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D, IT 1972
Originaltitel:Io monaca... per tre carogne e sette peccatrici
Alternativtitel:Big Bust Out, The
aka. Crucified Girls of San Ramon
aka. Rache der geschändeten Frauen, Die
Länge:77:58 Minuten (gekürzte Kinofassung) / 88:32 Minuten (ungekürzte TV-Fassung)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Ernst R. von Theumer
Buch:Sergio Garrone
Kamera:Umberto Galeassi (als Robert Galeasi)
Musik:Elsio Mancuso, Berto Pisano (als Burt Rexon)
Darsteller:Vonetta McGee, Monica Teuber, Linda Fox, Karen Carter, Gordon Mitchell, Christin Thorn, Tony Kendall, Mara Krupp, Giorgio Dolfin, Herb Andress, Margaret Rose Keil, Rebecca Mead
Vertrieb:Subkultur / Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:27.09.2012 (Kauf)



Inhalt
Schwester Maria, eine junge Nonne, ist die Betreuerin einer Gruppe ausländischer Mädchen, die im Gefängnis einer orientalischen Stadt in Haft ist. Sie setzt sich dafür ein, dass die Mädchen tagsüber in ihrem Kloster arbeiten dürfen. Die Mädchen sehen darin eine Chance zur Flucht, und sie nutzen sie. Sie überwältigen ihre Wächter und schlüpfen in die Kleider der Nonnen. Schwester Maria lässt sich nicht davon abbringen die Mädchen auf ihrer Flucht zu begleiten. Ihrer wiedergewonnenen Freiheit können sie sich nicht lange erfreuen, denn sie fallen in die Hände skrupelloser Mädchenhändler. Mit der Hilfe von Jeff, einem Schmuggler und Draufgänger, können sie fliehen und versuchen die rettende Grenze durch die Wüste und über die Berge zu erreichen. Es wird ein Marsch durch die Hölle, welche Vergewaltigung, Folter und Tod für sie bereithält.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 "Ich, die Nonne und die Schweinehunde" liegt im Originalformat von 2,35:1 vor und wurde anamorph kodiert. Als Vorlage scheint allerdings ein altes deutsches Kino-Master gedient zu haben, das in einem katastrophalen Zustand ist. Der Bildstand ist unruhig, Defekte und Verschmutzungen bis hin zu Drop-Outs und Laufstreifen huschen in unterschiedlicher Intensität durch das Bild (Bild #1) und in puncto Schärfe bleibt auch nicht mehr viel Positives zu berichten. Insgesamt wirkt das Bild sehr unscharf, lässt keine Details mehr erkennen und tendiert in Totalen zu einem unangenehmen Einheitsbrei, was vor allem auf der Leinwand nicht viel Spaß bereiten dürfte. Zudem wurde das Bild nicht nur nachgeschärft, was man an den teilweise deutlichen Doppelkonturen sehen kann, sondern es wirkt stark gefiltert. Bildrauschen wurde unterdrückt und weicht stattdessen einem digital wirkenden Brei, wodurch Sequenzen teilweise wie Aquarellmalerei aussehen (Bild #2). Der Kontrast arbeitet noch am meisten solide, wirkt aber deutlich zu dunkle, womit weiße Fläche etwas überstrahlen. Die Farben wirken etwas ausgeblichen, aber immer noch recht natürlich. Die Kompression zeigt sich mit leichten bis mittelstarker Blockbildung auf homogenen Flächen.

KINOFASSUNG


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße zu sehen.)

Die sogenannte "Clean-Version" läuft rund 10 Minuten länger und entspricht der TV-Version des Films. Die Bildqualität ist erheblich besser, liegt jedoch nur im Format von 1,85:1 vor. Zu allererst fällt der ruhigere Bildstand und das Fehlen der extremen Defekte und Verschmutzungen (Bild #3) auf. Die Schärfe ist besser (Bild #4). Auch wenn der Detailbereich noch längst nicht perfekt ist, wirkt das Bild augenfreundlicher. Der Kontrast arbeitet etwas sauberer, kränkelt in dunklen Szenen aber auch durch einen etwas harten Schwarzwert. Die Farbgebung fällt solide aus, wirkt aber weitgehend etwas ausgewaschen und blass. Die Kompression zeigt leichte Blockbildung auf homogene Flächen.

TV-FASSUNG


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße zu sehen.)

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Ton
FormateDolby Digital 1.0 Mono
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Beim Monoton wurde ebenfalls nicht nachgearbeitet, denn dieser klingt extrem verrauscht, kratzig und knistert permanent. Dialoge sind trotzdem gut zu verstehen und die Musik wird auch laut wiedergegeben. Leichte Tonschwankungen und Defekte sind an der Tagesordnung. Auch klingen die Stimmen sehr blechern und neigen immer wieder zum Übersteuern. In Anbetracht des Alters kann man das aber akzeptabieren. Der Mono-Track der "Clean-Version" klingt etwas aufgeräumter, ebenfalls dumpf und übersteuert im Hochtonbereich, doch das Hintergrundrauschen bzw. das Knistern wirkt nicht mehr penetrant. Weitere Sprachfassungen gibt es leider nicht.
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Extras
Extras
  • 8-seitiges Booklet
  • "Clean Version" des Hauptfilms (TV-Fassung im anamorphen Format 1,85:1, 88:32 Min.)
  • Grindhouse-Trailershow (16:54 Min.)
  • Audiointerview mit Ernst Ritter von Theumer aus dem Jahr 1999 (112:53 Min.)
  • Alternative Vor- und Abspänne (2:45 Min.)
  • Deleted Scenes (8:31 Min.)
  • Deutscher Trailer (3:16 Min.)
  • US-Trailer (2:03 Min)
  • Bildergalerie (2:52 Min.)
  • Hidden Feature: Trailer: "Das Haus der verlorenen Mädchen" (1:39 Min.)
VerpackungKeepCase
 Im Bonusbereich lässt sich eine 16minütige "Grindhouse"-Trailershow vor den jeweiligen Filmfassungen hinzuschalten. Neben einer Bildergalerie, dem deutschen und amerikanischen Trailer, sowie alternativen Vor- und Abspännen enthält die Disc 8 Minuten an Deleted Scenes.
Besonders interessant ist das fast zweistündige Audiointerview mit Regisseur Ernst Ritter von Theumer, welches mit Unmengen an Informationen rund um den Regisseur und seine Filme aufwartet. Leider wurde das Interview an der falschen Location geführt, denn ein Lokal ist für ein Audiointerview gänzlich die falsche Wahl, was das Zuhören wegen der massiven Nebengeräusche sehr anstrengend macht. Das 8seitige Booklet beinhaltet Auszüge aus dem 1999 von Uwe Huber und Marian Dora geführten Interview, sowie eine Auswahl der Filmografie des Regisseurs.
 +++/--

Fazit
Diese deutsch-italienische Koproduktion kann sich an jeden Punkt der Exploitation-Liste ein dickes Häkchen setzen, hat der im Schmuddelgenre bewanderte Regisseur Ernst R. von Theumer doch alles untergebracht, was das Genre so beliebt macht. Bis die Mädchen aus dem Knast fliehen können, wähnt man sich in einem seichten Women-in-Prison-Beitrag, bei dem Sadismus und lesbische Kontakte zart angedeutet, aber nie ausufernd abgefilmt werden. Noch während der Flucht betritt Schönling Tony Kendall als Hahn im Korb den verrückten Hühnerstall und entschließt sich - freilich aus reiner Nächstenliebe -, den Frauen aus ihrer Notlage zu helfen. Man muss es nicht extra erwähnen, dass Kendalls Figur eine Ausnahmeposition im Film einnimmt: Im nahöstlichen Wüstenland scheint er der einzige zu sein, der nicht den Typus des vergewaltigenden, mordenden, folterlustigen Dreckschweins entspricht. Alle anderen Kerle sind nämlich genau nach jenem Stereotyp des dummdreisten Machos angelegt, der sich am liebsten an den holden Weibchen vergreift. Glücklicherweise lernen die nach ein paar Übergriffen sehr schnell, sich entsprechend zu verteidigen und den Spieß umzudrehen.

Ansonsten bietet "Ich, die Nonne und die Schweinehunde" jede Menge erquickliche Szenen - zwar nichts Spektakuläres, aber jede Menge Action. An dieser oder aber am etwas verbrauchten deutschen Material mag es auch liegen, dass Szenenübergänge oftmals etwas ruppig erscheinen und der Film von einem Set zum nächsten rast. Inhaltlich geht's für die ausgebufften Ausbrecherinnen, die sich auch gern gegenseitig angiften und wortwörtlich in den Haaren haben, geradlinig vom Knast in den Harem. Dort wartet bereits Gordon Mitchell, wie immer mit fies-kühlen Blick, der den männlichen Gästen einen ganz besonderes "Nachtisch" zum Fest versprochen hat. Bis dahin werden jede Menge Nacktheit und ein paar Handgemenge mit Schießereien geboten, von denen jene im ersten Drittel des Filmes (Tankstelle) noch am Spektakulärsten sind.

In der B-Note verbucht der Film einen herrlich debilen, zwergwüchsigen Folterknecht, eine Gruppe verschleierter Frauen, die nahezu grotesk auf Kommando eine Steinigung beginnen, und zum Abschluss dicke Salven aus einem altertümlichen Maschinengewehr, an dem vorher so mancher Westernheld schon seinen Spaß hatte. Insgesamt ist "Ich, die Nonne und die Schweinehunde" action- und abwechslungsreich, ein wenig trashig, spürbar europäisch und trotz einiger kurzer, harter Momente nicht ernst zu nehmen. Mit anderen Worten: höchst unterhaltsamer Schund!

Subkultur veröffentlicht "Ich, die Nonne und die Schweinehunde" als deutsche DVD-Premiere in der beliebten "Grindouse Collection". Der Klassiker kann bildtechnisch allerdings nicht überzeugen, zumindest in der Kinofassung. Diese ist zwar kürzer, bietet aber das korrekte Bildformat. Ausstattungstechnisch gab sich das Label wieder Mühe, so dass es nur schade ist, dass Studiocanal kein besseres Master zur Verfügung stellen konnte. Für Fans des italienischen Exploitationfilms trotzdem eine lohnende Anschaffung. Die DVD ist auf 1000 Stück limitiert.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Ich, die Nonne und die Schweinehunde (The Grindhouse Collection No. 7)
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