl.

US-KINOFASSUNG


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Subkultur

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Ton
FormateDolby Digital 1.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch (nur US-Kinofassung)
UntertitelDeutsch (für US-Kinofassung)
 Der deutsche Monoton klingt sehr verrauscht und extrem kratzig. Dialoge sind zwar gut zu verstehen, wirken aber viel zu laut abgemischt und es fehlt Natürlichkeit. Musik und Stimmen werden zu kräftig aus dem Center wiedergegeben, übersteuern deutlich und klingen spitz und künstlich. Der englische Monotrack liegt nur bei der US-Kinofassung bei. Diese rauscht auch, aber deutlich dezenter. Dialoge klingen ebenfalls sehr dumpf und kratzig und neigen permanent zu Übersteuerungen.
Insgesamt wirkt die englische Tonspur aber etwas natürlicher, wobei diese auch weit entfernt von einem aufgeräumten und gut restaurierten Monotrack ist. Schade, dass man die deutsche Tonspur nicht auf die US-Kinofassung gelegt hat. Mit etwas Anpassung wäre dies durchaus möglich gewesen, zumal die US-Kinofassung die eigentlich Hauptfassung sein sollte. Dieser wurde schließlich auch der Audiokommentar gewidmet. Deutsche Untertitel gibt es nur für die englische Sprachfassung.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet "Sex, Drugs und Leichenteile"
  • Audiokommentar von Pelle Felsch & Tino Zimmermann zur US-Kinofassung
  • US-Kinofassung (83:49 Min.)
  • US-Trailer (4:22 Min.)
  • Grindhouse-Trailershow (15:09 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die unzensierte und mit mehr Sex und Nacktheit ausgestattete US-Kinofassung befindet sich im Bonusbereich, liegt allerdings nur im englischer Sprache mit deutschen Untertiteln vor. Eigentlich sehr schade, schließlich ist das nicht nur die interessantere Fassung, sondern auch die im korrekten Bildformat und in einer erheblich besseren Bildqualität. Zu dieser Fassung lässt sich ein deutscher Audiokommentar mit Pelle Felsch und Subkultur-Mastermind Tino Zimmermann hinzuschalten. Dieser spaßige, onteressante Kommentar bietet reichlich Hintergrundinformationen zu den Machern und Darstellern. Desweiteren gibt es noch eine Grindhouse-Trailershow, sowie den US-Trailer zum Hauptfilm.
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Fazit
"Mantis in Lace" ist bis heute in England verboten und das ohne ersichtlichen Grund. In Deutschland ist dieser surreale Drogentrip weitgehend unbekannt. Die simpel gestrickte Geschichte tut ihr übriges und hebt den in Deutschland reißerisch "Laila – Vampir der Lust" betitelte Klassiker des psychotronischen Kinos nicht gerade in kunstvolle Gefilde. Man sieht permanent irgendwelche Strip-Einlagen, dann tötet die hübsche Laila Männer, die Polizei ermittelt kurz und Laila darf weiter morden. Das Ganze gewinnt keinen Oscar für Komplexität und schon gar nicht für seinen nicht vorhandenen Einfallsreichtum.
Auch der Härtegrad ist eher mäßig, aber zumindest die nackten Tatsachen werden solide in Szene gesetzt. Was "Mantis in Lace" in erster Linie so sehenswert macht, sind die abgedrehten Halluzinationsszenen, die schon durch ihre beeindruckende Optik auftrumpfen können. Eingefangen wurden die Bilder vom 2007 verstorbenen Laszlo Kovacs, der damals schon bei einigen Exploitation-Krachern hinter der Kamera stand und sich mit Blockbustern wie "Easy Rider", Interner Link"Ghostbusters" und "Die Maske" einen Namen machte. Die bizarren Sequenzen sind letztlich auch das, was "Mantis in Lace" einigermaßen erträglich macht, schließlich hat man sich schnell an den Titten sattgesehen und inhaltlich ist der Film auch mehr ein luftloses Gummiboot mit einigen netten, aber unblutig trashigen Momenten.

Seinerzeit wurden zwei Versionen von "Mantis in Lace" auf den Markt geworfen. Beide sind in dieser Edition von Subkultur erhältlich. Da wäre eine gekürzte Fassung für Horrorfans und eine um Nacktheit und Sex angereicherte Fassung für die Sexploitationfans. Die Striptease-Szenen wurden sogar von Robert Rodriguez in Interner Link"Planet Terror" zitiert, eine Hommage an einem schmuddeligen, verruchten Film aus den späten 1960er Jahren. "Mantis in Lace" hat zwar nicht unbedingt das Ding zu einem Kultfilm, dafür ist er inhaltlich zu belanglos, doch für einen netten Abend mit Freunden von psychedelisch angehauchte Exponaten des amerikanischen Grindhouse-Kinos aber einen Blick wert. Die DVD ist limitiert und auch wenn Bild und Ton nicht auf der Höhe der Zeit sind, werden Sammler voll auf ihre Kosten kommen.



Bilder der DVD




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