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DK 1973
Originaltitel:Dvaergen
Alternativtitel:Abducted Bride
aka. Sinful Dwarf, The
Länge:93:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Vidal Raski
Buch:Harlan Asquith, William Mayo
Kamera:Lasse Björne
Musik:Ole Ørsted
Darsteller:Anne Sparrow, Tony Eades, Clara Keller, Werner Hedman, Gerda Madsen, Dale Robinson, Jeanette Marsden, Lisbeth Olsen, Jette Koplev, Richard Wilder, Ben Haley Ted Neumann
Vertrieb:Subkultur / Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.10.2012 (Kauf)



Inhalt
Auf der Suche nach Arbeit verschlägt es das junge Ehepaar Peter und Mary Davis in die dunkelsten Ecken Londons. Geldmangel zwingt sie dazu, sich in einem heruntergekommenen Hotel einzuquartieren, betrieben von dem Ex-Showgirl Lila Lash und ihrem degenerierten Sohn Olaf. Das Ehepaar ahnt nicht, dass der Dachboden des Hotels ein Bordell ist, in dem die Mädchen mehrmals täglich von zahlreichen Freiern bestialisch vergewaltigt werden. Als Peter einen Job bekommt, der ihn nach Paris ruft, ist die hübsche Mary allein im Hotel und das neue Ziel von Lila und Olaf Lash, die schon auf sie warten!

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Bildtechnisch sollte man von diesem Exploiter nicht allzu viel erwarten. Das Vollbildformat zeigt sich sehr rauschig und unruhig. Die Schärfe ist im unteren Bereich anzusiedeln und von Detailschärfe kann gar keine Rede sein. Dennoch sieht das Bild für einen 1970er Jahre-Nischenfilm noch ansehnlich aus, zumindest wenn man jegliche Erwartungen über Bord schmeißt. Der Kontrast arbeitet solide, fällt teilweise aber etwas zu dunkel aus und lässt dunkle Bildbereiche sehr oft absaufen. Die Farben sind noch normal gesättigt und unterstreichen die schmutzigen Optik des Klassikers. Defekte und Verschmutzungen sind kaum auszumachen und der Bildstand ist weitgehend ruhig. Eine etwas besser arbeitende Kompression wäre aber wünschenswert gewesen.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Monospur rauscht sehr stark und kann ihr Alter nicht verbergen. Die Dialoge sind dennoch gut zu verstehen, auch wenn sie teilweise etwas kratzig klingen und im Hochtonbereich übersteuern. Nebengeräusche und Musik kommen gut rüber, insgesamt klingt die deutsche Tonspur aber etwas betagt. Der englische Track wirkt klarer und natürlicher. Rauschen ist kaum wahrzunehmen und die Dialoge und Musik harmonieren deutlich besser mit der restlichen Geräuschkulisse. Altersbedingte Störungen wie leichtes Kratzen in den Stimmen sind vorhanden, trüben den Hörgenuss aber nicht sonderlich.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet mit Text von Casper Lein
  • Deutsche Kinofassung (1,33:1, Deutsch DD 1.0 Mono, 79:55 Min.)
  • Deutscher Kinotrailer (2:09 Min.)
  • Originaltrailer (3:02 Min.)
  • Slideshow (4:18 Min.)
  • Radiospots (1:38 Min.)
  • TV-Spot (0:54 Min.)
  • Grindhouse-Trailershow (17:30 Min.):
    • Animal Women - Die animalischen Frauen
    • Das Bambuscamp der Frauen
    • Rauchen im Kino
    • Brut der Gewalt (Höllenengel)
    • Die Zuchtfarm der Sklaven
    • Privatklub Zum offenen Hosenstall
    • Harley Riders - Sie kannten kein Erbamen
VerpackungKeepCase
 Der Disc liegt ein 8seitiges Booklet mit interessanten Hintergrundinformationen zum Film bei, sowie die alte deutsche Kinofassung, die um knapp 13 Minuten zensiert wurde. Desweiteren gibt es eine 17minütige Grindhouse-Trailershow, die man vor den jeweiligen Filmfassungen hinzuschalten kann. Neben einer Bildergalerie, einen deutschen Trailer und einem TV- und Radio-Spot gibt es den Original-Trailer zum Film.
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Fazit
Was für ein Bastard von Film! "Das Haus der verlorenen Mädchen" (wer denkt sich immer solche deutschen Titel aus?) ist ein dreckiger, fieser Kotzbrocken von Film, denn was der Regisseur Harry Novak (wahrscheinlich ein Pseudonym) Anfang der 1970er Jahre produzierte, ist unglaublich sleazig, teilweise hanebüchen und erfrischend zugleich.
Das liegt weitgehend am kleinwüchsigen Torben Bille, der den perversen Zwerg Olaf spielt und das mit einer Leidenschaft und Intensität, dass man meinen möchte, er hat wirklich "Spaß" an der Pein und den Seelenqualen, die er den "jungen" Mädchen zufügt. Allein die Anfangssequenzen, in der er ein Mädel mit einem Spielzeughund von ihrer Spielstätte weglockt und in sein Haus führt, ist einfach der Brüller. Man stelle sich eine erwachsene Frau vor, die auf Kind-Niveau dargestellt wird und dabei das komplette "Sesamstraße"-Programm abzieht. Das wirkt einfach nur unglaublich trashig und zeigt, dass man "Das Haus der verlorenen Mädchen" nicht ernst nehmen sollte, weil sonst der Spaßfaktor flöten geht. Der fällt extrem hoch aus, denn er ist ein großes Logikloch mit vielen kleinen, fiesen Szenen. Olaf darf sich ordentlich ausleben und eine der bösesten Szenen ist unumstritten als der Kleinwüchsige eine Frau mit seinen Spazierstock vergewaltigt. Auch das Gefügigmachen mit Drogen, die ganzen Schläge und Folterungen sind nicht ohne, aber auch nicht so hart, dass einem unwohl wird.

Besonders die etwas härteren Szenen machen "Dværgen" so interessant, denn sonst ist die Geschichte um einen Drogen- und Mädchenhändlerring nicht besonders spannend. Über das Verhalten der Protagonisten, vor allem der Polizei im Verlauf des Films darf man sich ebenfalls nicht wundern. Wenn man also die Geschichte außer acht lässt und sich dem Gezeigten unvoreingenommen hingibt, kann man ein paar spaßige Minuten mit "Das Haus der verlorenen Mädchen" verbringen. Außerdem, wer wollte nicht schon immer einen Zwerg sehen, der vor einem Loch in der Wand steht, Frauen beobachtet und dabei wild vor sich hinonaniert ...?

Subkultur präsentiert den Exploitation-Kracher erstmalig wieder in der originalen deutschen Kino-Synchronisation von 1975 und in zwei Schnittfassung. Die 80minütige internationale Kinofassung ist um einige Sexszenen erleichtert, während die XXX-Fassung den kompletten Bastard von Film zeigt. Qualitativ kann die DVD natürlich nicht mit aktuellen bzw. größeren Produktionen mithalten, doch dieser Anspruch wird auch gar nicht gestellt.
Die Nummer 8 der "Grindhouse Collection" ist auf 1000 Stück limitiert und dürfte mittlerweile fast ausverkauft sein. Seit März 2013 gibt es eine Neuauflage in der Candybox-Collection, was etwas ärgerlich für Sammler beider Edition ist. Wer die nummerierten Veröffentlichungen sammelt und keine Lücke in seiner Sammlung haben will, kommt um einen Doppelkauf nicht herum. Es sei außerdem die Frage gestellt, ob "Das Haus der verlorenen Mädchen" überhaupt in die Candybox-Reihe passt.



Bilder der DVD




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